UX Meets MBA: What Happens When A Designer Goes To Business School

Smashing Magazine

   

If great design can imbue customers with trust, why are designers so removed from product management and the larger business strategy? As a VP of UX with an MBA, I strive to bring both worlds together to create a new model in which user experience and design align with overall business strategy and company vision to drive increased revenue and customer engagement.

UX Meets MBA: What Happens When A Designer Goes To Business School

As the Internet became commercially viable, “first to market” generally prevailed as a dominant corporate strategy. However, as technology has become more open and reusable, product differentiation is now a proven strategic blueprint. This tectonic shift has been a boon for the design discipline. Consequently, design has gotten the proverbial “seat at the table” and is now expected to be a driving, strategic function.

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#HappyBirthday: Wie der Hashtag die Internet-Kommunikation völlig verändert hat

t3n

Ob #JeSuisCharlie, #RefugeesWelcome oder #FreeDeniz: Weltbewegende Ereignisse werden heutzutage mit Hashtags verbunden. Erfunden wurde er bereits vor zehn Jahren.

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte die Raute keine große Funktion. Auf jedem Telefon ist sie präsent, bei den meisten Smartphone-Tastaturen weiterhin viel zu gut versteckt. Und das, obwohl sie in den vergangenen zehn Jahren eine steile Karriere hingelegt hat.

Denn am 23. August 2007 hatte der US-Amerikaner Chris Messina die Idee, mit dem Doppelkreuz den noch jungen Kurznachrichtendienst Twitter besser zu sortieren. In einem Tweet schlug der Anwalt aus San Francisco vor, bestimmte Begriffe mit einer Raute zu markieren und so Gruppen und Diskussionen zu bilden. #barcamp lautete der erste Hashtag, mit dem Messina eine Internet-Revolution auslöste.

Denn zehn Jahre später ist der Hashtag aus der sprachlichen Kommunikation, vor allem online, nicht mehr wegzudenken. Er kennzeichnet Gruppen, Themen und Stimmungen, weltbewegende Ereignisse sind inzwischen fest mit Hashtags verbunden.

#JeSuisCharlie etwa, eingeführt nach dem islamistischen Anschlag auf die Redaktion des Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ am 7. Januar 2015, war und ist ein Inbegriff der weltweiten Trauer. Mit dem Hashtag #RefugeesWelcome begrüßte Deutschland im Spätsommer 2015 die vielen Flüchtlinge, das Hashtag wurde in den vergangenen zwei Jahren nach Angaben der Social-Media-Analysten von „Talkwalker“ mehr als 500.000 Mal bei Twitter genutzt. Und Freiheit für den in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel fordern nach wie vor viele unter #FreeDeniz. Nahezu alles, was auf der Welt passiert, bekommt heutzutage ein Hashtag.

Twitter fand Hashtags zu nerdy

Doch wie so viele große Erfindungen wurde das Hashtag zu Beginn belächelt. „Twitter hat sich zunächst gesträubt, den Hashtag einzuführen“, erklärt Erfinder Messina rückblickend der Deutschen Presse-Agentur. Dort habe man vor zehn Jahren gedacht, das Hashtag sei „nerdy“ und könnte den durchschnittlichen Nutzer verwirren. So dauerte es noch fast zwei Jahre, bis Twitter sämtliche Hashtags verlinkte und Messinas Erfindung damit auf eine neue Stufe hob.

„In unserer ersten linguistischen Studie zu Twitter-Kommunikation im internationalen Vergleich 2009 enthielten weniger als zehn Prozent der Tweets Hashtags“, sagt Sprachwissenschaftlerin Netaya Lotze von der Universität Münster. Das Konzept der „Hashtag-Community“ sei damals noch völlig unbekannt gewesen.

Für den wirklichen Durchbruch des Hashtags habe der Bilderdienst Instagram gesorgt, glaubt Messina. „Es wurde schnell klar, dass man Fotos ohne Beschreibungen nicht schnell wiederfinden kann“, sagt der US-Amerikaner. „Und statt langen Beschreibungen nutzten die Leute einfach Hashtags.“ Inzwischen kommt so gut wie kein soziales Netzwerk mehr ohne das Doppelkreuz aus.

Nicht zuletzt, weil sich die Funktion des Hashtags teils grundlegend verändert hat. Vor allem bei der Facebook-Tochter Instagram dient es eher der Verschlagwortung von Bildern und erst im zweiten Schritt der Bildung einer Interessensgruppe. Und da es keine Zeichenbegrenzung in den Beiträgen gibt, kann im Gegensatz zu Twitter fröhlich drauf los „gehashtagged“ werden. Dann ist der Seebesuch nicht nur #toll, sondern auch noch #beautiful, #großartig, voller #sun und #Sonne.

Die ständige Verschlagwortung und Sortierung sämtlicher Inhalte mit der Hilfe von Hashtags beinhalte aber auch einen gefährlichen Effekt, sagt Wissenschaftlerin Lotze. Denn so filtern die Nutzer stärker und sehen nur noch, was mit bestimmten Hashtags verknüpft wird – ein typischer Netzwerkeffekt. „Sie kochen gewissermaßen im eigenen Saft“, sagt Lotze.

Kommerzielle und politische Kampagnen knüpften nun genau an diese Tendenzen an. „Ein Beispiel im kommerziellen Bereich sind die zahlreichen Marketing-Aktionen von Kosmetikfirmen, mit Hashtags verbreitet durch Beauty-Influencer“, sagt Lotze.

Und auch die Politik kommt bei ihren Kampagnen nicht mehr ohne Hashtags aus. Während die SPD mit dem #Schulzzug in den Bundestagswahlkampf einstieg, hat die CDU ihr Wahlprogramm auf das Hashtag #fediwgugl verkürzt. Was US-Präsident und Twitter-Fan Donald Trump allerdings mit dem ominösen #covfefe meinte, ist weiterhin unklar. /dpa

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Mehr als neue Pixel-Phones: Google soll kompakten Google Home und neues Chromebook Pixel vorstellen

t3n

Google wird im Herbst offenbar wieder mehr als neue Pixel-Smartphones zum Besten geben. Es soll ein neues Pixel-Chromebook und offenbar eine Antwort auf Amazons erschwinglichen Echo Dot geben.

Im Herbst ist es wieder einmal Zeit für ein Hardware-Event von Google. Im Zuge dessen ist mit der Präsentation einer neuen Generation der hauseigenen Pixel-Smartphones zu rechnen, die mit Android 8.0 Oreo ab Werk ausgeliefert werden. Das ist aber nur ein Teil von dem, was Google vorstellen dürfte, wie die gut vernetzten Blogger von Android Police vermelden.

So soll das Pixel XL (2017) aussehen. (Bild: Android Police)

Google Pixel: Erstes neues Chromebook seit 2015

Wie David Ruddock von Android Police aus zuverlässiger Quelle erfahren haben will, wird Google zum ersten Mal seit 2015 ein neues Chromebook, also ein Notebook auf Chrome-OS-Basis, präsentieren. Ruddock zufolge könnte es sich beim dem Gerät um eine Weiterentwicklung des Project „Bison“ handeln. Das „Bison“-Notebook sollte ursprünglich auf Andromeda basieren – einer Android-Version, die unter anderem für den Desktop optimiert ist. Die Entwicklung von Andromeda soll aber mittlerweile gestoppt worden sein. Als Alternative soll indes an Fuchsia gebastelt werden – fertig ist Fuchsia aber noch lange nicht. Entsprechend bleibt Google bis auf Weiteres seinem in den USA recht erfolgreichen Chrome OS treu.

Das letzte Chromebook Pixel wurde 2015 vorgestellt. (Bild: Google)

Konkrete Details über das Chromebook hat Android Police nicht, allerdings soll es als direkte Antwort auf Apples Macbook und Microsofts Surface Pro betrachtet werden können. Ruddock ist sich zudem nicht vollkommen sicher, dass das neue Pixel-Chromebook auf Bison basiert – es könnte genausogut ein Produkt mit dem Codenamen „Eve“ sein, das des Öfteren im Chromium-Code aufgetaucht ist. Das Notebook soll unter anderem Eigenschaften wie einen dedizierten Google-Assistant-Button, einen Fingerabdrucksensor und Hotword-Erkennung an Bord haben. Eines kann indes als sicher gelten: Es wird im Herbst ein neues High-End-Chromebook aus dem Hause Google geben.

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Kleine Google-Home-Box als Antwort auf Amazons Echo Dot

Google Home fügt sich aufgrund seines minimalistischen Designs gut ein. (Foto: t3n)

Damit nicht genug: Ein Jahr nach der Vorstellung von Google Home soll es eine kompaktere Version der kleinen Dose mit integriertem Google-Assistant geben. Angesichts des Erfolgs von Amazons erschwinglichem Echo Dot dürfte es kaum verwundern, dass Google ein ähnliches Produkt in der Pipeline hat. Es wäre durchaus denkbar, dass eine kleinere Home-Box im ähnlichen Preis-Segment wie der Echo Dot (Affiliate-Link) von knapp 60 Euro (oder günstiger) angesiedelt ist und somit ein idealer Einstieg in die Welt der sprachgesteuerten Heimvernetzung ist.

Bis Google seine neuen Produkte ankündigen wird, dürften noch einige Wochen ins Land streichen – frühestens gegen Ende September, spätestens Ende Oktober ist mit einem Hardware-Event zu rechnen. Im letzten Jahr hatte Google seine neuen Pixel-Modelle, Google Home und mehr am 4. Oktober enthüllt.

Zum Weiterlesen:

Disclosure: Wir haben in diesem Artikel sogenannte Affiliate-Links verwendet und sie durch „(Affiliate-Link)“ gekennzeichnet. Erfolgt über diese Links eine Bestellung, erhält t3n.de eine Provision vom Verkäufer, für den Besteller entstehen keine Mehrkosten.

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Bundestagswahl 2017: Alle Programme der großen Parteien im t3n-Digitalcheck

t3n

Wen wählen bei der Bundestagswahl 2017? Unsere Redakteure haben sich die Wahlprogramme der Parteien vorgenommen und den Fokus dabei auf deren Digitalpolitik gelegt.

Auch zur Bundestagswahl 2017 konzentrieren sich viele Parteien und Medien auf die politischen Kernthemen. Es geht um Europa, Asylpolitik und innere Sicherheit. Doch wie steht es eigentlich um die digitale Agenda von SPD, CDU, Grünen, FDP, der Linken und der AfD? Diese Frage beschäftigt viele Wähler, denn die Digitalisierung der Gesellschaft und der Wirtschaft ist für sie ebenfalls wichtig.

Es wäre wünschenswert, dass die Parteien zu Komplexen wie KI und Automatisierung der Wirtschaft oder auch der Elektromobilität und autonomen Fahren ebenso Stellung beziehen wie zur Vorratsdatenspeicherung und anderen Digitalthemen. Unsere Redakteure haben sich durch die Wahlprogramme der Parteien gewühlt und für euch jeweils die Aspekte zur Digitalpolitik herausgearbeitet.

Digitalpolitik zur Bundestagswahl 2017 nach Parteien

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Digitale Positionen der SPD zur Bundestagswahl

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die SPD? (Grafik: dpa / t3n.de)

Die SPD zeigt sich in ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2017 gegenüber der Digitalisierung aufgeschlossen, rückt in diesem Zusammenhang aber natürlich die Sozialverträglichkeit in den Vordergrund. Im Programm finden sich Vorschläge wie die „Klarstellung des Rechts auf Nichterreichbarkeit“, Zuschüsse für „digitale Ausrüstung“ für KMU oder auch ein Gründersabbatical.

Digitale Positionen der CDU/CSU zur Bundestagswahl

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was wollen CDU/CSU? (Grafik: dpa / t3n.de)

Die Union vertritt in ihrem Programm eine positive Sicht auf die Digitalisierung. Die Parteien fordern unter anderem einen „Staatsministers für Digitalpolitik“ oder auch eine Anpassung des Kartellrechts. Unter dem Strich spiegelt das Wahlprogramm allerdings die bisherige Digitalpolitik der amtierenden Bundesregierung wieder.

Digitale Positionen der FDP zur Bundestagswahl

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die FDP? (Grafik: dpa / t3n.de)

Digitalpolitik zieht sich als roter Faden durch das Programm der FDP. Der Fokus liegt dabei natürlich auf wirtschaftlichen Aspekten rund um die Digitalisierung. Die Partei fordert zum Beispiel einen digitalen EU-Binnenmarkt, Modernisierungen des Wettbewerbs- und Urheberrechts, eine „Digitalisierungsoffensive im Verkehrswesen“aber auch eine „Open-Data- und Open-Government-Strategie“.

Digitale Positionen der Grünen zur Bundestagswahl

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was wollen die Grünen? (Grafik: dpa / t3n.de)

Das Wahlprogramm der Grünen wird beim Thema Digitalisierung konkreter als die Position manch anderer Partei. Die Partei bekennt sich zur Netzneutralität und fordert zum Beispiel ein schärferes Kartellrecht, ein „IT-Beratungsnetzwerk für den digitalen Wandel“ und zinsfreie Gründungsdarlehen von 25.000 Euro.

Digitale Positionen der Linken zur Bundestagswahl

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will DIE LINKE? (Grafik: dpa / t3n.de)

Die Linke sieht in der Digitalisierung auch eine Gefahr für Arbeitnehmer. Große Chancen werden der Digitalisierung im Wahlprogramm der Linken allerdings im Bildungsbereich eingeräumt. So fordert die Partei zum Beispiel, allen Kindern ein mobiles Endgerät für den Unterricht zur Verfügung zu stellen. Auch das Thema Überwachung findet im Programm der Partei Berücksichtigung.

Digitale Positionen der AfD zur Bundestagswahl

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die AfD? (Grafik: dpa / t3n.de)

Die Digitalisierung findet im Wahlprogramm der AfD nur wenig Erwähnung. Zwar spricht sich die Partei für Videoüberwachung und Gesichtserkennung durch die Polizei aus, aber für das Internet als Medium wird jegliche Zensur abgelehnt. Die Positionen der Partei bleiben wenig konkret und widersprechen sich teils sogar.

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Parallels Desktop 13 bringt die Touch-Bar in virtuelle Windows-Maschinen

t3n

Die Virtualisierungs-Software Parallels Desktop ist in Version 13 erschienen. Das Update bringt unter anderem die Touch-Bar-Unterstützung für Windows-Anwendungen.

Mit Version 13 will Parallels mehr Pro-Nutzer zu seiner Virtualisierungs-Software locken. Eins der neuen Features ist die Integration der MacBook-Touch-Bar in die virtuelle Windows-Maschine. Viele Anwendungen wie Microsoft Office und die gängigen Browser haben dafür schon von Haus aus eine Konfiguration. Ist kein Programm in Verwendung, können Elemente aus der Startleiste genutzt werden. Für andere Anwendungen bringt Parallels Desktop einen Konfigurator mit, um die Touch-Bar mit Programm-Funktionen belegen zu können.

Neben der Touch-Bar-Integration kommt auch ein Picture-in-Picture-Mode

Im Fall-Creators-Update bringt Windows 10 eine sogenannte People-Bar, die den Zugriff auf Kontakte vereinfacht. Mit Parallels Desktop lässt sich diese auch unter macOS nutzen und ermöglicht es, einzelne Kontakte im Dock zu hinterlegen. Außerdem lässt sich bei der Einrichtung einer virtuellen Maschine direkt eine Windows-Lizenz kaufen.

Der neue Picture-in-Picture-Mode ermöglicht es Nutzern, mehrere Fenster mit unterschiedlichen virtuellen Maschinen immer im Blick zu behalten. Diese legen sich beispielsweise auch über im Vollbild verwendete Fenster. Die ab Herbst erhältliche Business-Edition von Paralells Desktop für Mac ermöglicht es Administratoren, Nutzern nur einzelne Anwendungen freizugeben, die im macOS-Dock liegen. Damit sieht es für den Anwender so aus, als handele es sich um eine normale Mac-App.

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Parallels Desktop 13: Viele Verbesserungen unter der Haube

Mit der neuen Version hat Parallels außerdem an der Leistung der Virtualisierungs-Software geschraubt. Externe Thunderbolt-SSD-Laufwerke und USB-Geräte sollen jetzt schneller laufen. Leistungshungrige virtuelle Maschinen können jetzt bis zu 128 Gigabyte Arbeitsspeicher bekommen, Parallels will damit schon jetzt für den kommenden iMac Pro gerüstet sein. Außerdem verspricht der Hersteller Verbesserungen bei der Anzeige und Darstellung, was für besser skalierte Auflösungen sorgen soll.

Das Update bringt die Kompatibilität zum bald erscheinenden macOS High Sierra und für das Fall-Creators-Update von Windows 10. Für Abonnement-Kunden ist der Download ab sofort verfügbar, Einzellizenzen von Version 11 und 12 können zu einem vergünstigten Preis upgraden.

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Neueinstellungen: "Vitamin B" ist bei jedem dritten Job ausschlaggebend

Spiegel Karriere
Stellenbörse, Headhunter, Zeitungsannonce - wie finden Firmen neue Mitarbeiter? Am besten läuft es über persönliche Kontakte, die Erfolgsquote der Arbeitsagenturen ist mickrig.
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aCar – ein Elektro-Nutzfahrzeug (nicht nur) für Afrika

Heise Top-News
aCar – ein Elektro-Nutzfahrzeug für Afrika

Ein elektrisches Nutzfahrzeug, das sich die Menschen im ländlichen Afrika leisten können: Das ist das Entwicklungsziel von Forschern an der TU München. Im September wollen sie ihr Gefährt auf der IAA präsentieren.

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Paydirekt und Sparkassen: Wer nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird Kunde

t3n

Der Paymentanbieter Paydirekt schiebt tausenden Sparkassenkunden sein Nutzerkonto unter. Eine geistige Bankrotterklärung des Datenschutz-orientierten Anbieters, meint t3n-Redakteur Jochen G. Fuchs.

Der Paymentdienst der deutschen Banken Paydirekt greift jetzt zu völlig verzweifelten Methoden. Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Paydirekt Sparkassen-Kunden irgendwie automatisch zu Paydirekt-Kunden machen möchte. Wie das genau abläuft, ist jetzt bekannt geworden und stellt gewissermaßen eine geistige Bankrotterklärung des Anbieters dar.

Paydirekt schiebt Sparkassenkunden Nutzerkonto unter

Über eine nachträgliche AGB-Änderung beim Girokontenvertrag der Sparkassen wird im November jeder Sparkassenkunde zum Paydirekt-Nutzer. Im Schreiben an die Sparkassenkunden, das t3n vorliegt, heißt es: „Wir bieten Ihnen hiermit als Änderung Ihres Girokontovertrags die Nutzung von Paydirekt ab 06.11.2017 an.“ Diesem harmlos klingenden Satz folgt dann etwas später der lapidare Hinweis: „Ihre Zustimmung zum Änderungsangebot gilt gemäß §675g Abs.2 Satz 1 BGB iV.m Nr.2 Abs.2 unserer AGB als erteilt, wenn sie nicht vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung (06.11.2017) Ihre Ablehnung angezeigt haben.“

Im Klartext: Wer nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird Paydirekt-Kunde. Jeder Kunde, der bis zum Stichtag nicht widersprochen hat, bekommt automatisch ein Paydirekt-Nutzerkonto, das er nur noch mit einem Klick aktivieren muss.

Die Sparkasse rechtfertigt dies mit einem BGB-Paragrafen, der unter anderem Rahmenverträge für Girokonten rechtlich regelt. Dort wird dem Zahlungsdienstleister, in diesem Fall der Sparkasse, die Möglichkeit eingeräumt, Änderungen am Vertrag automatisch wirksam werden zu lassen, insofern der Kunde nicht widerspricht. Die Sparkassen haben einen solchen Passus in ihren AGB und betrachten die Einrichtung des Paydirekt-Nutzerkontos als Änderung des Girokontenvertrages.

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Geistige Bankrotterklärung für den selbsternannten Datenschutzkönig Paydirekt

Die Banken und Paydirekt betonen grundsätzlich den „besseren“ Datenschutz ihres Zahlungsverfahrens im Vergleich mit anderen Anbietern. Das sichere Zahlungsverfahren der deutschen Banken, das auf die Weitergabe von sensiblen Daten verzichtet.

Die „Zwangsregistrierung“ der Sparkassenkunden bei Paydirekt führt bei einem Ausbleiben des Widerspruchs dazu, dass „vorliegende Stammdaten“, wie es in dem Sparkassen-Schreiben heißt, an Paydirekt übertragen werden. Mit diesem ungeschickten Vorgehen beschädigt Paydirekt sein einziges Alleinstellungsmerkmal schwer: den Datenschutz. Laut der Lebensmittelzeitung ruft das Vorgehen schon Datenschutzbehörden auf den Plan, die das Vorgehen kritisch betrachten und das Verfahren jetzt prüfen wollen.

Das Ergebnis: Vollkommen nutzlose Benutzerkonten

Die Komfortregistrierung, wie die Zwangsverpflichtung euphemistisch bezeichnet wird, ist darüber hinaus vollkommen nutzlos. Der Kunde muss das Benutzerkonto nämlich nicht nur besitzen und aktivieren – sondern aktiv nutzen.

Tausenden Sparkassenkunden ungewollt ein Paydirekt-Konto unterzuschieben, verärgert bestenfalls die Kunden – bringt aber keine aktive Nutzung. Dazu hätten die Paydirekt-Konten aktiv von Beratern in der Filiale an den Mann gebracht werden müssen. Letztlich wäre das auch die weisere Vorgehensweise gewesen, so wird das nichts.

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Adobe, Daimler, RTL und weitere Firmen suchen digitale Pioniere

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Aus den Bereichen Marketing, Projektmanagement und PR & Redaktion sind diese Woche folgende Jobs heiß begehrt: Online-Marketing-Manager, Product-Owner und Social-Media-Manager.

Zweimal pro Woche verweisen wir hier auf aktuelle und interessante Jobangebote aus unserer Stellenbörse „t3n Jobs“.

Marketing

Projektmanagement

PR & Redaktion

Noch mehr Stellenanzeigen gibt es in der Stellenbörse t3n Jobs. Wer selbst gerne ein Jobangebot aufgeben möchte, findet unter „Stellenanzeige schalten“ alle notwendigen Informationen.

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Kryptowährung: Enigma-Projekt gehackt, Ethereum im Wert von 450.000 US-Dollar erbeutet

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Kryptowährung: Enigma-Projekt gehackt, Etherum im Wert von 475.000 US-Dollar erbeutet

Die Betreiber der Investitionsplattform für Kryptowährung Enigma warnen davor, aktuell Gelder an den Service zu senden: Hacker haben sich zwischengeschaltet und kassieren ab.

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Eine Skulptur, ein Gemälde - oder doch lieber ein Schuh? Top-Manager haben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was ein Büro verschönert. Hier öffnen sieben CEOs ihre Türen.
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Android 8.0: Welche Geräte bekommen das Oreo-Update?

t3n

Google hat Android 8.0 Oreo für Nexus- und Pixel-Geräte in finaler Version zum Download bereitgestellt. Erste Hersteller haben sich auch schon zur Update-Situation geäußert. Folgende Geräte werden das Update erhalten.

Sprung zum Hersteller:

Android 8.0 Oreo – der Nougat-Nachfolger ist da

Wie im letzten Jahr mit Android N hat Google schon Ende März eine erste Entwickler-Vorschau seiner neuesten Android-Iteration, die bis zum 21. August 2017 als Android O bezeichnet wurde, veröffentlicht. Im Zuge der Entwicklerkonferenz Google I/O 2017 hat das Unternehmen sowohl weitere Funktionen als auch eine Beta-Version freigegeben, die nach der Registrierung bequem über die Android-Beta-Seite Over-the-Air installiert werden kann. Im August hat Google Android 8.0 Oreo offiziell für seine Nexus- und Pixel-Geräte veröffentlicht.

Googles Android-8.0-Maskottchen ist ein „Oreo-Superman“. (Bild: Google)
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Was bringt Android 8.0 Oreo für Neuerungen?

Laut Google hält Android 8.0 Oreo unter anderem eine erneute Verbesserung der Akkulaufzeit bereit, die das Unternehmen zusammengefasst als „Background Limits“ betitelt. Außerdem soll das System durch weitere Optimierungen schneller booten und Apps schneller starten. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Art der Benachrichtigungs-Darstellung überarbeitet – neue Nachrichten werden in App-spezifischen Kanälen organisiert.

http://t3n.de/news/wp-content/uploads/2017/06/android-8-0-o-pip-dots-2.mp4

Android 8.0 hat sowohl eine Bild-in-Bild-Funktion als auch die neuen Notification-Dots im Programm. (Bild: Google)

Eine spannende neue Funktion sind die sogenannten Notification-Dots: Ein Punkt an einem App-Icon indiziert, dass eine neue Benachrichtigung eingegangen ist. Ihr könnt euch eine Vorschau entweder per Langdruck in einem Pop-Up direkt neben der App ansehen, oder aber auch in der Benachrichtigungsleiste. Praktisch ist außerdem die Erweiterung des Textauswahl-Tools: Textpassagen können künftig per „Smart-Text-Selection“ einfach per Doppeltap markiert und anschließend kopiert werden. Android soll automatisch erkennen, ob ihr eine Adresse, Telefonnummer oder andere zusammengehörende Textstellen auswählen wollt. Diese werden ohne langwieriges hin- und herschieben des Markierungs-Werkzeugs zusammenhängend ausgewählt.

Das „Open Wonder“ Android 8.0 Oreo soll sich unter anderem durch Stärke, Sicherheit, Schnelligkeit und smarte, nahtlose Features auszeichnen. (Bild: Google)

Des Weiteren bringt die neue Android-Version eine Autofill-API mit sich, die unter anderem für Passwortmanager-Apps praktisch sein dürfte. Ferner erhält Android eine Bild-in-Bild-Funktion und Multi-Display-Support, um Inhalte auf mehreren Displays anzeigen und hin- und herbewegen zu können. Mit Android O soll darüber hinaus die Android-Architektur modular aufgebaut sein, dadurch sollen Hersteller weniger Arbeit bei der Anpassung haben – der Update-Prozess soll schneller vonstatten gehen.

Android Oreo bringt eine Autofill-API mit sich. (Bild. Google)

Wie es bei Android leider seit jeher der Fall ist, werden alle auf dem Markt befindlichen Smartphone- und Tablet-Modelle nicht unbedingt in den Genuss der neuen OS-Version gelangen. Bei welchen Geräten es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Fall sein wird, fassen wir in diesem Artikel zusammen und erweitern ihn sukzessive, sobald Hersteller sich zu Wort melden.

Android 8.0 für Google-Geräte: Diese Nexus- und Pixel-Modelle bekommen das Oreo-Update sicher

Die 2016er Pixel-Smartphones erhalten Android O zuerst. (Foto: t3n)

Google geht im Unterschied zu den vielen Herstellern von Android-Geräten äußerst transparent und klar mit der Update-Erwartung seiner Hardware um: Smartphones und Tablets der Nexus- und Pixel-Reihen erhalten zwei Jahre lang die großen OS-Updates garantiert. Für einen Zeitraum von drei Jahren erhalten sie weiterhin monatliche Sicherheitspatches. Entsprechend dieser Angaben und Googles-Support-Dokumentation ist sicher, dass folgende Modelle Android 8.0 Oreo erhalten:

  • Nexus 6P (Update-Garantie bis September 2017)
  • Nexus 5X (Update-Garantie bis September 2017)
  • Pixel C (Update-Garantie bis 2017)
  • Pixel (Update-Garantie bis Oktober 2018)
  • Pixel XL (Update-Garantie bis Oktober 2018)
  • Im Herbst soll es zwei neue Pixel-Geräte geben, die mit Android Oreo ab Werk laufen werden

Google zufolge soll das Update im Laufe der kommenden Wochen schubweise auf den Geräten landen. Ungeduldige mit Flash-Erfahrung können die aktuellen Systemimages auf ihren jeweiligen Google-Geräten installieren.

Android 8.0 für Samsung-Geräte: Galaxy S7- und S8-Modelle sicher – Galaxy S6 nicht

Für das Samsung Galaxy S8 und das S8 Plus sind die Updates sicher. (Foto: t3n)

Der Branchenprimus Samsung wird neben seinen aktuellen Topmodellen mindestens die beiden S7-Modelle mit einem frischen OS-Update versehen. Ebenso ist mit einer Portion Android 8.0 für das aktuelle Galaxy Tab S3 und die 2017er A-Klasse zu rechnen. Laut Sammobile werden folgende Geräte das Update erhalten.

Huawei: Die aktuellen und 2016er Modelle dürften das Update auf Android 8.0 erhalten

Android O für das Huawei Mate 9 und das P10 sind sicher. (Foto: t3n)

Der drittgrößte Smartphone-Hersteller weltweit, Huawei, wird ohne Zweifel für seine aktuellen, aber auch die letztjährigen Smartphone- und Tabletmodelle ein Software-Update auf Oreo liefern. Wie beim Nougat-Update gehen wir zwar davon aus, dass Huawei nicht zu den ersten gehören wird, die das Update bereitstellen, dafür sind wir guter Dinge, dass es für folgende Geräte kommen dürfte. Offiziell hat Huawei sich noch nicht zu Wort gemeldet.

Android 8.0: Honor verspricht Android-Updates für 2 Jahre

Das Honor 8 wird das Oreo-Update erhalten, sofern Honor sich an sein Versprechen hält. (Foto: t3n)

Huawei-Tochter Honor hatte im letzten Jahr versprochen, jedes seiner Modelle für einen Zeitraum von zwei Jahren mit aktuellen Updates zu versorgen. Entsprechend sollten folgende Smartphones bis Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres ein Update auf die neueste Android-Version erhalten.

HTC: Kommt das Android-8.0-Update so schnell wie Nougat im letzten Jahr?

Das ist das HTC U11. (Foto: t3n)

HTC tat sich in der Vergangenheit in Sachen Software-Updates positiv hervor. In diesem Jahr dürfte es nicht anders sein und eine Reihe aktueller Geräte aktualisieren. Nachdem Google die finale Version von Android 8.0 veröffentlicht hat, dürfte HTC eines der ersten Unternehmen sein, die entsprechende Updates für ihre Geräte zur Verfügung stellen werden.

LG: Android 8.0 wohl wieder nur für die Topmodelle

Das LG G6 und das Ende August erscheinende LG V30 werden Oreo garantiert bekommen. (Foto: t3n)

LG hat sein G5 im letzten Jahr relativ früh mit Android 7.0 Nougat versorgt, den Rest des Portfolios aber bislang vernachlässigt. Weder das 2015er LG G4 noch das LG V10 laufen bis dato mit Nougat - das Update soll erst im Laufe des zweiten Halbjahres 2017 erscheinen. Immerhin läuft das G6 ab Werk mit Android 7.0. Auch wenn es womöglich wieder eine Weile dauern wird, sollten neben dem G6 auch die 2016-Topmodelle ein Update erhalten.

Motorola-Lenovo: Schnelle Updates möglich

Als eines der ersten Lenovo-Geräten wird das im Juni 2017 angekündigte Moto Z2 Play Android O erhalten. (Bild: Lenovo)

Lenovo beziehungsweise Motorola war im letzten Jahr von der schnellen Truppe und hat diverse Modelle relativ rasch mit Nougat ausgerüstet. Beim Oreo-Update wird es sicherlich nicht anders laufen, da das Unternehmen die Android-Nutzeroberfläche bewusst kaum verändert, sodass die notwendigen Anpassungen nicht so umfangreich sind wie bei anderen Herstellern.

  • Moto Z2 Force
  • Moto Z2 Play
  • Moto Z
  • Moto Z Play
  • Moto G5
  • Moto G5 Plus

Oneplus verspricht Android 8.0 für die 3er-Modelle

Das Oneplus 3 und das 3T sind auf der sicheren Seite. (Foto: t3n)

Oneplus hat seine 2016er-Modelle schon auf Android 7.1.1 angehoben – das Oreo-Update ist auch schon sicher: Pete Lau, CEO des Unternehmens, hatte am 31. Mai per Twitter Android 8.0 versprochen. Entsprechend werden mit Sicherheit das Mitte Juni erscheinende Oneplus 5 und die letztjährigen Geräte die neue Software erhalten. Das 2015er Oneplus 2 wird zum Ärger vieler Nutzer nicht einmal auf Android 7.0 gebracht.

A lot of you have been asking, so I'm proud to say Android O will come to OnePlus 3 and 3T.

— Pete Lau (@petelau2007)
May 31, 2017
  • Oneplus 5 (Android 8.o soll noch vor Ende des Jahres erscheinen)
  • Oneplus 3T (Android 8.o soll noch vor Ende des Jahres erscheinen)
  • Oneplus 3 (Android 8.o soll noch vor Ende des Jahres erscheinen)

Android-8.0-Update: Sony hat viel zu tun

Glanzstück: Sony Xperia XZ Premium. (Foto: t3n)

Sony hat sich in der Vergangenheit als zuverlässig mit der Bereitstellung von Updates gezeigt und im letzten Jahr sogar eines seiner Xperia-Smartphones mit einer Developer-Version von Android 7.0 Nougat versehen. Ob es in diesem Jahr abermals eine entsprechende Vorab-Software geben wird, bleibt abzuwarten. Die Japaner haben in den letzen 18 Monaten eine Menge Smartphones veröffentlicht, die ein aktuelles Update bekommen sollten. Zum aktuellen Zeitpunkt kann lediglich vermutet werden, dass folgende Modelle das Oreo-Update erhalten werden.

  • Sony Xperia XZ Premium
  • Sony Xperia XA1
  • Sony Xperia XZs
  • Sony Xperia XA Ultra
  • Sony Xperia XZ
  • Sony Xperia X
  • Sony Xperia X Compact
  • Sony Xperia X Performance

HMD Global: Alle aktuellen Nokia-Smartphones erhalten das Update auf Android 8.0

Nokia. (Foto: t3n)

Die im ersten Quartal 2017 vorgestellten Android-Geräte unter Nokia-Flagge sollen gegen Ende Juni in den Handel kommen und wohl mit Android 7.1.1 ausgeliefert werden. Gegenüber Techradar wurde versprochen, dass das Dreiergespann Android Oreo erhalten werden, sobald es verfügbar ist. Eine andere Aussage war aber auch nicht zu erwarten, denn im April postulierte ein Unternehmenssprecher: „Kunden haben das Recht darauf, stets die aktuelle Android-Version auf ihren Geräten zu haben.“ Wir können gespannt sein, ob Nokia-Hersteller HMD Global sein Versprechen halten wird. Das im August veröffentlichte Flaggschiff Nokia 8 wird ebenso Android 8.0 bekommen.

Das Nokia 6 in Bildern

Nokia. (Foto: t3n)
Nokia. (Foto: t3n)

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Asus: Alle Zenfone-3- und -4-Geräte bekommen Android 8.0 mit ZenUI 4.0

Das Asus Zenfone 4. (Bild: Asus)

Der taiwanische Hersteller Asus hat sich zum im Laufe der Vorstellung seiner neuen 4er-Zenfone-Serie zum Oreo-Update geäußert: Der Ankündigung zufolge sollen alle Modelle der Zenfone-3- und -4-Reihe Android 8.0 bekommen. Die 4er-Serie ist derzeit nur in Taiwan gelauncht worden, zur IFA Anfang September wird Asus einige der neuen Modelle mit Sicherheit auch für den europäischen Markt lancieren. Über das Zenfone AR, das erst vor wenigen Wochen auf den Markt gekommen ist, hat Asus sich jedoch nicht geäußert. Gedulden müssen sich Besitzer eines der Asus-Modelle außerdem: Laut Hersteller soll das Update erst in der zweiten Jahreshälfte 2018 erscheinen  – bis dahin gibt es aber schon Android „P“.

Android 8.0 kommt auf viele Asus-Geräte – aber wohl erst in der zweiten Jahreshälfte 2018. (Bild: Asus)
  • Zenfone 3
  • Zenfone 3 Max
  • Zenfone 3 Deluxe
  • Zenfone 3 Laser
  • Zenfone 4
  • Zenfone 4 Pro
  • Zenfone 4 Selfie
  • Zenfone 4 Selfie Pro

Von welchem Hersteller sind noch Updates zu erwarten?

Dass nicht nur Updates der bisher genannten Hersteller kommen werden, dürfte klar sein. Auch die weiteren Player wie Blackberry mit dem Keyone und DTek 60, BQ, Alcatel, Medion und auch ZTE werden einige ihrer Modelle mit Android Oreo versehen. Wir werden diesen Artikel kontinuierlich um neue Details erweitern, sobald sich ein Unternehmen zu seinen Plänen äußert.

Passend zum Thema:

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#Eclipse2017: Totale Sonnenfinsternis begeistert die Vereinigten Staaten

Heise Top-News
Totale Sonnenfinsternis begeistert die Vereinigten Staaten

Für eine kurze Zeit ging am Montag in einem schmalen Streifen quer durch die USA das Sonnenlicht aus. Friedlich und begeistert haben die Amerikaner ihre mit Spannung erwartete "Great Eclipse" miteinander gefeiert.

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Schmähvokabel Staatsfunk, Sicherheitsrisiko Seibert, Trend

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1. „Liebesbrief“ an die FAZ-KollegInnen
(deutschlandfunk.de, Brigitte Baetz)
„Deutschlandfunk“-Autorin Brigitte Baetz hat den Kollegen von der „FAZ“ einen öffentlichen Brief zukommen lassen. Anlass ist die von der Zeitung wiederholt verwendete Vokabel vom „Staatsfunk: 
„Immer wieder druckt Ihr dieses böse Wort vom Staatsrundfunk. Wo es doch in Deutschland seit dem Fall der Mauer gar keinen mehr gibt. Denn – glaubt es oder nicht – der Rundfunk ist in unserem demokratischen Land staatsfern organisiert. Das will die Verfassung so – und die Richter am Bundesverfassungsgericht erst Recht. Und irgendwie verstehen wir nicht, warum Ihr das nicht versteht.“
Auch der Journalist Stefan Fries kritisiert anhand von Beispielen die regelmäßig auftretenden „Staatsfunk“-Schmähungen. Diese seien fern von Meinungsäußerung und hätten Methode: „Es handelt sich in der Permanenz dieser Zuschreibungen vielmehr um eine Kampagne gegen die öffentlich-rechtlichen Medien.“

2. Risiko für die Meinungsfreiheit
(taz.de, Pascal Beucker)
Pascal Beucker kommentiert in der „taz“ den Entzug der Akkreditierungen einiger G20-Journalisten. Von keinem der vor dem G20-Gipfel beschuldigten Journalisten sei eine Gefahr ausgegangen. Das Sicherheitsrisiko hätte vielmehr an anderer Stelle bestanden: „Wenn also jemand im Zusammenhang mit dem Hamburger G20-Gipfel als „Sicherheitsrisiko“ eingeschätzt werden kann, dann neben dem Bundeskriminalamt wohl vor allem das Bundespresseamt mit seinem Leiter Seibert. Denn dessen fragwürdiges Agieren war und ist ganz sicher ein Risiko für die Presse- und Meinungsfreiheit.“

3. Nicht auszurechnen
(sueddeutsche.de, Hans Hoff)
Als es in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ hieß, der Rundfunkbeitrag würde von € 17,50 auf € 21 steigen, war die Empörung groß. Dabei liegt dem die Modellrechnung zugrunde, was passieren würde, wenn man den Beitrag Jahr für Jahr fix um jeweils 1,75 Prozent anhöbe. Dann wäre er 2029 nämlich glatte 20 Prozent teurer. Die Idee, den Beitrag an einen Index zu koppeln, sei jedoch längst nicht beschlossene Sache und werde auch intern kritisch gesehen. Wie und ob die Idee einer Indexierung weiterverfolgt wird, werde sich erst beim Treffen der Intendanten im September erweisen. „Bis dahin wird der Beitragserhöhungszirkus noch an manchem Ort seine Zelte aufschlagen und immer wieder laut und „exklusiv“ mit den 21 Euro für 2029 trommeln. Hereinspaziert!“

4. Artikel zwischen Werbung
(detektor.fm, Lucas Kreling & Benjamin Fredrich)
Das „Katapult Magazin“ hat nachgezählt wie hoch der Werbeanteil bei deutschen Printmagazinen ist. Das Ergebnis: In Zeiten sinkender Auflagen ist Werbung noch dichter geworden und macht beim Spitzenreiter „Zeit Magazin“ ein Viertel aus. Danach kämen die Finanzmagazine „brand eins“ und die „Wirtschaftswoche“. Hier würden die Werber einkommensstarke Leser erwarten und besonders gern inserieren. „detektor.fm“-Moderator Lucas Kreling hat mit Benjamin Fredrich vom „Katapult-Magazin“ über Anzeigen in Zeitschriften, Zielgruppen und die Toleranz der Leser gesprochen.

5. „Aufreger lassen sich nicht planen“
(fr.de, Danijel Majic & Leo Fischer)
„Titanic“-Redakteur Leo Fischer wurde jüngst vom „Zeit-Magazin“ gebeten, für eine Woche als „Gast-Twitterer“ zu fungieren. Eine Ehre, die vor ihm schon „viele führende Journalisten“ innehatten. Nach einigen satirisch eher harmlosen Tweets drehte Fischer auf und meldete den Tod des Ex-Fußballprofis Mehmet Scholl und einen Atomangriff auf die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang. Im Interview plaudert er über seinen anschließenden Rauswurf, Medien und Medienmacher, brennende Autos und dickmachende Burger. Zum Abschied gibt er dem Interviewer von der „Frankfurter Rundschau“ noch seine persönliche Wertung über dessen Arbeitgeber mit auf den Weg: „Ich vergleiche die FR gerne mit Monica Lierhaus. Erst sehr beliebt, dann eine schreckliche Katastrophe. Doch nach und nach kommt sie wieder auf den Damm, fängt wieder von vorne an und macht allen Leuten Hoffnung.“

6. Wohin sich die Welt bewegt
(herrfischer.net, Martin Fischer)
Vor einem Jahr hat Martin Fischer den Social-Bot @liegtimtrend eingerichtet, der automatisch alles twittert, was Medienberichten zufolge „im Trend“ liegt. Zeit für eine Zwischenbilanz…

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DSGVO: In 4 Schritten zum Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (Teil 4)

t3n

Wer ab nächstem Jahr der Dokumentationspflicht im Rahmen der DSGVO nicht nachkommt, muss Strafe zahlen. Wir erklären dir, wie du das perfekte Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten erstellst.

Während es in den bisherigen Teilen um die Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung ging, wird sich dieser Teil den Dokumentations- und Rechenschaftspflichten widmen (auch bezeichnet als „Accountability“, Art. 5 Abs. 2 DSGVO).

Kurz gesagt möchte der Gesetzgeber mit erhöhten Dokumentationspflichten dafür sorgen, dass Unternehmen sich mehr Gedanken um den Datenschutz machen, und forciert dies mit Bußgeldern von bis zu zwei Prozent des Jahresumsatzes.

DSGVO: Hoher Aufwand für alle, die den Datenschutz bisher nicht  ernst genommen haben

Der Zeitaufwand wird je Unternehmen unterschiedlich ausfallen, ist jedoch eher in Tagen als in Stunden zu messen.

Unternehmen, die auch schon nach altem Recht ein „Verarbeitungsverzeichnis“ geführt haben, sparen sich viel Aufwand. Sie können die bisherigen Aufzeichnungen in ein „Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten“ (Art. 30 DSGVO) überführen und müssen nur noch die bestehenden Prozesse auf deren Zulässigkeit nach der DSGVO prüfen (siehe Teile 2 und 3 der Beitragsreihe).

Alle anderen Unternehmen haben dagegen leider fast ausnahmslos einen nicht unerheblichen Fleißaufwand vor sich.

Befreiung bei weniger als 250 Mitarbeitern kommt äußerst selten infrage

Die Befreiung kommt praktisch nur für kleine Offline-Unternehmen infrage.

Viele Unternehmen verweisen darauf, dass das Gesetz Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern von den Rechenschaftspflichten befreit (Art. 30 Abs. 5 DSGVO). Allerdings gilt diese Ausnahme bereits dann nicht, wenn die Verarbeitung personenbezogener Daten „nicht nur gelegentlich“ erfolgt.

Da moderne Unternehmen Daten, sei es via Website, Shop, CRM-Systeme, Lohnabrechnungssysteme etc. permanent verarbeiten, wird diese Befreiung äußerst selten zur Anwendung kommen.

Wie wird ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten umgesetzt?

Es gibt Vorgaben für den Inhalt, aber nicht für die Art seiner Darstellung.

Für das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten bestehen zwar inhaltliche Vorgaben (Art. 30 DSGVO), die Form ihrer Umsetzung ist jedoch frei wählbar. Je nach Unternehmensgröße und Arten der Verarbeitungen werden unterschiedliche Ansätze verfolgt.

Im Folgenden zeige ich, wie die Umsetzung zum Beispiel in einem kleineren Unternehmen erfolgen kann. Dabei geht es mir darum, das Grundverständnis zu vermitteln. Für Details und vertiefende Ausführungen verweise ich auf die Linkliste am Ende des Artikels.

Im Grundkonzept setzt sich das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten aus Grundangaben, einzelnen Verarbeitungstätigkeiten und dem Sicherheitskonzept zusammen.

1. Schritt – Grundangaben zum Unternehmen

Die Grundangaben zum Unternehmen bereiten keine Schwierigkeiten.

In diesem Schritt geht es lediglich um die Angaben zum Unternehmen, den zuständigen Personen und dem Datenschutzbeauftragten, welche in dieser Form erfolgen können:

Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten – Grundangaben
Name des Unternehmens: Musterfrau GmbH
Adresse des Unternehmens: Paul-Lincke-Ufer 42/43, 10999 Berlin
Geschäftsführer/in: Helga Musterfrau
Registergericht, Registernummer AG Berlin-Charlottenburg, HRB 0123456X
Kontaktdaten (Telefon, E-Mail): Telefon 030/01234567890, info@musterfraugmbh.xyz
Zuständige Person für den Datenschutz, bzw. Datenschutzbeauftragter/ Kontaktdaten (Telefon, E-Mail): Max Mustermann, interner DSB, Adresse wie oben, mm@musterfraugmbh.xyz, Tel. 030/01234567890

2. Schritt – Einzelne Verarbeitungstätigkeiten bestimmen

Die einzelnen Verarbeitungstätigkeiten stellen den Kern des Verzeichnisses dar.

Die wesentliche Arbeit entfällt auf die Darstellung der einzelnen Verarbeitungstätigkeiten. Dabei kann bereits die Identifizierung und Zusammenfassung einzelner Verarbeitungsprozesse Schwierigkeiten bereiten.

Dabei gilt es, die einzelnen Tätigkeiten eher zu fein als zu grob gliedern. Die folgenden Beispiele einzelner Verarbeitungstätigkeiten (unterteilt in Kategorien) können dabei als Orientierungshilfe dienen:

Beispiele typischer Verarbeitungstätigkeiten:

  • Personalmanagement (Lohnabrechnung, Arbeitszeiterfassung, Bewerber, Bewertung);
  • Onlineshop (Vertragsdaten, einzelne Käufe, Profiling zum Kaufverhalten);
  • Mobile Applikation (Vertragsdaten, Verhaltensprofile, Inhalte);
  • Marketingmaßnahmen (Tracking & Remarketing, Newsletter, Postmailings, Gewinnspiele);
  • Sicherheit (Videoüberwachung, Chipkarten, Serverprotokollierung);
  • Verarbeitung von Daten im Auftrag Dritter.

3. Schritt – Angaben zu einzelnen Verarbeitungstätigkeiten

Die Verarbeitungstätigkeiten müssen detailliert dokumentiert werden. 

Nachdem du die einzelnen Verarbeitungstätigkeiten aufgestellt hast, musst du die im Art. 30 DSGVO gesetzlich vorgesehenen Angaben machen. Hierbei solltest du dir die einzelnen Verarbeitungstätigkeiten als Baukästen vorstellen, die du mit weiteren Bausteinen befüllst.

Die folgenden Beispiele zeigen, wie diese „Bausteine“ im Fall der Datenkategorien und Kategorien betroffener Personen lauten können.

Beispiele von Datenkategorien:

  • Beschäftigtenstammdaten (Namen, Adressen, Lohngruppe, Steuermerkmale)
  • Bewerberdaten (Namen, Kontaktdaten, Qualifikationen, Bewerbungsunterlagen)
  • Kundenstammdaten (Namen, Adressen, Kontaktdaten, Zahlungsinformationen, Kundenkategorie, Bonitätsdaten)
  • Nutzungsdaten (zum Beispiel Klickverhalten, Kaufverhalten, Interessen)
  • Meta-/Kommunikationsdaten (Geräte-IDs, IP-Adressen, Standortdaten)

Beispiele von Kategorien Betroffener:

  • Mitarbeiter
  • Bewerber
  • Kunden
  • Websitebesucher
  • Nutzer einer Applikation/Software
  • Lieferanten/ Dienstleister

Diese Beispiele sind nicht abschließend, und es würde den Rahmen sprengen, an dieser Stelle alle möglichen „Bausteine“ oder gar Verarbeitungstätigkeiten darzustellen. Als Beispiel einer Verarbeitungstätigkeit wähle ich einen Newsletter:

Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten – Verarbeitungstätigkeit
Bezeichnung: Marketing/Newsletter
Datenkategorien 1. Stammdaten der Empfänger (Vorname, Name, E-Mail-Adresse).

2. Anmeldedaten (Zeitpunkt Anmeldung, Bestätigung, IP-Adresse).

3. Nutzungsdaten (Öffnungsraten, Klicks auf Links, je nebst Zeitpunkt).

Betroffene Personen: 1. Newsletterempfänger.

2. Newsletterempfänger.

3. Newsletterempfänger.

Zwecke 1. Adressierung und Ansprache.

2. Nachweis wirksamer Einwilligungen.

3. Optimierung der Nutzerfreundlichkeit, interessantere Inhalte, Steigerung wirtschaftlicher Effizienz.

Rechtsgrundlage 1. Art. 6 Abs. 1 lit. a, § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG (Einwilligung).

2. Art. 6 Abs. 1 lit. f (berechtigte Interessen).

3. Art. 6 Abs. 1 lit. f (berechtigte Interessen).

Datenquelle: Anmeldeformular auf Website, ausdrückliche Einwilligung, DOI-Verfahren.
Information der Betroffenen: Hinweis auf Inhalte, Datenschutzerklärung, Analyse, Versanddienstleister und Widerruf beim Anmeldeformular; Details in der Datenschutzerklärung.
Empfänger: 1. Intern: IT, Marketing, Extern: MailChimp (Privacy Shield, DPA).

2. Intern: IT, Marketing, Extern: MailChimp (Privacy Shield, DPA).

3. Intern: IT, Marketing, Extern: MailChimp (Privacy Shield, DPA).

Löschung: 1. Mit Kündigung, Aufbewahrung 6 Jahre § 257 Abs. 1 HGB.

2. Mit Kündigung, Aufbewahrung 6 Jahre § 257 Abs. 1 HGB.

3. Mit Kündigung, Aufbewahrung 6 Jahre § 257 Abs. 1 HGB.

Schutzmaßnahmen Es wird auf die TOMs verwiesen.

Ich denke schon anhand dieses Beispiels wird es klar, wie viele Verarbeitungstätigkeiten nebst Angaben zusammenkommen können. Als Tipp empfehle ich, lieber zu viele als zu wenige Angaben zu machen und sie mit eigenen Worten auszudrücken.

Schritt 4 – Technische und organisatorische Maßnahmen

Art. 32 DSGVO verpflichtet, für die Sicherheit der Datenverarbeitung nach dem aktuellen Stand der Technik zu sorgen.

Hier musst du darstellen, welche technischen und organisatorischen Maßnahmen (kurz „TOMs“) ergriffen worden sind, um die verarbeiteten personenbezogenen Daten vor Kenntnisnahme durch Unbefugte, Zerstörung oder Missbrauch zu schützen.

Auch an dieser Stelle gibt es umfangreiche Orientierungshilfen, auf die man zurückgreifen kann. Ich empfehle, die TOMs einmal zusammenfassend darzustellen und auf diese im Rahmen der folgenden Verarbeitungstätigkeiten zu verweisen. Spezielle TOMs einzelner Verarbeitungstätigkeiten lassen sich bei diesen aufnehmen.

Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten – Allgemeine technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs)
Zutrittskontrolle (Sicherheitsschlösser, Videoüberwachung, Beaufsichtigung von Hilfskräften)

Tbc.

Zugangskontrolle (Firewalls, Virenschutz, Authentifizierungskonzepte)
Zugriffskontrolle (Sichere Aufbewahrung, Vernichtung, Verschlüsselung)
Weitergabekontrolle (Festlegung Empfänger, Pseudonymisierung, Verschlüsselung)
Eingabekontrolle (Protokollierung)
Auftragskontrolle (Weisungen, Vertragliche Verpflichtungen)
Verfügbarkeitskontrolle (Notfallkonzept, Backup-System)
Gewährleistung des Zweckbindungs-/Trennungsgebotes (zum Beispiel physische Datentrennung, Berechtigungskonzepte)

Auch hier gilt: Orientiere dich an den Gegebenheiten in deinem Unternehmen und verpflichte die zuständigen Mitarbeiter/Abteilungen, die Sicherheitsmaßnahmen aufzulisten.

Damit wäre das eigentliche Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten fertig. Allerdings muss es gegebenenfalls noch um eine Datenschutz-Folgenabschätzung ergänzt werden. Diese erkläre ich auf der nächsten Seite.

DSGVO: Datenschutz-Folgenabschätzung

Als wenn das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten nicht schon kompliziert genug wäre, müssen Unternehmen ihre Verarbeitungstätigkeiten in bestimmten Fällen einem Stresstest unterziehen (Art. 35 DSGVO). Das ist der Fall, wenn:

  • Profiling als Grundlage für schwerwiegende Entscheidungen, wie zum Beispiel Bonitätsbeurteilung, eingesetzt wird.
  • im großen Umfang sensible Daten verarbeitet werden (betreffend gemäß Art. 9 DSGVO, unter anderem zu Sexualität, Gesundheit, politischer Gesinnung, Biometrie etc. und Straftaten).
  • Videoüberwachung eingesetzt wird.

In diesen Fällen müssen Unternehmen die möglichen Risiken aufzählen und in einem Bericht darlegen, wie sie diese abwenden können. Ist dies nicht möglich, müssen sie eine Meldung an die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde erstatten. Die geprüfte Verarbeitungstätigkeit muss permanent evaluiert und aktuell gehalten werden.

Angenommen, der Newsletter im obigen Beispiel würde zum Beispiel an Mitglieder eines Gesundheitsportals versendet werden, die Inhalte wären individuell auf die angegebenen Krankheiten und Beschwerden der Nutzer zugeschnitten und deren Link-Klickverhalten würde, wie bei Newslettern üblich, protokolliert werden. Dann ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung zu empfehlen (da es sich um Gesundheitsdaten handelt) und würde beispielsweise für das Risiko eines unerlaubten Zugriffs auf die Datenbank wie folgt (vereinfacht und zusammenfassend) aussehen:

Risiko: Unbefugter Zugriff auf die Datenbank
Datenkategorien zur Folgenabschätzung: Gesundheitsdaten
Betroffene: Newsletterempfänger
Einstufung des Risikos (physisch, materiell, immateriell): Eintrittswahrscheinlichkeit: normal.

Schaden für Betroffene: erhöht (Spam, Phishing, etc.) an E-Mail-Adresse; soziale Nachteile aufgrund des Bekanntwerdens von Krankheiten.

Schutzmaßnahmen: Hard- und Softwarefirewall, sofortige Updates der Soft- und Hardware, aktueller Stand der Technik, Intrusion Detection Systeme, Berechtigungskonzept und Passwortmanagement, besondere Belehrung der Beschäftigten, zugesicherte Schutzmaßnahmen des Webhosters, Information der Nutzer.
Risiko hinreichend gebannt (Abwägung mit verbleibenden Risiken): Das Risiko ist hinreichend gebannt, die verbleibenden Risiken sind verhältnismäßig:

Als mildere Maßnahme bietet sich die Datenminimierung (Art. 5 Abs. 2 DSGVO) durch Verzicht auf statistische Erhebungen des Leseverhaltens an. Es handelt sich jedoch gerade um die Kernfunktion, die mit einer Vorselektion von relevanten Informationen einen besonderen Nutzern für die Empfänger bietet. Ferner werden Nutzer auf die Analyse hingewiesen und in der Datenschutzerklärung ausführlich informiert. Daher kann die auf Art. 6 Abs. 1 lit. a und f DSGVO gestützte Funktion beibehalten werden, ohne die Rechte der Nutzer zu verletzen.

Freigabe erteilt: Ja

Fazit

Falls du jetzt denkst, dass der Datenschutz im Unternehmen genauso kompliziert geworden ist wie die Abgabe der Steuererklärung, dann hast du Recht.

Denk bitte daran, dass das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten turnusmäßig (mindestens einmal im Jahr) und bei Änderungen aktualisiert werden muss. Ferner wird es bei Unternehmen mit mehreren Beschäftigten und einer Vielzahl von Verarbeitungsprozessen häufig wirtschaftlich sinnvoller sein, Fachleute zu beauftragen. Vor allem wenn eigene Datenschutzkapazitäten fehlen, können externe Datenschutzbeauftragte oder spezialisierte Rechtsanwälte bei der Befolgung all der Rechenschaftspflichten Unterstützung leisten. Im Fall der aufwendigen Datenschutz-Folgenabschätzung wird dies sicher notwendig sein.

Ob sich das Datenschutzniveau durch die Formalisierung des Datenschutzes steigert, werden wir mit der Zeit sehen. Angesichts des Aufwandes ist es zu hoffen.

Im letzten Teil dieser Beitragsreihe wird es um zwei weitere wichtige Aspekte des täglichen Geschäfts gehen: die Übermittlung von Daten an Dritte, die Rechte der Nutzer und Datenschutzerklärungen.

Linkliste

Bisheriger Teile der DSGVO-Beitragsreihe

Teil 1 – DSGVO: Diese Änderungen kommen auf dein Online-Business zu

Teil 2 – DSGVO: Welche Daten du nutzen darfst – und welche nicht

Teil 3 - DSGVO: So holst du Einwilligungen richtig ein

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Hot Chips: Details zum Scorpio-Prozessor der Xbox One X

Heise Top-News
Hot Chips: Details zum Scorpio-Prozessor der Xbox One X

Microsoft hat auf der Hot-Chips-Konferenz den Hauptprozessor der kommenden Spielkonsole Xbox One X detailliert vorgestellt.

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Perfekte Urlaubsbilder: 30 kostenlose Lightroom-Presets zum sofortigen Einsatz

Dr. Web

Lightroom ist die digitale Dunkelkammer, doch statt beißender Chemikalien gibt es hier saubere Regler zum Verschieben und Einstellen. Welche Einstellungen richtig sind und zu faszinierenden Ergebnissen führen, ist dabei gar nicht so einfach gesagt. Perfekt ist es daher, dass Lightroom Presets, also Vorgaben mit ganz unterschiedlichen Einstellungen, zulässt. So kannst du auf Knopfdruck kreativ werden. Gleich 30 sehr hochwertige Varianten stehen dir hier zur Auswahl.

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Gründerserie: Software als Hilfe bei der Kita-Suche

FAZ Beruf & Chance
Anke Odrig, Gründerin der Firma Little Bird in ihrem Arbeitszimmer

Die Suche nach einem Kita-Platz kostet meist Zeit und Nerven. Hier setzt „Little Bird“ an: Das Unternehmen will Kommunen und Eltern das Leben per Software leichter machen.

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Referencing .NET Standard Assemblies from both .NET Core and .NET Framework

Scott Hanselmann

Lots of .NET Projects sharing a .NET Standard LibraryI like getting great questions in email but I LOVE getting great questions in email with a complete and clear code repro (reproduction) that's in a git somewhere. Then I can just clone, build (many many bonus points for a clean build) and check out the bug.

I got a great .NET Core question and repro here https://github.com/ScarlettCode/Example. I forked it, fixed it, and submitted a PR. Here's the question and issue and today's fix.

The project has a C# library project (an assembly) that is written to the .NET Standard 2.0. You'll recall that the .NET Standard isn't a runtime or a library in itself, but rather an interface. They are saying that this library will work anywhere that the .NET Standard is supported, like Linux, Mac, and Windows.

Here's that main .NET Standard Library called "Example.Data" written in C#.

Then he had:

  • Windows Forms (WinForms) application in VB.NET using .NET "full" Framework 4.6
  • Console Application also using .NET Framework 4.6
  • Console Application using .NET Core 2.0

Each of these apps is referring to the Example.Data library. The Example.Data library then pulls in a database access library in the form of Microsoft.EntityFrameworkCore.InMemory via NuGet.

WinForms app -> Data Access library -> Some other library. A->B->C where B and C are packages from NuGet.

The .NET Core console builds and runs great. However, when the other projects are run you get this error:

Can't load

Could not load file or assembly
'Microsoft.EntityFrameworkCore, Version=2.0.0.0,
Culture=neutral, PublicKeyToken=adb9793829ddae60'
or one of its dependencies. The system cannot find
the file specified.

Pretty low level error, right? First thing is to check the bin folder (the results of the compile) for a project that doesn't run. Looks like there's no Microsoft.EntityFrameworkCore there. Why not? It's assembly "C" downstream of "A" and "B". EntityFramework's assembly is referred to by the Example.Data assembly...but why didn't it get copied in?

The "full" Framework projects are using the older .csproj format and by default, they use package.config to manage dependencies. The newer projects can reference Packages as first-class references. So we need to tell ALL projects in this solution to manage and restore their packages as "PackageReferences."

I can open up the .csproj file for the Framework projects and add this line within the first like this to change the restore style:

 PackageReference

As Oren wisely says:

"Using .NET Standard requires you to use PackageReference to eliminate the pain of “lots of packages” as well as properly handle transitive dependencies. While you may be able to use .NET Standard without PackageReference, I wouldn’t recommend it."

I can also change the default within VS's Package Management options here in this dialog.

imagePackageReference Default Package management format" border="0" alt=" PackageReference Default Package management format" src="https://www.hanselman.com/blog/content/binary/Windows-Live-Writer/dc8cdde7b1b8_DF28/image_c2e7f280-54c4-4565-a334-ca4a70d95699.png" width="1065" height="726">

Hope this helps.


© 2017 Scott Hanselman. All rights reserved.
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Reddit-User erfindet Jürgen-Klopp-Zitat – und alle glauben es

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Jürgen Klopp wird von vielen Leuten ja so sehr gemocht, weil er immer mal einen lockeren Spruch draufhat. So einen zu Beispiel:

Teammanager Jürgen Klopp vom FC Liverpool hat mit Humor auf die Gerüchte um einen Wechsel seines Mittelfeld-Stars Philippe Coutinho zum FC Barcelona reagiert.

„Morgen bietet Barcelona uns dann bestimmt ein Happy Meal an. Und wir bekommen auch ein Spielzeug dazu“, sagte Klopp nach dem 1:0-Sieg gegen Crystal Palace zu Journalisten, die sich nach dem aktuellen Stand im Transfer-Theater erkundigt hatten.

Doch, doch, das soll Klopp tatsächlich so salopp gesagt haben. Und deswegen hat sport1.de gestern daraus auch einen eigenen Artikel gemacht:

Screenshot von sport1.de - FC Liverpool Jürgen Klopp witzelt über Barca-Interesse an Coutinho - Klopp Happy Meal für Coutinho

Und auch die Sport-Nachrichtenseite des Pay-TV-Senders „Sky“, skysport.de, hat den Klopp’schen Witz in ihrem Transfer-Ticker aufgegriffen:

Screenshot skysport.de - Klopp Happy Meal mit Spielzeug - Jürgen Klopp nimmt die tagtäglichen Wechsel-Gerüchte um Philippe Coutinho mit Humor. Morgen bietet Barcelona uns dann bestimmt ein Happy Meal an. Und wir bekommen auch ein Spielzeug dazu, sagte der Coach des FC Liverpool nach dem Sieg gegen Crystal Palace. Englische Medienberichte über ein abgelehntes 130-Millionen-Angebot konnte der 50-Jährige aber nicht bestätigen.

Und nicht nur die zwei Portale berichteten. Die ganze Welt berichtete. In Großbritannien, in Portugal, in Spanien, in Brasilien, in Frankreich, in Polen, so gut wie überall.

Ist ja auch zu witzig, diese Sache mit dem „Happy Meal“. Stammt aber gar nicht von Jürgen Klopp, sondern von Reddit-Nutzer sarkie. Der fasste ein kurzes Interview von Jürgen Klopp mit einer brasilianischen Journalistin sehr, sehr frei zusammen, nachdem ein anderer Reddit-User geschrieben hatte „Video not available, can someone summarize it?“:

She says

„With the rumours of Barca paying £130m for Coutinho, will he leave?“

Klopp says

„They didn’t offer that, we said no, yet they offered, I think tomorrow they will offer a McDonald’s Happy Meal and we get the toy as well!?“

Big Grin

Turns to reporter

Fades to black

Eine derartige Passage kommt nicht ansatzweise in dem kurzen Video (nur aus Brasilien abrufbar) vor. Sie ist reine Fantasie.

Nachdem unter anderem das Team des „Liverpool Echo“ sich nicht mal die Mühe gemacht hat, kurz das Interview anzuschauen, und seinen Lesern das falsche Klopp-Zitat als echtes verkauft hat, twitterte sarkie:

So I made a joke comment on @reddit and @LivEchoLFC wrote an article about it as if it was real.

Fucking journalism in 2017.

— Dave P (@Sarkies_Proxy) 20. August 2017

Mit Dank an Dennis M. für den Hinweis!

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Opportunities are usually disguised as hard work, so most people...

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Opportunities are usually disguised as hard work, so most people don’t recognize them. - Ann Landers

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Android 8 ist da: Das O steht für Oreo

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Android 8: Das O steht für !!!

Google hat Android 8 veröffentlicht, Codename Oreo. Zuerst landet es auf den hauseigenen Smartphones und Tablets, andere Hersteller dürften in den kommenden Wochen folgen.

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Posse aus Nordrhein-Westfalen: "Justizministerium" wird "Ministerium der Justiz" - für 26.000 Euro

Spiegel Karriere
imageDie neue Landesregierung von Nordrhein-Westfalen benennt für viel Geld zwei Ministerien um. Sie sagt: "Fragen der Effizienz stellen sich bei der Namensgebung nicht."
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Neue Core-Prozessor-Reihe: Intel bringt 15-Watt-Quadcores für Ultrabooks

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Die achte Generation an Core-Prozessoren für Mini-PCs und Ultrabooks hat erstmals vier statt zwei Kerne. Der Kaby Lake Refresh hat dafür ein paar Neuerungen erhalten – Umbenennung inklusive.

Intel hat kurz vor der IFA 2017 die achte Generation (8th Gen) an Core-Prozessoren angekündigt. Wie üblich hat der Chiphersteller zuerst die Modelle für Mini-PCs und Ultrabooks vorgestellt, anders als in den vergangenen Jahren aber nur die Varianten mit U-Suffix und 15 Watt thermischer Verlustleistung. Der wichtigste Unterschied zur 7th Gen: Die CPUs haben vier statt zwei Kerne. Laut Preisliste sind sie dennoch nicht teurer als ihre Vorgänger.

Mehr Leistung durch vier Kerne, Design-Optimierung und verbesserte Fertigung (Bild: Intel)

Der Codename der 8th Gen lautet Kaby Lake Refresh, womit viel gesagt ist. Verglichen mit Kaby Lake von 2017 gibt es kaum architektonische Änderungen, und auch der Fertigungsprozess ist fast identisch. Intel spricht von einem verbesserten 14+- statt vom 14++-Verfahren, was zusammen mit einem optimierten Ringbus zu 15 Prozent mehr Leistung führen soll. Weitere 25 Prozent erreicht der Hersteller durch vier statt zwei Kerne.

U-Modelle von Kaby Lake Refresh und Kaby Lake im Vergleich.

Rein rechnerisch sollte sich die Geschwindigkeit durch doppelt so viele Kerne zwar verdoppeln, die Chips sind aber auf 15 Watt limitiert, was den effektiven Geschwindigkeitszuwachs einschränkt. Neben einer bis zu 40 Prozent höheren Multithread-Leistung steigt auch die Performance eines einzelnen Kerns, da der L3-Cache mehr Daten fasst und sich der Takt von 3,9 auf 4,2 Gigahertz erhöht. Hinzu kommt schnellerer Arbeitsspeicher, etwa gesteckter DDR4-2400 statt DDR4-2133 und zu verlötender LPDDR3-2133 statt LPDDR3-1866.

Bei der Grafikeinheit ändert sich bei der 8th Gen nichts, Mediablöcke und Turbofrequenz entsprechen der 7th Gen. Aus der HD Graphics 620 wird allerdings die UHD Graphics 620, womit Intel das Augenmerk stärker auf die Fähigkeit lenken möchte, dass die iGPU wie gehabt 4K-UHD bei 60 Hertz beherrscht. Obendrein gibt es endlich natives HDMI 2.0 – Hersteller müssen die Schnittstelle daher nicht mehr über einen Displayport 1.2 (LSPC) implementieren. Der Inhalteschutz HDCP 2.2 wird unterstützt, wichtig für 4K-Netflix.

Die-Shot eines KBL-R. (Bild: Intel)

Wie gehabt kombiniert Intel die U-Chips mit einem On-Package-Chipsatz, der aber auch keine Neuerungen aufweist. Er weist unter anderem sechs USB-3.0- und vier SATA-6-GBit/s-Ports auf und kann einen SD-Kartenleser anbinden. Die Bezeichnung 8th Gen rechtfertigt Intel ohnehin nicht durch neue Funktionen, sondern schlicht durch die verdoppelte Anzahl an CPU-Kernen.

Erste Geräte mit dem Kaby Lake Refresh erwartet Intel vor dem Weihnachtsgeschäft. Noch im Herbst folgen die H- und S-Varianten für Notebooks und Desktops mit erstmals sechs statt vier Kernen. Die Prozessoren heißen Coffee Lake, Intel verwendet den 14++ Node. Anfang 2018 wird die 8th Gen um die Y-Chips mit zwei Kernen und 4,5 Watt erweitert. Sie basieren auf Cannon Lake und werden im 10-nm-Verfahren hergestellt.

Autor des Artikels ist Marc Sauter.

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Einfach und verständlich: Warum sich Local SEO auch für dich lohnt

t3n

Nicht immer verstehen Kunden die Bedeutung von Local SEO für ihr Geschäft. Dann wird eine Übersetzung nötig.

Local SEO lohnt sich – das ist längst kein Geheimnis mehr. Doch wie misst du den ROI von deinen Maßnahmen und wie bringst du Kunden, die keine Ahnung von SEO haben, deine Erfolge bei?

Warum die Übersetzung für den Kunden nötig ist

Nicht jeder bricht angesichts seitenlanger Google-Analytics-Reportings in Freudentaumel aus, auch wenn sie positiv sind. Manche haben gar Schwierigkeiten zu verstehen, worum es überhaupt geht. Um eben solchen Menschen nahezubringen, warum deine (und ihre) Investitionen in Local SEO deine (und ihre) Mühen wert sind, möchten wir im Folgenden Möglichkeiten vorstellen, solche Erfolge verständlich zu machen.

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Screenshots – ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Zahlen sind schön. Mit Zahlen kann man rechnen. Doch ohne den Kontext bleiben sie abstrakt. Daher verweisen wir an dieser Stelle als erstes auf eine ansprechende Visualisierung deiner Arbeit. Du kannst Änderungen im Ranking beispielsweise wunderbar mit Screenshots dokumentieren, indem du zu Beginn deiner Aktivitäten einen Screenshot von einer Google-Suche mit einem der anvisierten Keywords machst. Sollte sich das Ranking verschieben, machst du einen neuen. Aus den beiden Bildern baust du eine Vorher-Nachher-Ansicht:

1) So sah die Ergebnisseite am Anfang aus.

2) Da stehen wir jetzt.

Gleiches gilt übrigens auch für die Bearbeitung der Snippets. Mit Vorher-Nachher-Bildern lassen sich Änderungen wie „Ich habe die Meta-Description optimiert und den Title-Tag überarbeitet“ ganz einfach darstellen. Dann versteht jeder, was du in der Zeit getan hast und was das bewirkt hat.

Greifbare Zahlen für Geschäftsmänner liefern

Doch geht es in erster Linie eher um die Visualisierung des Business-Impacts, mit dem SEOs oftmals Schwierigkeiten haben. Joy Hawkins hat für MOZ aufgeschrieben, wie sie selbst vorgeht, und in ihrem Beitrag einige brauchbare Tipps gegeben.

Zunächst sind vielen Kunden nicht die Senkung der Bounce Rate oder Erhöhung der verbrachten Zeit auf der Seite wichtig, sondern schlicht und ergreifend mehr erzielte Conversions. Interessant könnte beispielsweise die Zahl der Anrufe sein, die konkret aus der Listung bei Google Maps hervorgegangen sind. Hawkins schlägt daher eine simple Visualisierung der Erfolge vor: auf der einen Seite die Quelle, auf der anderen Seite die Anzahl der Conversions.

So könnte ein heruntergebrochenes Reporting für einen Kunden aussehen. (Grafik: Joy Hawkins – MOZ)

Klicks sind mit Analytics einfach zu tracken, aber die registrierten Conversions alleine zeigen natürlich nicht alle Anrufe auf, die aufgrund einer Impression etwa bei Google Maps zustande gekommen sind. Denn häufig nutzen Suchende im Anschluss nicht den CTA, sondern greifen einfach so zum Telefonhörer. Phil Frost bietet eine Hilfestellung, um genauere Zahlen zu erhalten. Er nennt als Möglichkeit zunächst die klassische Nachfrage am Telefon („Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“). Eine weitere Option ist das Einbinden eines speziellen Angebots in die My-Business-Seite, das exklusiv dort zu finden ist. Sollte sich ein Anrufer dann auf das Angebot beziehen, ist die Quelle klar.

Aus Conversion wird Umsatz

Eine andere einfache Methode, um marketingfernen Personen die Früchte der Arbeit zu präsentieren, ist die grobe Schätzung des Umsatzes, der auf SEO-Maßnahmen zurückzuführen ist. Die Formel, die Hawkins dazu nutzt, basiert auf dem durchschnittlichen Customer Lifetime Value und der durchschnittlichen Abschlussrate des Unternehmens für Leads von Online-Maßnahmen. Zusammen mit der Anzahl der Conversions, die aus Analytics hervorgehen, ergibt sich folgende Rechnung:

CLV x Abschlussrate (in Prozent) x Conversions = geschätzter Umsatz für das Unternehmen, den du erwirtschaftet hast

Das rechnet Hawkins wiederum auf den einzelnen Dollar herunter, der ihr bezahlt wird, und kreiert ansprechende Visualisierungen wie diese hier:

Grafik für den geschätzten Umsatz. (Grafik: Joy Hawkins – MOZ)

Das ist zugegebenermaßen nicht sehr genau, gibt dem Kunden aber dennoch eine Idee, was die Local-SEO-Bemühungen überhaupt für ihr eigenes Geschäft bedeuten.

Erfolge abseits des Top-10-Rankings

Einen weiteren Punkt, den viele SEOs laut Hawkins nicht als Chance wahrnehmen, sind die Daten aus der Google-Search-Console zu der Anzahl an Suchanfragen, die Impressionen auslösen. Es muss nicht immer eine Platzierung auf der ersten Seite sein. Allein die Zunahme der besagten Impressionen zeigt einen Trend, der eine greifbare und positive Information für andere bietet.

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Gehalt, Lob, Stresslevel: Was wirklich für Zufriedenheit im Job sorgt

Spiegel Karriere
88 Prozent der Deutschen sind mit ihrem Job zufrieden, die hiesige Wirtschaft schneidet damit in Europa überdurchschnittlich gut ab. Doch welche Faktoren machen uns eigentlich glücklich?
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Gamescom: Rundfunklizenzen für Streamer: "Medien sind keine Schraubenfabrik"

Heise Top-News
Rundfunklizenzen für Streamer: "Medien sind keine Schraubenfabrik"

Der Frage der Rundfunklizenzen sorgt für Beunruhigung bei YouTube- und Twitch-Streamern. Auch der Chef der Landesmedienanstalt NRW würde gerne die Vorschriften lockern, sieht aber seine Hände gebunden. Die Politik zeigt sich willig, ist aber langsam.

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Automatisierte Sneaker-Fabrik: Adidas startet Serienfertigung eines Schuhs aus dem 3D-Drucker

t3n

Schon in diesem Jahr will Adidas die ersten 5.000 Serienmodelle eines Schuhs aus dem 3D-Drucker liefern – gefertigt mit Licht, Sauerstoff und Kunstharz.

Die große Sportmarke Adidas rüstet sich schon seit einer Weile für die Zukunft und experimentiert unter anderem mit neuen Produktionsmethoden. Die Wirtschaftswoche berichtet, dass Adidas in seiner sogenannten Speedfactory im fränkischen Ansbach jetzt die Serienproduktion gestartet hat. Die Schuhe, die dort produziert werden, entstammen zum Teil 3D-Druckern. Das innovativste soll aber ein völlig neues Verfahren sein, dass zusammen mit dem Silicon-Valley-Startup Carbon entwickelt wurde: Aus Licht und Sauerstoff soll in Ansbach der Werkstoff der Zukunft entstehen – zumindest für die Schuhbranche.

Adidas Speedfactory und das neue Produktionsverfahren „Digital Light Synthesis“

Rund 360 Millionen Schuhe produziert Adidas laut der Wirtschaftswoche, rund 500.000 davon will Adidas zukünftig in seiner sogenannten Speedfactory in Ansbach von seinem Auftragshersteller Oechsler Motion produzieren lassen. Oechsler hat die derzeit einzige Speedfactory mit der „Digital-Light-Synthesis“-Technologie von Carbon in der Produktionsstraße gebaut und betreibt diese auch. Eine weitere ist in den USA im Bau.

Digital-Light-Synthesis, das neue Produktionsverfahren bei Adidas im Einsatz. (Screenshot: Adidas / Youtube)

Adidas' Planung für den Schuh der Zukunft ist noch auf einen mittelfristigen Zeitraum ausgelegt, was immer das heißen mag – aber der erste große Meilenstein soll laut Sneakernews schon 2018 erreicht werden, mit der Produktion von 100.000 Schuhen.

Adidas setzt auf eine Kombination aus Produktionsverfahren: Neben dem 3D-Druck, der für die Sohlen zum Einsatz kommen soll, ist ein Verfahren namens „Digital Light Synthesis“, anscheinend namentlich angelehnt an die Photosynthese. Dabei wird eine digitale Lichtprojektion mit sauerstoffdurchlässigen Linsen und programmierbaren, flüssigen Werkstoffen aus Harz kombiniert, um den Schuhrohling herzustellen.

Der Schuh: Futurecraft 4D

Die Rohlinge werden dann im Laserschnitt weiterverarbeitet und von Hand zusammengenäht. Rund 160 Mitarbeiter sollen unter anderem zusammen mit Robotern des deutschen Herstellers Kuka trotz der hohen Automatisierung noch zum Einsatz kommen.

Die Fabrik: Speedfactory in Ansbach

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Vorabserie im Dezember 2016 für 333 US-Dollar vermarktet

Die ersten 500 Vorgänger-Modelle, die in dieser Fabrik hergestellt wurden, sozusagen noch im Beta-Betrieb, wurden über eine Marketingaktion mit einer Adidas-App für 333 US-Dollar vermarktet. Im April sollen die ersten Modelle des neuen Futurecraft-Modells intern an Freunde und Familien ausgegeben worden sein. Die vollständige Kollektion wird im Herbst/Winter diesen Jahres erwartet.

Adidas Futurecraft 4D: Vertrieb beginnt mit 5.000 Paar Schuhen im Dezember 2017

Spätestens im Dezember sollen mehr als 5.000 Paar Schuhe des Modells „Adidas Futurecraft 4D“ offiziell in den Handel gelangen, wie ein Adidas-Sprecher gegenüber Sneakernews bestätigt haben soll. Ein Preis ist noch nicht bekanntgegeben worden.

Damit ist Adidas auf einem guten Weg als Hersteller und Marke. Die gesichtslose Massenfertigung von Einheitsprodukten in Asien, die heutzutage den Standard in der Schuhherstellung darstellt, ist für die Kunden der Zukunft nicht mehr attraktiv. Individualisierte Schuhe, sowohl optisch als auch technisch bezüglich der Laufleistung und orthopädischen Konstruktion der Fußstützen und des Fußbettes, werden sich zu einem wertvollen Alleinstellungsmerkmal entwickeln. Die Kombination aus verschiedenen modernen Produktionsverfahren soll dabei Adidas zu schnellen Produktzyklen verhelfen. Statt der branchenüblichen 12 bis 18 Monate könnten neue Modelle quasi im Wochentakt vom Band fallen.

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Amazon kurios: Die verrücktesten Produkte und witzigsten Rezensionen

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So witzig kann E-Commerce sein: Wir haben für euch die lustigsten Rezensionen und verrücktesten Produkte auf Amazon herausgesucht.

Amazon kurios: Elefantenkacke in der Box

Ein witziges Produkt und eine noch lustigere Amazon-Rezension. (Screenshot: amazon.de)

Mit diesem Produkt ist der Beweis wohl erbracht: Bei Amazon gibt es wirklich jeden Scheiß! Naja, zumindest fast jeden. Zur Auswahl stehen immerhin Elefanten-, Nashorn- und Rentierdünger. Im Grunde also das perfekte Geschenk für diejenigen, die schon alles haben. Der tierische Dünger enthält praktischerweise sogar unterschiedliche Pflanzensamen. Nicht schlecht, allerdings solltet ihr es vermutlich nicht wie der Verfasser dieser – hoffentlich nicht ernst gemeinten – Amazon-Rezension machen:

„Wir haben alle drei Pakete ausprobiert und Nashorn schmeckt definitiv am besten! Lasst die Finger weg vom Elefanten, hat irgendwie nen faden Nachgeschmack. Außerdem war der Elefant von der Handhabung eher unbrauchbar, da zu dünn! Rentier passt am besten zu einem Glas Weißwein und mit einem schönen Stück Käse. Würde ich auf jeden Fall wieder kaufen.“

Das witzige Amazon-Angebot findet ihr hier.

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Amazon kurios: Eine laufende Waschmaschine – als DVD

Verrücktes Amazon-Produkt: Diese DVD bringt eine Waschmaschine in euer Wohnzimmer. (Screenshot: amazon.de)

DVDs von Kaminfeuern oder Aquarien haben längst Einzug in die Filmregale der Republik und die Foyers einer gewissen Low-Budget-Hotelkette gefunden. Eine interessante Abwechslung für alle, die gerne ein wenig Bewegung auf dem Fernseher haben, von komplexen Handlungen jedoch nicht viel halten, gibt es die DVD „Waschmaschinen-Impressionen“. Hier kann der geneigte Fan des Schleudergangs dabei zuschauen, wie eine Waschmaschine – naja, Wäsche wäscht. Sollte euch die Idee auf Anhieb nicht begeistern, solltet ihr einen Blick auf diese Kundenrezension auf Amazon werfen:

„Ein ergreifendes, zu Tränen rührendes und unfassbar spannendes Sozialepos: Dem Hauptdarsteller ist seine Rolle wie auf den Leib geschnitten - ein ganzer Kerl, rund und gut und stabil gebaut wie aus Edelstahl, fast unverletzlich und unangreifbar wirkend. Er funktioniert jahrein, jahraus, seine Pflicht klaglos erfüllend, seine Aufgabe nicht hinterfragend. Er ist rastlos, ruhelos, steht gleichsam auf Knopfdruck parat, seine eintönige und schwere Arbeit immer wieder aufs Neue zu erledigen - bei 30, 40, manchmal gar 95 Grad. Zwei gute Freunde stehen ihm dabei zur Seite: Der eine ist für ihn wie ein Antriebsmotor, der ihm Energie und immer wieder neuen Schub verleiht, wenn seine Verzweiflung ihm über den Kopf zu wachsen droht - der andere: klein, unscheinbar, wie ein Ventil, welches ihm verlässlich und wie selbstverständlich immer wieder frisches Wasser zukommen lässt, mit dem er die Last seiner schweren Gedanken teilen und über ihn ablaufen lassen kann. Ansonsten ist er allein und einsam. Viele flüchtige Bekannte aus der Modebranche begegnen ihm, manche auch häufiger, aber sie nutzen stets nur wortlos seine Dienste und haben kein Interesse an ihm selbst. Dennoch ahnt er, dass es irgendwo etwas Größeres geben muss – ein Wesen, welches ihn steuert und welchem er wichtig ist und welches ihn vielleicht sogar liebt ... Wird er dieses Wesen jemals kennenlernen und wird er dessen Liebe erwidern können? Wird er sein Glück finden können? Es ist diese entscheidende aller Menschheitsfragen, die diesen Film beflügelt, ihn unermesslich spannend macht und den Zuschauer bis zum Ende fesselt. Ein Monument der zeit- und sozialkritischen Filmgeschichte – und keineswegs die Seifenoper, die mancher vielleicht befürchtet hätte.“

Das kuriose Amazon-Angebot findet ihr hier.

Amazon kurios: JL421 Badonkadonk Land Cruiser/Tank

Amazon kurios: JL421 Badonkadonk Land Cruiser/Tank. (Screenshot: Amazon)Amazon kurios: JL421 Badonkadonk Land Cruiser/Tank. (Screenshot: Amazon)

Es gibt ja Menschen, die ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis haben. Für diese Zielgruppe wurde der JL421 Badonkadonk Land Cruiser/Tank hergestellt. Vollständig gepanzert und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 64 km/h gilt der kleine Panzer-Flitzer als der perfekte fahrbare Untersatz im Stadtverkehr. Sollte also kurzfristig der Bürgerkrieg inklusive Häuserkampf ausbrechen, könnt ihr euch – im Gegensatz zu den anderen unvorbereiteten Trotteln – beruhigt in Sicherheit wiegen. Die knapp 20.000 US-Dollar (umgerechnet rund 14.500 Euro) könnten nicht besser ausgegeben werden?

„Terry the unhinged“ meint (übersetzt):

„Vergesst die Waffenausstattung, die hohen Gas-Abgaben und Versicherungsraten – ihr Jungs vergesst einen wichtigen Punkt: Dieser Panzer ist dazu bestimmt, der Küken-Magnet des 21. Jahrhunderts zu werden!“

Andere finden, dass an der Ausstattung gespart wurde (übersetzt):

„Die Ausstattung ist leider etwas ärmlich. Aufgrund der nervösen Kupplung habe ich mir meinen Schokoladen-Milchshake, der zwischen meinen Knien hing, auf meine weißen Chinos gekippt. WO ZUM TEUFEL SIND DIE BECHERHALTER!“

Das Amazon-kurios-Angebot „JL421 Badonkadonk Land Cruiser/Tank“ findet ihr hier.

Amazon kurios: Thinkgeek Canned Unicorn Meat

Amazon kurios: Thinkgeek Canned Unicorn Meat. (Screenshot: Amazon)Amazon kurios: Thinkgeek Canned Unicorn Meat. (Screenshot: Amazon)

Während man sich in Deutschland über Pferdefleisch im Supermarkt-Regal aufregt, wird auf Amazon kräftig Einhornfleisch verkauft. Für umgerechnet 24,78 Euro gibt es das zerstückelte Fabelwesen in der Dose. Doch bevor Tierschützer und Märchenerzähler gleich auf die Barrikaden gehen – bei genauerer Betrachtung handelt es sich natürlich nur um einen Scherzartikel. Dennoch hat die Community das Produktangebot für rege Diskussionen und Meinungen genutzt.

Da ging es beispielsweise um gesundheitliche Bedenken (übersetzt):

„Esst ja nicht zu viel von diesem Zeug. Ich habe eine Woche lang Regenbögen gebrochen. Das Erbrochene roch übrigens sehr nach Hoffnungen und Träumen.“

Andere appellieren an das Gewissen der potentiellen Interessenten (übersetzt):

„Wer ein Gewissen hat sollte dieses Produkt nicht bestellen. Die Einhörner werden in Massentierhaltung unter entsetzlichen Bedingungen gezüchtet – schlimmer als in der Pegasus-Haltung. Glaubt ja nicht der Propaganda von Lisa Frank und der anderen Industriemagnaten! Kauft lieber ethisch-moralisch und koscher hergestelltes Drachenfleisch.“

Das Amazon-kurios-Angebot „Thinkgeek Canned Unicorn Meat“ findet ihr hier.

Amazon kurios: Lebensgroßer T-Rex in Angriffshaltung Gartendeko

Amazon kurios: Lebensgroßer T-Rex in Angriffshaltung Gartendeko. (Screenshot: Amazon)Amazon kurios: Lebensgroßer T-Rex in Angriffshaltung Gartendeko. (Screenshot: Amazon)

Gartenzwerge sind Mainstream – schon mal überlegt, ob sich ein lebensgroßer T-Rex in Angriffshaltung im Garten nicht besser macht? Auf Amazon gab es bis vor kurzem noch ein Angebot, das diesen Wunsch erfüllt hätte – aktuell ist das Produkt jedoch nicht mehr erhältlich. Leider. Übrigens, vermutlich cooler Nebeneffekt: Nachbars Lumpi dürfte sich früh morgens beim Geschäftabwickeln auf dem eigenen Rasen sicher fast zu Tode erschrecken – und seine Sitzung demnächst woanders halten.

Die Nutzer haben übrigens über 100 Rezensionen hinterlassen. Darunter:

„Zugegeben, ein Schnäppchen ist mein neues Baby nicht gerade, aber das ist der Oldtimer, den sich mein angeberischer Zahnarzt zugelegt hat, auch nicht. So ist das halt mit exklusiven Hobbys. Die Anlieferung durch die Heidelberger Altstadtgassen gestaltete sich schwierig, zum Glück war das das Problem von DHL, ich habe wirklich nur die Versandpauschale von 5,90 bezahlt. Etwas Leid tut mir nur der Steuerzahler, der wohl letztendlich dafür aufkommen muss, dass die Polizei Teile der Altstadt absperren musste, damit der Spezialkran agieren konnte.“

oder:

„Zuerst war ich sehr von meinem T-Rex angetan. Mit vier Meter Schulterhöhe und 13 Meter Länge ist er ein echter Blickfang auf jeder Streuobstwiese. Leider war er am nächsten Morgen schon nicht mehr da: bei nur 29kg Gewicht (inkl. Verpackung!) ist er wahrscheinlich bei der ersten Briese weggeflogen. Ich hätte eine Postkarte an ihm befestigen sollen, vielleicht würde ein Finder mir meinen T-Rex dann wieder zuschicken. Aber für so einen kurzen Spaß waren mir 24.771 Euro dann doch zu teuer. (So dicke hab ich's ja auch nicht.) Daher nur einen Stern.“

Das Amazon-kurios-Angebot „Lebensgroßer T-Rex in Angriffshaltung Gartendeko“ findet ihr hier.

Amazon kurios: Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer, mit Schatulle

Amazon kurios: Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer. (Screenshot: Amazon)Amazon kurios: Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer. (Screenshot: Amazon)

Hier sagt ein Bild einfach mehr als ein Absatz voller Worte. Und es ist kein Fake – tatsächlich verkauft die Firma Wenger das Schweizer Offiziersmesser genau so, wie es oben abgebildet ist. Humorvolle Rezensenten finden das Produkt so amüsant, dass sie in den Kommentaren ausschweifende fiktive Erfahrungsberichte samt erfundener Features hinterlassen:

„Ich besitze dieses Stück seit etwa einem Jahr und habe es seitdem täglich bei mir. Bei der Bestellung sollte man allerdings darauf achten, dass man mit der Schwerlast-Spedition ausmacht, wohin sie es liefern. Bei mir haben sie es einfach in den Garten gestellt, Gartenhäuschen und Zaun waren gleich ruiniert.“

Es gibt allerdings auch Kunden, die schwer enttäuscht sind:

„Alles, was die Arbeit im Haushalt beziehungsweise im Leben erleichtern könnte, fehlt oder ist nur mangelhaft vorhanden. Weder ist ein elektrischer Fleischwolf integriert, noch funktioniert die Waschmaschine zufriedenstellend – enormer Wasserverbrauch, im Leben nicht die angegebene Effizienzklasse A. Zum Auffinden der Automatic-Drive-Staubsaugfunktion habe ich Tage gebraucht und jetzt übersieht das doofe Vieh auch noch zahlreiche zu säubernde Ecken. Der begehbare Kleiderschrank ist viel zu klein, und die doch eigentlich täglich benötigte Frisierkommode sowie Föhn, Glätteisen und/oder Lockenstab fehlen gänzlich. Was soll das?“

Das Amazon-kurios-Angebot „Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer, mit Schatulle“ findet ihr hier.

Amazon kurios: Braun Kombi 51S / 8000

Amazon kurios: Braun Kombi 51S / 8000. (Screenshot: Amazon)Amazon kurios: Braun Kombi 51S / 8000. (Screenshot: Amazon)

Rasierset-Schnäppchen: Das Braun Kombi 51S / 8000 Paket, Rasierklingen und Scherköpfe im Set, gab es bei Amazon vorübergehend zum Schnäppchenbetrag von 4.210.201.380.269 Euro. Wer da nicht zugeschlagen hat, ist selbst Schuld. Schließlich rasiert das Gerät laut Rezensionen super: Sehr stabil, funktioniert vollautomatisch und hinterlässt keine Spuren auf der Haut. Außerdem habe der Hersteller versichert, die Klingen würden aus „den Resten des Ringes an den Hängen des Schicksalsberges in Mordor geschmiedet“, wie ein Kunde zu berichten weiß.

Gerade im Vergleich zu den Ersatzklingen eines John-Deere-T670-Mähdreschers ist das vorliegende Angebot doch der Preisbrecher schlechthin! Auch wenn man gerade gestern erst das Glas Bohnen für 1.200.323,45 Euro erstanden hat – am Angebot des Braun Kombi 51S / 8000 geht nichts vorbei. Das zieht sogar am Profisport nicht spurlos vorüber, wie ein Rezensent anmerkt:

„Huub Stevens hat bereits versucht, die Veltins-Arena und die diversen Fleischzerteilungsbetriebe von Clemens Tönnies zu veräußern, um mit dem Erlös 11 dieser extravaganten aber vor allem effizienten Klingen zu erwerben. Er hat gehört, damit rasiert man sogar Dortmund.“

Das Amazon-kurios-Angebot „Braun Kombi 51S / 8000“ findet ihr hier. Inzwischen wieder zum korrekten Preis!

Amazon kurios: 500.000 Euro Schreddergeld als Barren

Amazon kurios: 500.000 Euro Schreddergeld als Barren. (Screenshot: Amazon)Amazon kurios: 500.000 Euro Schreddergeld als Barren. (Screenshot: Amazon)

Die Bundesbank zieht jedes Jahr beschmutzte oder beschädigte Banknoten aus dem Verkehr und zerstört sie. Findige Verkäufer haben daraus ein Geschäft gemacht und verkaufen die geschredderten Noten als Puzzle. Insgesamt 500.000 zerstückelte Euro sollen in den Barren gepresst worden sein, die auf Amazon für 22,70 Euro angeboten werden. Winkt da das schnelle Geld?

Auf jeden Fall dauert es, alles zusammenzusetzen, wie der ein oder andere Nutzer feststellt:

„Ich besitze dieses Puzzle seid nun mehr als 10 Jahren. Bisher ist es mir nicht gelungen es zu komplettieren und die 500.000 Euro Preisgeld abzusahnen, aber ich werde es irgendwann schaffen.“

Doch Vorsicht, nicht dass ihr eine Mogelpackung erwischt:

„Nach 4 Jahren puzzeln bin ich endlich fertig und zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass es nur 489.000 Euro sind – und ich mich nun verarscht fühle.“

Das Amazon-kurios-Angebot „500.000 Euro Schreddergeld als Barren“ findet ihr hier.

Amazon kurios: Tauchfahrt zur Titanic

Amazon kurios: Tauchfahrt zur Titanic. (Screenshot: Amazon)Amazon kurios: Tauchfahrt zur Titanic. (Screenshot: Amazon)

Wer für den Partner noch kein Weihnachtsgeschenk hat, findet das folgende Angebot sicher interessant. Eine Tauchfahrt zur Titanic für nur 50.000 Euro könnte doch das Richtige sein, oder? Das Angebot ist echt, wenn auch bereits abgelaufen. Es gehört zur Angebotspalette der vielen wahrscheinlich aus McDonalds-Gutscheinen bekannten Jochen Schweizer GmbH.

Aber mancher Kunde war so gar nicht begeistert. Zum Beispiel:

„Der Service im U-Boot ließ sehr zu wünschen übrig. Für diesen Preis erwarte ich im U-Boot sicher nicht ganz zu unrecht ein ordentliches Frühstücksbüffet. Aber denkste! Wurst, Käse, Butter und Baguette waren zwar vorhanden, aber das Baguette war erkennbar von gestern. Die Eier waren völlig zerkocht, Räucherlachs und Prosecco fehlten völlig! Den lahmen Hinweis des Kapitäns, aufgrund der Druckverhältnisse im Boot wäre die Prosecco-Flasche geplatzt, kann nur als billige Ausrede gewertet werden. Sollen sie sich halt was einfallen lassen! Und dann ist auch noch Selbstbedienung! Ich kann nur abraten.“

Geradezu hereingelegt fühlte sich dieser Kunde:

„Darauf hatte ich mich als langjähriger Abonnent schon seit Jahren gefreut: einmal die TITANIC mit eigenen Augen zu bestaunen. Die Redaktionsräume in der Frankfurter Sophienstraße liegen zwar nicht direkt am Main, aber ich konnte mir gut vorstellen, über den Mühlgraben bis zum Freibad Brentano zu schippern und mit dem Tauchboot dann irgendwie durch die Kanalisation die letzten 3 km zurückzulegen. Nach unserem Auftauchen sollten Leo Fischer oder vielleicht Herr Sonneborn persönlich die Verschraubungen lösen und uns gebührend begrüßen. Aber es kam alles ganz anders.“

Das Amazon-kurios-Angebot „Tauchfahrt zur Titanic“ findet ihr hier.

Amazon kurios: Lynx Suborbital Flug

Amazon kurios: Lynx Suborbital-Flug. (Screenshot: Amazon)Amazon kurios: Lynx Suborbital-Flug. (Screenshot: Amazon)

Ähnlich abenteuerlich, aber auch real, ist die Reise ins Weltall per Lynx-Suborbital-Flug. Für alltagstaugliche 95.000 Euro werden die Flüge von Sportscheck-Event+Reisen über Amazon verkauft. Das ist doch mal ein nettes Mitbringsel – nicht nur in der Weihnachtszeit! Allerdings ist mancher dann doch enttäuscht:

„Eines vorweg erstmal: man musste selber hinkommen d.h. für mich 250 km Laufen, also bin ich 20 min vor dem Flug losgelaufen. Als ich ankam, fiel mir auf, dass das Flugzeug sehr viele Beulen hatte und rostig war. Außerdem mussten alle Fahrgäste 20 Euro Benzingeld mitbringen, womit der Pilot dann an der Aral tankte. Als es endlich losging, hat es ganz schön geruckelt. Das kam wahrscheinlich daher, dass der Pilot Bäcker ist und er sehr stark alkoholisiert war. Alles in allem ein schöner Flug abgesehen von der Bruchlandung neben dem Flugplatz.“

Andere Kunden haben sogar nützliche Ratschläge für den Veranstalter parat:

„Leider musste ich feststellen, dass es keine gebrauchten Flüge gibt. Man könnte doch die Möglichkeit bekommen zuzusteigen falls ein anderer Kunde wegen Übelkeit verzichten muss. Haltestationen in 5-, 10- und 15.000 Metern wären von Vorteil.“

Das Amazon-kurios-Angebot „Lynx Suborbital Flug“ findet ihr hier.

Amazon kurios: CNC-Fräsmaschine OPTI F100 TC CNC

Amazon kurios: CNC-Fräsmaschine OPTI F100 TC CNC. (Screenshot: Amazon)Amazon kurios: CNC-Fräsmaschine OPTI F100 TC CNC. (Screenshot: Amazon)

Für den etwas bodenständigeren Typ (vielleicht zur Erweiterung des Heimwerkerkellers) eignet sich die CNC-Fräsmaschine OPTI F100 TC CNC für damalige 53.000 Euro. Ein Kommentar bei Amazon zu dem Produkt lautet:

„Ein Freund von mir arbeitet bei Audi, von dem habe ich mir den Bauplan eines Audi A8 besorgt. Mit diesem gewappnet habe ich nun bereits die Alu-Karosserie zur Hälfte fertig. Die gefrästen Sitze werden zwar etwas hart werden, aber zumindest glänzen Sie dann schön.“

Und wie man erfährt, leistet sie auch und gerade in der Vorweihnachtszeit gute Dienste:

„Ich habe die CNC letzte Woche geliefert bekommen und heute meine ersten Weihnachtsplätzchen ausgefräst. Das Resultat ist bestechend. Auch die Kleinen haben viel Freude daran. Erste Kunstwerke sind nach wenigen Minuten Training kein Problem mehr.“

Das Amazon-kurios-Angebot „CNC-Fräsmaschine OPTI F100 TC CNC“ findet ihr hier.

Amazon-kurios: BACON shaped themed Adhesive Bandages

Amazon-kurios: BACON shaped themed Adhesive Bandages. (Screenshot: Amazon)Amazon-kurios: BACON shaped themed Adhesive Bandages. (Screenshot: Amazon)

Wer sagt eigentlich, dass Pflaster immer hautfarbend sein müssen? Ihr erinnert euch an die witzigen Kinderpflaster, die mit Enten oder Schmetterlinge bedruckt sind? So etwas in der Art will man jetzt auch für passionierte Fleischesser und großgewordene Nerds anbieten. Darf ich vorstellen: das Bacon-Pflaster. Ab einer Bestellmenge von 35 Stück kommt die Lieferung sogar frei Haus! Wer jetzt allerdings glaubt, dass sie heilende Wirkungen haben, der irrt. Die Pflaster können auch nach hinten losgehen (übersetzt):

„Die Bacon-Pflaster sind so realistisch, dass sie neue Verletzungen hervorrufen. Ich habe mir das Pflaster über den Daumen geklebt und wurde binnen zwei Stunden von vier Personen gebissen. Daraufhin musste ich mir weitere Pflaster aufkleben, die wiederum Bisse verursacht haben. Die Anzahl der Bisse stieg exponentiell an, bis ich vor Blutverlust fast gestorben wäre.“

Andere bemängeln (übersetzt):

„Da die Pflaster sogar nach Bacon riechen, wurde ich den ganzen Tag von Hunden verfolgt. DAS IST NICHT WITZIG!“

Das Amazon-kurios-Angebot „BACON shaped themed Adhesive Bandages“ findet ihr hier.

Kennt Ihr weitere kuriose Amazon-Angebote? Dann nichts wie ab damit in die Kommentare! Wir freuen uns auf eure Lieblingsprodukte ...

Dieser Artikel ist eine Überarbeitung eines Artikels aus dem Jahr 2011. Autor des Originalartikels ist Marcel Seer.

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Sehen alle gleich aus (16)

BildBlog

Bereits nach dem ersten Spieltag in der Fußball-Bundesliga, der am zurückliegenden Wochenende stattfand, gibt es den ersten richtig dicken Skandal: Der FC Bayern München stand am Freitagabend in der Partie gegen Bayer 04 Leverkusen zeitweise mit zwölf Spielern auf dem Platz. Jedenfalls behaupten das indirekt „Bild am Sonntag“ und Bild.de, was schon mal ein erstes Indiz dafür ist, dass es sich eher um ausgemachten Unsinn handelt — und nicht um einen Wechselfehler der Münchner.

Es geht um diese Fotozeile, die in „BamS“ und bei Bild.de erschienen ist:

Ausriss Bild am Sonntag - Bildunterschrift - Alle Hände voll zu tun: Torhüter Sven Ulreich vereitelte zahlreiche Leverkusener Chancen wie diese. Alaba, Rafinha und Hummels (v. l.) schauen gebannt zu

Screenshot Bild.de - Bildunterschrift - Alle Hände voll zu tun: Torhüter Sven Ulreich vereitelte zahlreiche Leverkusener Chancen wie diese. Alaba, Rafinha und Hummels (v. l.) schauen gebannt zu

Das Besondere dabei: In der 62. Spielminute wechselte Bayerns Trainer Carlo Ancelotti Rafinha für Mats Hummels ein. Die beiden Spieler konnten also nicht gleichzeitig auf dem Platz stehen — außer Hummels hätte sich wieder aufs Feld geschlichen.

Nun müssen wir aber alle Leverkusen-Fans enttäuschen, die schon hoffen, ihr Verein könnte die 1:3-Niederlage noch durch eine Beschwerde in einen Sieg ummünzen.

Schaut man sich das zur Bildunterschrift veröffentlichte Foto etwas genauer als die Mitarbeiter der „Bild“-Medien an, sieht man, dass der Bayern-Feldspieler zwischen David Alaba und Mats Hummels nicht der Brasilianer Rafinha ist, sondern der Franzose Franck Ribéry — relativ einfach zu erkennen an der Nummer 7 auf seiner Hose:

Screenshot Bild.de - Foto, das Franck Ribéry zwischen David Alaba und Mats Hummels zeigt

Mit Dank an David L. für den Hinweis!

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Kolumne „Mein Urteil“: Darf ich meinen Arbeitgeber anzeigen?

FAZ Beruf & Chance
Laut BAG müssen Arbeitnehmer loyal und diskret sein.

Auch Chefs verhalten sich manchmal nicht gesetzestreu. Aber darf man sie deshalb gleich anzeigen? Nicht immer!

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Online-Marketers entdecken die analoge Welt: Auf Schritt und Tritt

t3n

Durch Bluetooth, WLAN und Augmented-Reality wandert das digitale Marketing immer mehr in den öffentlichen Raum. Doch welche Möglichkeiten bieten sich für stationäre Händler konkret? Ein Überblick.

Hier ein Klick, dort ein Sichtkontakt, am Ende der Kauf: Die Customer Journey zu kennen, ist im Marketing ein wichtiger Erfolgsfaktor. Damit wird die „Reise“ eines Kunden bezeichnet, die er vom ersten Werbemittelkontakt bis zum tatsächlichen Erwerb eines Produktes zurücklegt. Auf dieser Reise hat er verschiedene Kontaktpunkte zu einer Marke oder einem Anbieter, beispielsweise durch das Ansurfen einer Website oder die Einblendung von Werbeanzeigen.

Den einzelnen „Touchpoints“ Wertbeiträge am Kampagnenerfolg zuzumessen, gilt als die hohe Kunst im Marketing. Denn erst durch eine exakte Attribution lassen sich die Werbebudgets exakt aussteuern. In den digitalen Kanälen funktioniert dies recht gut. Der Zusammenhang zwischen einer online gesehenen Werbung und einem im stationären Laden an der Ecke gekauften Produkt war hingegen lange Zeit ein Mysterium. Nun machen sich Unternehmen daran, diese Kluft zu überwinden. Das Smartphone, das immer dabei ist, macht es möglich. Mit seiner Hilfe lässt sich unter anderem nachvollziehen, wie Nutzer auf digitale Angebote offline reagieren.

Digitaler Prospekt in der App, realer Käufer vor Ort

Seit kurzem bietet zum Beispiel die Offerista Group dem Einzelhandel einen so genannten Frequenzbeweis an. Das Unternehmen ist auf Location-based Services spezialisiert und betreibt die Shopping-Guides Barcoo und Marktjagd. Es ermittelt, wie viele Nutzer das Blättern im Online-Prospekt in der App oder auf der mobilen Website zum Besuch einer Filiale animiert hat. Auch die Verweildauer vor Ort lässt sich erfassen. Das Prinzip ist einfach: Über GPS-Koordinaten werden Radien um die Filialen der Händler festgelegt, so genannte Geofences. Hardware oder sonstige Ressourcen benötigt der Händler nicht. Jeder Marktjagd- und Barcoo-Nutzer erhält eine datenschutzkonforme ID. Mit Hilfe dieser virtuellen ID ist es nachvollziehbar, ob der User nach dem Blättern im Prospekt einen der Geofences um die Filialen herum betritt und wie lange er sich dort aufhält. Voraussetzung ist, dass der Interessent seinen Standort am Smartphone freigibt. Der wiederum bekommt dafür beispielsweise einen Gutschein für das entsprechende Geschäft.

Anhand von Nutzer-IDs und Geofences können Werber sehen, ob das Anschauen des Prospekts zum Ladenbesuch animiert hat. (Foto: Mocup)

Bei Tests mit Kunden aus unterschiedlichen Branchen zeigte sich, dass durchschnittlich 39 Prozent der Nutzer innerhalb von 14 Tagen nach der Ansicht eines digitalen Prospekts einen Geofence um eine Filiale des jeweiligen Händlers herum betraten. Dort hielten sie sich durchschnittlich 21 Minuten lang auf. Der überprüfte Radius lässt sich auch enger eingrenzen. Dafür können in den Läden Beacons, kleine Bluetooth-Funksender, zum Einsatz kommen, die eine granulare Analyse der Standortdaten ermöglichen. Noch detailliertere Angaben zum Einkaufsverhalten erhalten die Werber mit flankierenden Befragungen per Push-Mitteilung. So ist etwa auch die Warenkorbhöhe ermittelbar.

Ladenbesuch als Auslöser für digitale Werbung

Während Offerista die Wirkung eines digitalen Prospekts anhand eines Ladenbesuchs nachweist, funktioniert die Verquickung von On- und Offline-Welt auch in umgekehrter Richtung. Ein Ladenbesuch kann also auch ein Auslöser dafür sein, den lokalen Besucher im Anschluss mit passender digitaler Werbung anzusprechen.

Spezialist für eine Offline-Online-Wiederansprache ist Minodes aus Berlin. Erklärtes Ziel des Technologie-Unternehmens ist es, stationäre Händler mit den analytischen Möglichkeiten des E-Commerce auszustatten. Dazu hat Minodes Wlan-Hardware und Beacons in Ladengeschäften verbaut und spezielle SDKs (Software-Development-Kits) in verschiedene Smartphone-Apps integriert.

Das Tracking erfolgt durch die Interaktion der verbauten Hardware mit dem Smartphone und läuft über einen Advertising-Identifier. Eine MAC-Adresse ist nicht nötig, um Geräte zu erfassen. Um die Nutzer-erlaubnis zur Werbeansprache kümmert sich der Betreiber der App, in die das Minodes-SDK integriert ist. Android-Geräte erfassen alle paar Sekunden, welche Wlan-Access-Points sich in der Nähe des Smartphones befinden. Sobald einer der so genannten Probe Requests einen Access Point der Firma erkennt, wird das spezielle SDK aktiv und sendet die Bezeichnung des Zugangspunkts zusammen mit der Advertising-ID verschlüsselt an die Server von Minodes. Auf iOS funktioniert das Verfahren ähnlich, basiert aufgrund technischer Limitierungen jedoch nicht auf Wlan, sondern auf Bluetooth. Um beide Gerätetypen abzudecken, verbauen die Berliner Wlan-Access-Points und iBeacons stets zusammen. Die Granularität des Trackings zeigt Minodes zufolge keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Verfahren. Fürs Wlan spricht, dass bei deutlich mehr Konsumenten die Wlan-Funktion am Smartphone stets aktiv ist. Durch die Wlan-Stärke lässt sich außerdem klar unterscheiden, ob ein Nutzer nur Passant ist oder wirklich einen Laden betritt.

Geräteübergreifend erinnern

Für die Aussteuerung der Kampagnen nutzt Minodes Facebook als Werbeplattform. Der Vorteil: Das soziale Netzwerk kann Werbeanzeigen geräteübergreifend ausspielen. Die möglichen On-Offline-Verquickungen sind vielfältig: Wer beispielsweise nach der Anprobe von Wintermänteln ein Kaufhaus unentschlossen verlässt, kann später auf seinem Desktop-Computer, Smartphone oder Tablet mit digitaler Werbung an diese Mäntel erinnert werden – auch ohne, dass er die Website des Kaufhauses oder des Mantelherstellers jemals angesurft hat. Das zusätzliche Anbieten von Rabatt-Gutscheinen kann weiter dazu beitragen, aus Vor-Ort-Besuchern auch Vor-Ort-Käufer zu machen.

Eine Kampagne für die Touristenattraktion Camden Market in London hat gezeigt, dass eine nachträgliche Online-Ansprache von Vor-Ort-Besuchern wirkt. Dem Betreiber von Camden Market ging es darum, für abendliche Events neben Touristen auch Einheimische zu gewinnen. Dazu ließ er rund um den Markt 150 Sensoren anbringen, die Advertising-Identifier von Besuchern sammeln und Besucherströme messen. Im Nachhinein wurde an die gesammelten Identifier über Facebook Cross-Device-Werbung ausgespielt. Um einen Benchmark zu erhalten, zeigte Minodes diese Anzeigen nur 90 Prozent der gesammelten IDs an. Das Ergebnis: Die Click-Through-Rate (CTR) der Kampagne war 32 Prozent höher als der Durchschnitt für Facebook-Anzeigen von Camden Market. Das kontinuierliche Vor-Ort-Tracking zeigte, dass die Nutzer, die eine Werbung für die Events gesehen hatten, mit einer zu 75 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit die Veranstaltungen besuchten.

Minodes nutzt komplexe Systeme aus Wifi-Access-Points und Beacons, um Kunden nach dem Stöbern geräteübergreifend an den Kauf zu erinnern. (Grafik: Minodes)

Augmented-Reality-Effekte im öffentlichen Raum

Diese Verquickung von digitaler und realer Marketing-Welt dürfte künftig noch inniger werden. Besonders gut kommen bei Nutzern Kreationen an, mit denen sie interagieren können und die Wow-Effekte auslösen. Die Traditionsmarke Tempo zeigte beispielsweise im vergangenen Sommer mit einer Augmented-Reality-Inszenierung in einem Einkaufszentrum, wie reale und virtuelle Welt verschmelzen. Wer in den „Magicmirror“ hineinsah, erlebte im eigenen Spiegelbild einen Wasserfall, einen wasserspritzenden Wal und einen Yeti, der in eine Pfütze sprang – so real, dass die Umstehenden vor vermeintlichen Wassertropfen auswichen. Tempo warb auf diese Weise für seine Erfrischungstücher.

Das Startup Sensape erregt die Aufmerksamkeit von Passanten, indem es ihr Spiegelbild durch Verknüpfung von Augmented Reality mit künstlicher Wahrnehmung mit Sprechblasen und witzigen Accessoires anreichert. (Foto: Sensape) Das Startup Sensape geht noch einen Schritt weiter und kombiniert Augmented Reality mit künstlicher Wahrnehmung. Das Unternehmen hat ein Digital-Signage-System entwickelt, das Alter, Geschlecht und Emotionen der Betrachter und auch Objekte erkennt und mit Hilfe von AR-Elementen zum Interagieren einlädt – beispielsweise, indem auf den Displays Sprechblasen über den Köpfen der Passanten erscheinen oder ihrem virtuellen Spiegelbild eine Brille oder ein Astronautenhelm verpasst werden. Durch die intelligente Software sind die Screens auch in der Lage, Produkte zielgerichtet nach Alter und Geschlecht zu bewerben, passende Rezeptvorschläge zu unterbreiten oder Coupons auszudrucken. Das Targeting und die Analyse, die sich durch diese Erkennungsdaten auftun, können Marketers sonst nur in der Online-Werbung betreiben.

Verquickung auch auf Prozessebene

Doch digitales Marketing und analoge Welt verschmelzen nicht nur im Bereich der Kundenansprache. Auch auf Prozessebene wird die Verquickung intensiver. Das zeigt ein Blick nach Hamburg. So hat sich der Vermarkter G+J EMS bei Werbeplatzierungen in Zeitschriften vom digitalen Werbetrend „Programmatic Advertising“ inspirieren lassen. Unter „Programmatic“ versteht man im Online-Marketing die automatisierte Auslieferung von Werbung über Technologieplattformen. G+J EMS macht sich diese Technologie zunutze und lässt die Printanzeigen automatisiert über eine digitale Einkaufsplattform in den verschiedenen Zeitschriften setzen. In einer ersten Pilotphase Anfang vergangenen Jahres haben sich zwei Anforderungen an „Programmatic Print“ herauskristallisiert: Zum einen wünschen sich Media-Agenturen printeffiziente Einkaufsprozesse mit Schnittstellen zwischen Agentur- und Vermarktersystemen und zum anderen die datenbankgestützte Auswahl spezifischer Themenumfelder.

Als erster Kunde buchte im Herbst 2016 Engelhard Arzneimittel eine programmatische Print-Kampagne bei G+J EMS. Der programmatische Einkaufsprozess ermöglicht die kurzfristige Belegung von Pharma-Umfelden und ein automatisiertes Ausspielen von Anzeigen in den dahinterstehenden G+J-Titel, wie etwa Eltern, Brigitte und Stern. Im Digitalen hatte das Pharmaunternehmen bereits sehr gute Erfahrungen mit programmatischen Kampagnen gemacht. Nun möchte man diesen Weg auch bei den Printanzeigen gehen und lotet mit dem Pilot-Case die Möglichkeiten aus.

Auch klassische Außenwerbung erschließt sich immer mehr Möglichkeiten der Online-Werbung. Das zeigte der Außenwerber Ströer zusammen mit der Agentur Vivaki im Sommer 2016 mit einer programmatischen Out-of-Home-Maßnahme, die Teil einer Werbekampagne für eine App war. Die Out-Of-Home-Displays zeigten morgens, mittags und abends automatisiert verschiedene Werbespots an, die das aktuelle Wetter in Hamburg aufgriffen. Dahinter steckt die Strategie einer emotionalen Ebene mit aktuellem Bezug. Davon erhoffen sich Werber generell eine höhere Aufmerksamkeit beim Betrachter.

Individualisierte TV-Werbung

Auch die klassische TV-Werbung steht vor einem Umbruch. Hier geht die Entwicklung ebenfalls in Richtung programmatischer Buchungen und Aussteuerungen. Schon heute ist es möglich, auf Smart-TVs Werbung in linearen Fernsehprogrammen über Adserver-Technologien auszuliefern. Das Fernsehsignal läuft dabei klassisch über Satellit, Kabel oder Ähnliches. Der HbbTV-Standard (Hybrid Broadcasting Broadband TV) ermöglicht dann die Platzierung digitaler Werbemittel während der linearen TV-Sendung. Pay-TV-Anbieter wie Sky bieten sogar einen rückkanalfähigen Receiver. Dieser erfasst die angeschlossenen Haushalte, anonymisiert deren Mitglieder und spielt ihnen auf sie zugeschnittene Werbung aus. Die Lösung ist in Großbritannien bereits verfügbar und erlaubt Werbekunden, TV-Spots nur in einer bestimmten Region oder bei Nutzern mit einem speziellen Interesse auszustrahlen.

Fazit

Die gesamte Entwicklung zeigt, dass Möglichkeiten, die bisher nur aus dem Online-Marketing bekannt sind, die analoge Welt erreichen – vor allem auch Dank des technischen Fortschritts. Was den werbetreibenden Unternehmen gefällt, kann für Kunden aber unangenehm sein und vielleicht auch nicht gewollt. Schon heute blocken viele Nutzer Werbung im Internet. Laut OVK liegt die Adblocker-Rate hierzulande bei hohen 19 Prozent. Eine hundertprozentige Customer Journey könnte zu einem ernsten Akzeptanzproblem von Werbung führen – kanalübergreifend. Werbetreibende sind also aufgerufen, nicht nur die technischen Möglichkeiten zu sehen, sondern auch an ihre Kunden zu denken und mit Fingerspitzengefühl zu agieren.

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Kanada: Erste Ethereum-Automaten werden über das Land ausgerollt

t3n

Der in Ontario ansässige Bitcoin- und Ethereum-Automatenhersteller Localcoin ATM hat damit begonnen, die ersten Ethereum-Geldautomaten in Kanada zu installieren.

Über die vergangenen Wochen hinweg hat das Unternehmen bereits Automaten in Toronto, Brampton und Etobicoke in Betrieb genommen. Alle Automaten sollen in Zweigstellen der bekannten Supermarktkette Hasty Market installiert worden sein.

Dank der Localcoin-Ethereum-2-Way-Automaten können Nutzer und Investoren jetzt ganz einfach Ethereum kaufen beziehungsweise verkaufen. Das Prinzip der Ethereum-Automaten ist das Gleiche wie bei den bereits bekannten Bitcoin-Automaten. Um Ethereum erwerben zu können, müssen die Nutzer lediglich eine gültige Ethereum-Adresse eintragen und entsprechend in Fiatwährung (CAD) bezahlen. Um Ethereum gegen Fiat zu tauschen, wird dem Nutzer auf dem Display eine Adresse angezeigt, an die er die ETH transferieren muss – die Auszahlung erfolgt direkt am Automaten in CAD.

Aus einer Bekanntgabe des Automatenherstellers geht hervor:

„Wir freuen uns, die Installation unserer Ethereum-Automaten bekanntgeben zu dürfen. Wir sind der erste Hersteller, der ab sofort auch Ethereum in Toronto unterstützt. Ethereum hat die Kryptobranche dank der Smart-Contract-Features revolutioniert.“

Warum benötigt man Ethereum-Automaten?

Ethereum (ETH) wird derzeit von fast allen gängigen Handelsplätzen für digitale Währungen unterstützt. Um an den Handelsplätzen Ethereum handeln zu können, müssen jedoch strikte Richtlinien zur Verhinderung von Geldwäsche (AML) und Know Your Customer (KYC) eingehalten werden. Entsprechend hoch ist der Aufwand für die Nutzer, sich für die Handelsplätze freischalten zu lassen.

Nutzer, die jedoch nur kleine Beträge der digitalen Tokens erwerben wollen, scheuen sich meist vor dem Prozedere und halten sich von den digitalen Währungen entsprechend fern. Dank der Bitcoin- und Ethereum-Automaten können die Nutzer jetzt ohne Eingabe der Personalausweisdaten, Rechnungsnachweisen etc. schnell und unkompliziert kleine Beträge Ethereum erwerben. Aufgrund der Ein- und Auszahlungslimits erfüllen die Automaten dennoch alle nötigen AML- und KYC-Anforderungen.

Auch in anderen Ländern wie Südkorea oder im chinesischen Hong Kong sind Bitcoin-Automaten bereits sehr populär und bilden eine wichtige Basis für die Massenakzeptanz. Nur wenn der Erwerb, der Tausch und die Anwendbarkeit eine entsprechende Benutzerfreundlichkeit erreicht haben, kann der Weg zum Mainstream geebnet werden.

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How To Create A Sketch Plugin With Front-End Technologies

Smashing Magazine

   

UX design hasn't been the same since Sketch arrived on the scene. The app has delivered a robust design platform with a refreshing, simple user interface. A good product on its own, it achieved critical success by being extended with community plugins.

How To Create A Sketch Plugin With Front-End Technologies

The open nature of the Sketch plugin system means that anyone can identify a need, write a plugin and share it with the community. A major barrier is stopping those eager to take part: Designers and front-end developers must learn how to write a plugin. Unfortunately, Objective-C is difficult to learn!

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Elon Musk und 116 Experten fordern Verbot von Killer-Robotern

t3n

Künstliche Intelligenz und Automatisierung wecken auch beim Militär großes Interesse. In einem offenen Brief fordern Elon Musk und mehr als 100 weitere Experten nun ein Verbot von Killer-Robotern.

Noch werden Kampfdrohnen und Schusswaffen von Menschenhand gesteuert, doch das kann sich bald ändern. Die technologischen Fortschritte rund um künstliche Intelligenz wecken auch in der Militärforschung große Begehrlichkeiten, beispielsweise mit Blick auf automatisierte Tötungsmaschinen.

Dazu dürfe es jedoch keinesfalls kommen – das fordern zumindest Tesla-Chef Elon Musk und 116 Unternehmer aus der Technologiebranche in einem offenen Brief. Zu den Unterzeichnern gehört auch der Google-Manager Mustafa Suleyman, der wie Musk in der Robotertechnik aktiv ist.

Experten warnen vor „Büchse der Pandora“

In dem auf der Website des Instituts „Future of Life“ veröffentlichten Schreiben fordern die Firmenchefs unter anderem ein Verbot von autonomen Waffen. Nach Schwarzpulver und der Atombombe drohe nicht weniger als die dritte Revolution der Kriegsführung. In den Augen der Unternehmer könnte es zu Kriegen kommen, die um ein Vielfaches schneller und größer seien als Menschen es begriffen.

„Wenn diese Büchse der Pandora einmal geöffnet ist, wird es schwierig, sie wieder zu schließen“, heißt es in dem Schreiben. Terroristen und Despoten könnten die autonomen Waffen beispielsweise gegen Unschuldige einsetzen oder sogar hacken. Zuvor hatte der Guardian ausführlich berichtet.

Grund für den Vorstoß ist auch die jüngste Bereitschaft der Vereinten Nationen (UN), über den Umgang mit autonomem Waffensystemen zu diskutieren. Die Unternehmer fordern deshalb, dass autonome Waffen auf die seit 1983 bestehende CCW-Liste gesetzt werden. Die Certain Conventional Weapons sind von der UN verboten und schließen unter anderem Chemiewaffen ein.

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Elon Musk warnte schon mehrfach

Es ist nicht das erste Mal, dass Elon Musk vor den Gefahren künstlicher Intelligenzen warnt. Erst im Juli hatte der milliardenschwere Unternehmer bei einem Treffen mit US-Gouverneuren erklärt, künstliche Intelligenz sei die größte Gefahr, der wir als Gesellschaft gegenüberstehen.

Eine frühzeitige Regulierung durch die Politik gehört deshalb zu den zentralen Forderung von Musk. Er selbst hat vor einigen Monaten auch eine Initiative gegründet, die sich mit dem Stopp allzu mächtiger Computer beschäftigen soll.

Zum Weiterlesen:

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Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die SPD?

t3n

Mit „Zeit für mehr Gerechtigkeit“ überschreibt die SPD ihr Wahlprogramms. Doch was bedeutet das für die Digitalpolitik? Die Sozialdemokraten im t3n-de-Digitalcheck von Daniel Hüfner.

Gelingt der SPD um Kanzlerkandidat Martin Schulz die erhoffte Erneuerung? Wird sie ihrem selbst auferlegtem Ziel, die Union endlich als stärkste politische Kraft im Bundestag ablösen zu wollen, gerecht? Diese Fragen stehen für viele Wähler im Mittelpunkt der diesjährigen Bundestagswahl am 24. September.

Auch wenn die Umfragewerte sowie der Wahlausgang in Nordrhein-Westfalen keinen Erfolg der SPD erwarten lassen, hat die Partei ihr Wahlprogramm selbstbewusst mit „Regierungsprogramm 2017 – 2021“ unterschrieben. Wenig überraschend steht dabei besonders ein Thema im Mittelpunkt: soziale Gerechtigkeit.

Zwar finden die Sozialdemokraten zunächst einige lobende Worte für die wirtschaftliche Lage in Deutschland. So sei beispielsweise die Arbeitslosenzahl auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten und es gebe wieder mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Auch die Reallöhne seien wieder gestiegen. Dennoch sieht die SPD nicht alle Bürger an der starken Wirtschaft beteiligt. Wachsende Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen gefährden demnach die Zukunftschancen. „Wachstum, solides Haushalten, soziale Gerechtigkeit und der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen“ proklamiert die SPD deshalb als Kernelemente ihrer politischen Ziele. Doch was bedeutet dies für die Digitalpolitik?

Auch digitale Arbeit muss sozialverträglich sein

Im Grundtenor zeigt sich die SPD in ihrem Wahlprogramm gegenüber der Digitalisierung zwar aufgeschlossen – die Chancen werden an vielen Stellen betont. Jedoch muss digitale Arbeit in den Augen der Partei immer auch auch sozialverträglich sein. Gefordert seien deshalb „gesetzliche Rahmenbedingungen, tarifvertragliche Regelungen und eine betriebliche Ausgestaltung“.

Als eine konkrete Maßnahme schlagen die Sozialdemokraten zum Beispiel eine „Klarstellung des Rechts auf Nichterreichbarkeit“ vor – eine unter Gewerkschaften beliebte Forderung. Damit soll die zunehmende Zahl der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz verringert werden. Das Vorbild könnte Frankreich sein, wo seit dem 1. Januar ein solches Gesetz gilt. Über die konkrete Ausgestaltung für die deutsche Wirtschaft schweigt sich die SPD aber aus.

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Zuschuss für „digitale Ausrüstung“

Darüber hinaus will sich die SPD für ein „Wahlarbeitszeitgesetz“ einsetzen, das der flexibleren Arbeitszeitgestaltung durch die Digitalisierung Rechnung tragen soll. Zudem soll es bei der Wahl des Arbeitsorts künftig mehr Möglichkeiten geben als bisher. Ob damit ein wie bereits in den Niederlanden geltendes Recht auf Homeoffice gemeint ist, geht aus den Ausführungen der SPD allerdings ebenfalls nicht hervor.

Unternehmen wollen die Sozialdemokraten beim digitalen Wandel gleichzeitig unterstützen. Für „digitale Ausrüstung“ sollen kleine und mittlere Unternehmen einen nicht näher bezifferten Zuschuss erhalten. Dieser soll aber nicht per se jedem Unternehmen zustehen, das irgendwas mit Digitalisierung macht. Zuschüsse soll nach Angaben der SPD nur erhalten, wer sich zuvor beraten lässt und ein „Digitalisierungskonzept“ vorlegt. Das klingt nach erstaunlich viel Bürokratie, wenn man bedenkt, dass die Sozialdemokraten in ihrem Programm gerade in diesem Bereich für Verbesserungen in der nächsten Legislaturperiode werben.

SPD will sich für „Gründersabbatical“ einsetzen

Besonders Unternehmen sieht die Partei nämlich von Behördenschranken behindert. „Unnötige Bürokratie“ soll deshalb abgeschafft werden und „das Ausfüllen von Formularen“ der Vergangenheit angehören. Bedeutet: Kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige sollen von Statistik-, Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten befreit werden. Welche das im Detail sind, verrät die SPD nicht. Allerdings verweist man auf die bereits durchgesetzte Erhöhung der steuerlichen Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter.

Ob das reicht? Wünschenswert aus Sicht vieler Gründer wäre beispielsweise ein deutlich vereinfachtes Verfahren für die Unternehmensgründung. Vor allem Notare, die Vertragstexte noch einmal stundenlang vorlesen, gelten als Sinnbild für den Nachholbedarf der Bundesregierung. Zwar positioniert sich die SPD in ihrem Programm nicht konkret zu dem Notarproblem.

Trotzdem wollen die Sozialdemokraten „mehr Bereitschaft für Innovationen und einen noch stärkeren Gründergeist“. So sollen „E-Government-Lösungen“ Gründern den Zugang zu staatlichen Förderprogrammen erleichtern. Zudem will die SPD die „Rahmenbedingungen für Wagniskapital“ in Deutschland „weiter verbessern“ – darüber lässt sich insofern streiten, als die SPD maßgeblich an den in der Gründerszene umstrittenen Vorhaben zum „Anti-Angel-Gesetz“ und „Anti-Exit-Gesetz“ beteiligt war.

Ein Highlight dürfte indes das „Gründersabbatical“ sein, das die SPD in ihrem Programm als Antwort auf die zuletzt rückläufigen Unternehmensgründungen präsentiert. Beschäftigte an Hochschulen sollen demnach ein Recht auf eine Auszeit bekommen, in der sie ein Unternehmen gründen können. Auch Studenten und Wissenschaftler sollen durch Gründungsfreisemester sowie eine stärkere Verankerung von Unternehmensgründungen in der Lehre zu mehr Risikobereitschaft sensibilisiert werden. Die Idee ist gut, keine Frage. Leider lässt die SPD auch hier wichtige Fragen zu Finanzierung und Ausgestaltung offen. Immerhin: Auf die chronisch unterrepräsentierten Frauen in der Gründerszene geht die SPD in ihrem Programm gezielt ein. Es soll einen besseren Zugang zu Gründungskapital und eine auf die Bedürfnisse von Frauen angepasste Beratung und Unterstützung geben.

Weniger Bürokratie, mehr freie Software

Einen großen Hemmschuh stellt überdies die noch rückständige Digitalisierung deutscher Verwaltungen dar. Termine nur Monate im Voraus und lange Schlangen an den Schaltern gehören gerade in Großstädten zum Alltag. Dies will die SPD ändern. „Die meisten Behördengänge sollen sich in Zukunft auch online erledigen lassen“ heißt es im Programm. Nutzer sollen sich beispielsweise „einfach und sicher mit einer Zugangsberechtigung für alle Verwaltungsdienstleistungen identifizieren“ können. Auf diese Weise wollen die Sozialdemokraten die mehrfache Übermittlung von Personendaten verhindern und unterm Strich Kosten sparen.

Zu diesem Zweck sollen Verwaltungen in den nächsten Jahren übrigens mit freier Software ausgestattet werden. „Das schnelle Wachstum des Internets ist auch der Verfügbarkeit von freier Software zu verdanken, die heute noch einen großen Teil der Infrastruktur betreibt“, so die SPD. „Diese Idee wollen wir übertragen und den Anteil freier Software in Verwaltung und Bildungseinrichtungen erhöhen, um innovative Unternehmensgründungen im regionalen Markt zu unterstützen.“ Diese Forderung ist zu begrüßen – und überrascht doch: Erst im Frühjahr hatte die schwarz-rote Regierung von München ein langjähriges Open-Source-Projekt in der Verwaltung beerdigt.

SPD verspricht Antwort auf Amazon

Der deutsche Einzelhandel wird in den kommenden Jahren mehr denn je von der Digitalisierung betroffen sein. Die in dieser Hinsicht klar pessimistische Haltung der SPD zwischen den Zeilen verwundert deshalb nicht. Da vor allem Amazon zunehmend das Geschäft von Supermärkten und stationären Händlern bedroht, stehen viele Arbeitsplätze auf dem Spiel – Gewerkschaften sind alarmiert. Auf diese Entwicklung will die SPD  daher eine Antwort finden. „Wir wollen die Ergebnisse aus der Dialogplattform Einzelhandel auswerten, um Strategien für lebendige Innenstädte und für die Nahversorgung im ländlichen Raum zu erarbeiten“, heißt es im Programm.

Und weiter: „Wir wollen an Modellstandorten die Strategien gemeinsam mit Akteuren vor Ort erproben und durch die Ergebnisse einen Roll-Out für andere Kommunen ermöglichen.“ Wie diese Strategien allerdings im Detail aussehen sollen? Das weiß die SPD offenbar selbst noch nicht so genau. Außer mit einer umständlichen Formulierung positioniert sich die Partei hier leider nicht. Schade.

Breitbandausbau: Ja, nur wie?

Konkreter wird es dagegen beim Breitbandausbau: Wie fast alle anderen Parteien will sich auch die SPD in der kommenden Legislaturperiode stärker dafür einsetzen. Im Jahr 2025 soll Deutschland demnach über „eine der modernsten digitalen Infrastrukturen“ verfügen. Die Versorgung mit einer Datengeschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde proklamiert die SPD dabei nur als einen ersten Zwischenschritt bis 2018. Das Ziel seien Gigabit-Netze. „Bis 2025 sollen mehr als 90 Prozent aller Gebäude daran angeschlossen sein. Die hierfür notwendigen Investitionen werden wir fördern“, verspricht die Partei in ihrem Wahlprogramm.

Wie dies finanziert werden soll? Darüber gibt es im Wahlprogramm keine Auskunft. Gleiches gilt für den von der SPD beschrieben Ausbau der 5G-Technologie. Hier sind zumindest die Grünen konkreter, die den Breitbandausbau durch den Verkauf von Telekom-Aktien finanzieren wollen. Ansonsten will sich die SPD weiter dafür einsetzen, dass öffentliche Einrichtungen offene und kostenlose WLAN-Hotspots bereitstellen. Die entsprechende Grundlage hat die schwarz-rote Bundesregierung mit der Abschaffung der Störerhaftung immerhin schon geschaffen.

Erwähnenswert ist abschließend noch das Vorhaben der SPD ein „Urheberrecht für das Digitalzeitalter“ mitgestalten zu wollen. Hier sind Fortschritte dringend nötig, denn seit Jahren tut sich auf dem Gebiet so gut wie nichts. Die Sozialdemokraten wollen sich für die Urheber und einen „gerechten Interessensausgleich“ mit Rechteverwertern einsetzen. „Wir wollen Vergütung, keine Verbote“, schreibt die SPD. Unter anderem soll das Prinzip der pauschalen Vergütung bei denjenigen greifen, die mit der Vermarktung von kreativen Inhalten im Netz Geld verdienen – etwa Online-Plattformen wie Youtube.

Fazit

Die SPD bemüht sich in ihrem Wahlprogramms um eine optimistische Grundhaltung zur Digitalisierung. Eine sozialdemokratisch gefärbte und gewerkschaftsnahe Skepsis gegenüber den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt wird allerdings deutlich – besonders an den geplanten Strategien zum Erhalt des stationären Einzelhandels. Auch die Forderung nach mehr Ruhezeiten zeigt, dass die SPD die Digitalisierung auch als Bedrohung empfindet. Als traditionelle Arbeiterpartei ist dies aber auch nicht verwunderlich. Zumal die Sozialdemokraten mehrfach betont haben, sich vor allem für Familien, Pflege, Ausbildung und bessere Arbeit einsetzen zu wollen.

Trotzdem hat die SPD um Kanzlerkandidat Martin Schulz auch einige vielversprechende Vorschläge zur Digitalisierung erarbeitet. Das Gründersabbatical könnte – eine solide finanzielle Ausgestaltung vorausgesetzt – ein wirksamer Hebel für die Gründungsverdrossenheit in Deutschland sein. Auch weil so vor allem hochqualifizierte Gründungen gefördert werden sollen. Nicht nur die oft aus der Not heraus geborenen Existenzgründungen. Ebenfalls zu begrüßen ist das klare Bekenntnis der SPD zur Elektromobilität („Die Zukunft des Automobils ist elektrisch. Deshalb ist der Aufbau einer Batteriezellenfertigung in Deutschland von zentraler strategischer Bedeutung“) sowie zum Urheberrecht. Auch die geplanten Anstrengungen, Behördengänge endlich online abwickeln zu können, gehören sicher dazu. Da die SPD bereits seit einigen Jahren in der Regierungsverantwortung ist, stellt sich aber auch die Frage, warum diese Vorhaben nicht schon längst umgesetzt sind. Hier muss sich jeder Wähler fragen, ob er den Sozialdemokraten noch mal eine Chance gibt.

Die Wahlprogramme der Parteien im Überblick:

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was wollen CDU/CSU?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die SPD?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will DIE LINKE?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will das Bündnis 90/Die Grünen?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die FDP?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die AfD?

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Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die AfD?

t3n

Wie viel Digitalpolitik steckt im „Programm für Deutschland“ getauften Wahlprogramm der AfD? Die Rechtspopulisten im t3n.de-Digitalcheck von Kim Rixecker.

Aktuellen Wahlprognosen zufolge könnte die Alternative für Deutschland (AfD) als drittstärkste Kraft in den Bundestag einziehen. An ihren digitalpolitischen Positionen dürfte das nicht liegen, denn die sind im 76-seitigen Wahlprogramm der rechtspopulistischen Partei bestenfalls eine Randerscheinung. Während sich die etablierten Parteien in ihren jeweiligen Wahlprogrammen mal mehr und mal weniger intensiv mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen, findet der Begriff im sogenannten „Programm für Deutschland“ der AfD keine Erwähnung.

Immerhin heißt es im Programm, die AfD wolle „Hightechunternehmen in Deutschland erhalten und fördern.“ Konkreter wird der Text an der Stelle allerdings nicht. Auch zu der Aussage, dass „staatliche Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit und der Sicherheit der Datennetze“ durchgeführt werden sollen, fehlen konkrete Ansätze. An anderer Stelle heißt es: „Schlüsseltechnologien, die für Deutschland relevant sind, müssen identifiziert werden und durch substanzielle Förderungsmodelle vorrangig entwickelt werden.“ Das allerdings widerspricht einer anderen Aussage des Wahlprogramms, nach der „Subventionen abzubauen und überflüssige Staatsausgaben zu kürzen“ seien.

Diese Widersprüchlichkeit findet sich auch im Umgang mit Jungunternehmen. So heißt es zwar, „Hindernisse, die Unternehmensgründungen erschweren, sind zu ermitteln und geeignete Maßnahmen zur Förderung von Startups zu beschließen“, gleichzeitig will die AfD aber Firmenübernahmen durch ausländische Unternehmen verbieten, wenn „der Abfluss wichtiger Technologien zu befürchten ist“. Damit würden deutsche Startups Exit-Möglichkeiten verlieren, was wiederum die Beschaffung von Risikokapital erschweren dürfte.

Klarer ist hingegen die Position der AfD zum Breitbandausbau: Unabhängig vom Standort soll der jedem Bürger und jedem Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre zugänglich gemacht werden. Über die angestrebten Geschwindigkeiten schweigt sich die Partei indes aus. Entgegen der oben zitierten Aussage zu Subventionen sollen „staatliche Unterstützungsprogramme finanzielle Belastungen abmildern.“

AfD: Für Gesichtserkennung und ein Netz ohne „Zensur“

Die Begriffe „Datenschutz“ oder „Privatsphäre“ kommen im AfD-Wahlprogramm nicht vor. Dennoch nähert sich die Partei an mehreren Stellen dem Themenkomplex, wenngleich ohne klare Linie. Der Polizei soll erlaubt werden, „an kriminalitätsneuralgischen öffentlichen Plätzen und Gebäuden eine Videoüberwachung mit Gesichtserkennungssoftware einsetzen zu können.“ Im Gesundheitsbereich wiederum lehnt die AfD „die Schaffung einer (...) zentralen Datenbank zur Speicherung sensibler Gesundheitsdaten ab.“

Geht es nach der AfD, dann darf „das Internet als Medium der Kommunikation, Information und freien Meinungsäußerung (...) abseits der Verfolgung von Straftaten keinerlei Beschränkung und Zensur unterliegen.“ Hier ist nicht ganz klar, ob die AfD ausschließlich staatliche Zensurmaßnahmen meint, oder ob auch die Moderation von Nutzerbeiträgen durch Seitenbetreiber gemeint ist. Letzteres wäre natürlich ein gefundenes Fressen für Internet-Trolle aller Art. Als überraschend kann die Forderung der Partei jedoch nicht eingestuft werden: In den letzten Jahren haben vor allem Internet-Nutzer vom rechten Rand den Begriff der Meinungsfreiheit für ihre Zwecke umgedeutet. Dabei geht es nicht wirklich um das Recht auf freie Meinungsäußerung, sondern um eine Verschiebung von dem, was im politischen Diskurs als akzeptabel gilt. Indem die Diskussion vom ursprünglich kritisierten Inhalt auf die abstrakte Ebene des Rechts verlagert wird, sollen fremdenfeindliche, sexistische, homophobe oder sonst wie geartete Hassbotschaften normalisiert werden. Das Ergebnis dürfte jedem Internet-Nutzer bekannt sein.

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Fazit

Bei beinahe allen Themenfeldern der Digitalpolitik kommt die AfD kaum über Allgemeinplätze hinaus und widerspricht sich dabei teilweise auch noch. Zukunftstechnologien wie die künstliche Intelligenz finden im Parteiprogramm der AfD genauso wenig Raum wie die gesellschaftlichen Umwälzungen, die durch die fortschreitende Automatisierung auf dem Arbeitsmarkt zu erwarten sind. Eigene Akzente kann und will die Partei offenbar nicht setzen, deren Vision für die Zukunft nur marginal vom Status quo der 1950er Jahre abweicht: Die heutige EU, den Euro und Antidiskriminierungsgesetze lehnt die Partei ab, während sie den wissenschaftlichen Konsens über den Klimawandel leugnet. Einzig die Forderung, das Internet den Trollen zu überlassen, lässt sich als digitalpolitisches Alleinstellungsmerkmal ausmachen. Damit hat sie, nicht zuletzt aufgrund des von vielen Seiten kritisierten Netzwerkdurchsetzungsgesetzes von Justizminister Heiko Maas (SPD), zwar ein durchaus ergiebiges Wahlkampfthema gefunden, eine Lösung für das zugrundeliegende Problem bietet sie indes nicht an.

Die Wahlprogramme der Parteien im Überblick:

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was wollen CDU/CSU?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die SPD?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will DIE LINKE?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will das Bündnis 90/Die Grünen?

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Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will das Bündnis 90/Die Grünen?

t3n

„Zukunft wird aus Mut gemacht“, titeln die Grünen ihr Wahlprogramm – doch was bedeutet das für die Digitalpolitik? Die Öko-Partei im t3n.de-Digitalcheck von Stephan Dörner.

Digitalisierung scheint bei den Grünen eher ein Randthema zu sein: Als Punkt 24 von 24 taucht es im Bundestagswahlprogramm „Zukunft wird aus Mut gemacht“ unter der Überschrift „Gerechtigkeit im Sinn“ auf. Der Teil, der sich explizit mit der Digitalisierung beschäftigt, ist mit „Wir gestalten die Digitalisierung“ überschrieben.  Die Grünen wünschen sich in der Digitalisierung einen aktiven Staat, der die Digitalisierung gestaltet – und zwar durch Investitionen und Regulation. Denn, so zumindest der Befund der Grünen: „Die Digitalisierung trifft auf eine Wirtschaft, in der mit ökologischen Langzeitschäden, Investitions- und Nachfrageschwäche, zu starker Konzentration von Vermögen und zu großem Ressourcenhunger einiges im Argen liegt.“

Die Grünen fordern daher, „die Digitalisierung mit klaren Regeln so zu gestalten“, damit Risiken „beim Datenschutz oder bei der Machtkonzentration einiger weniger Internetkonzerne“ begrenzt werden. Als Ziel wird formuliert, die Digitalisierung in das grüne Schlagwort von der „ökologischen und sozialen Marktwirtschaft“ einzubinden.

In Zeiten der Niedrigzinsen plädieren die Grünen für die Aufnahme von Krediten, um sie in Bildung zu investieren. Unternehmen und Staat würden zu wenig investieren – der „schwarzen Null“ von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird der Kampf angesagt.

Auch die Grünen fordern ein „schnelles und flächendeckendes Internet“ – und zwar explizit auf Basis der Glasfaser-Technik. Tatsächlich machen die Grünen hier auch einen sehr konkreten Vorschlag zur Finanzierung: Sie wollen den Staatsbesitz an Telekom-Aktien im Wert von rund zehn Milliarden Euro verkaufen und in den Breitbandausbau investieren. Wie die CDU fordern auch die Grünen eine eigenständige Vertretung des Themas Digitalisierung im Kabinett.

Weiterhin findet sich ein klares Bekenntnis zur Netzneutralität im Grünen-Programm. Wie alle etablierten Parteien bringen die Grünen auch ein schärferes Kartellrecht ins Spiel, um der Machtkonzentration von Google, Facebook und Amazon entgegenzuwirken. „Netzmonopole“ sollen „in extremen Fällen entflochten werden.“ Fraglich ist, wie eine deutsche Bundesregierung dies bei US-Konzernen durchsetzen sollte.

Der schleppenden Digitalisierung des deutschen Mittelstands wollen die Grünen mit einem dezentralen „IT-Beratungsnetzwerk für den digitalen Wandel“ auf die Sprünge helfen, das anbieterunabhängig zu Themen wie IT-Sicherheit und digitalen Wandel berät. Offen bleibt hier die Frage der Größe dieses Teams und der Finanzierung. Angesichts der Größe des deutschen Mittelstands müssten schon ganze Heerscharen gut ausgebildeter ITler in staatlichem Auftrag durch die Lande ziehen. Wo sollen diese herkommen angesichts des Fachkräftemangels, wie sollen sie bezahlt werden? Auf solche Details geht das grüne Wahlprogramm nicht ein – die Idee klingt unausgegoren.

Grüne zum Datenschutz: Ja, aber ...

Zum Thema Datenschutz positionieren die Grünen nicht eindeutig: Einerseits wird eingeräumt, dass der Besitz von Daten ein Wettbewerbsvorteil bietet und die Grünen deutsche Unternehmen dabei unterstützen wollen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Andererseits wollen sie aber auch „sicherstellen, dass der Schutz unserer Daten dabei immer gewährleistet wird.“ Wie ein reformiertes Datenschutzrecht aussehen kann, das beiden Aspekte gerecht wird, bleibt an dieser Stelle offen.

Beim Thema Arbeit fordern die Grünen angesichts der Digitalisierung ein Recht auf Homeoffice, um Arbeit „humaner, familienfreundlicher und ökologischer“ zu machen. Gleichzeitig wollen die Grünen Arbeitnehmer und Selbstständige vor aus ihrer Sicht negativen Folgen der Digitalisierung wie einer umfassenden Leistungskontrolle schützen. Für Freiberufler fordern die Grünen ein allgemeines Mindesthonorar als absolute Untergrenze für zeitbasierte Dienstleistungen – ähnlich zum Mindestlohn bei Arbeitnehmern.

Startups wollen die Grünen fördern, indem sie „Selbständigen den Zugang zu den sozialen Sicherungssystemen verbessern, neue Finanzierungsformen wie Crowdfunding stärken und diese mit Förderbanken vernetzen sowie Co-Working- und Gewerberäume für Gründer*innen fördern.“ Kleinere und mittlere Unternehmen sollen außerdem steuerlich begünstigt werden. Ausgaben in Forschung und Entwicklung sollen mit einer Steuergutschrift von 15 Prozent gefördert werden.

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Startup-Förderung: Grüne fordern 25.000 Euro als zinsfreies Gründungsdarlehen

Ein Gründungskapital von 25.000 Euro als zinsfreies Darlehen sollen jeder Gründer erhalten, der „ein überzeugendes Konzept vorlegt.“ Rückgezahlt werden soll das Darlehen erst, wenn das Startup Fuß gefasst hat. Dafür und für weitere Fragen, die Startups betreffen, soll ein bundesweiter One-Stop-Shop für Gründer entstehen. Zudem wollen die Grünen – eher unkonkret – die politischen Rahmenbedingungen so formulieren, dass „kleine oder junge Unternehmen, Kultur schaffende und Kreative sie ebenfalls meistern können – und große Unternehmen sie mit ihren teuren Anwält*innen nicht mehr einfach aushebeln können.“

Innovative Ansätze tauchen teilweise in anderen Programmteilen auf, die nicht mit dem Digitalisierungs-Begriff überschrieben sind. So fordern die Grünen beispielsweise einen Mobilpass, mit dem sämtliche Angebote des öffentlichen Verkehrs sowie Car- und Bikesharing aus einer Hand gebucht und bezahlt werden können. Eine Bundesregierung mit grüner Beteiligung könnte hierzu allerdings höchstens den Anstoß geben – die Kommunen und Anbieter von Car- und Bikesharing-Diensten müssten sich für einen Mobilpass vor allem untereinander einig werden.

Fazit

Im Vergleich zum Wahlprogramm insbesondere der CDU oder der Linken sind die Vorschläge der Grünen im Bereich Digitalisierung insgesamt erfreulich konkret. Klar, Breitbandausbau wollen alle – aber die Grünen sagen auch gleich, dass sie den durch den Verkauf von Telekom-Aktien finanzieren wollen.

Ansonsten geben sich die Grünen insbesondere Startup- und mittelstandsfreundlich und wollen – auch da sind sie unter den deutschen Parteien keine Ausnahme – den US-Tech-Konzernen stärker auf die Finger schauen. Neben den Chancen der Digitalisierung wird deutlich, dass die Grünen auch Gefahren sehen – unter anderem befürchten sie Mitarbeiterüberwachung. Bei einigen Überlegungen zur Digitalisierungs-Förderung wie das „IT-Beratungsnetzwerk für den digitalen Wandel“ ist unklar, wie sie umgesetzt werden sollen.

So gut wie nicht thematisiert werden die zu erwartenden Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt durch Technologien wie autonomes Fahren und künstliche Intelligenz. Auch zu netzpolitisch heiß diskutierten Themen wie Überwachung durch Staatstrojaner oder Gesetzen gegen Hatespeech findet sich nichts im Programm. Im Bundestag stimmten die Grünen gegen die Internetüberwachung und enthielten sich beim Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) von Justizminister Heiko Maas (SPD). Insgesamt spielt das Thema Digitalisierung bei den Grünen keine Hauptrolle. Auch zu einer längst überfälligen Überarbeitung des Urheberrechts, das Regeln wie das aus den USA bekannte Fair Use auch in Deutschland erlaubt, um die im Internet übliche Remix-Kultur zu legalisieren, findet sich nichts im Programm.

Im Zentrum des grünen Wahlprogramms stehen in Bezug auf die Digitalisierung drei Themen: Ausbau der Infrastruktur, steuerliche Forschungsförderung für Unternehmen und eine stärkere Regulierung zum Schutz von Arbeitnehmern und Selbstständigen wie Mindesthonorare. Klar wird dabei, dass die Zeiten der „Öko-FDP“ unter ehemaligen Grünen wie Oswald Metzger vorbei sind: Auch bei der Digitalisierung wünschen sich die Grünen einen aktiven Staat, der vor allem investiert. Dazu nehmen die Grünen auch die Aufnahme neuer Schulden in Kauf.

Die Wahlprogramme der Parteien im Überblick:

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was wollen CDU/CSU?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die SPD?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will DIE LINKE?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will das Bündnis 90/Die Grünen?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die FDP?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die AfD?

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Wahlprogramm im Digitalcheck: Was wollen CDU/CSU?

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„Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“, titelt die CDU ihr Wahlprogramm – doch was bedeutet das für die Digitalpolitik? Die Konservativen im t3n.de-Digitalcheck von Stephan Dörner.

Das Wahlkampfprogramm der CDU hat die Partei selbstbewusst mit „Regierungsprogramm 2017 – 2021“ unterschrieben – und angesichts der aktuellen Umfragewerte ist es auch sehr wahrscheinlich, dass die Union auch wieder Teil der nächsten Bundesregierung sein wird. Das Programm gilt gleichzeitig auch als Wahlkampfprosgramm für die Bundestagswahl 2017 der bayerischen Schwesterpartei CSU, denn CDU und CSU bilden im Bundestag eine gemeinsame Fraktion.

Für CSU-Forderungen, die die CDU nicht mitträgt, haben die bayerischen Vertreter der Unionsfraktion einen eigenen „Bayernplan“ für die Bundestagswahl veröffentlicht. Zur Digitalpolitik findet sich dort aber wenig Eigenständiges. Unter anderem stellt die CSU im „Bayernplan“ nur fest, dass die Digitalisierung „hervorragende Chancen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ biete und fordert flexiblere Arbeitszeiten. Schulen und Hochschulen sollen mit digitalen Medien ausgestattet und ans schnelle Internet angeschlossen werden. Daher konzentrieren wir uns bei der Analyse der Unionsparteien voll auf das Wahlkampfprogramm der CDU.

CDU/CSU: Sechs Seiten zu „Chancen im digitalen Zeitalter“

Dem Kapital „Chancen im digitalen Zeitalter“ sind sechs Seiten im Wahlprogramm von CDU und CSU gewidmet. Die Union übt sich hier durchgehend in einer positiven Sicht auf digitale Innovationen: Viele Technologien seien zu Anfang umstritten gewesen – dann aber erfolgreich, sobald sie das „das Leben von Menschen verbessert und bereichert haben“, heißt es dort beispielsweise. CDU und Schwesterpartei CSU wollten, dass „digitaler Fortschritt und Innovation im Dienste der Menschen stehen.“ Die Digitalisierung sei mit immensen Chancen für Deutschland und seine Bürger verbunden.

Es wird auf die „Digitale Agenda“ der Bundesregierung verwiesen, die „bereits 2014“ beschlossen wurde. Über das „bereits“ lässt sich sicher streiten. Die Ziele von damals wie ein schneller Ausbau des Breitband-Ausbaus wurden nicht annähernd erreicht – etwas, dass sich CDU, CSU und SPD als Koalitionspartner gleichermaßen ankreiden lassen müssen.

Unter dem Stichwort „Digitalisierung ist Chefsache“ fordert die CDU nun die Position eines „Staatsministers für Digitalpolitik“ sowie eines Kabinettsausschusses „Digitalpolitik“, um die Koordination zwischen den Ministern zu verbessern. Derzeit fühlen sich verschiedene Minister für digitale Themen zuständig: Innenminister Thomas de Maizière (CDU) für das Thema Cyberkriminalität – ihm ist auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstellt –, Justizminister Heiko Maas (SPD) für Themen wie Hatespeech im Netz, Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) unter anderem für Startups und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) für den Netzausbau.

Die Forderung nach „schnellstmöglichem Transport von Daten durch modernste und sichere technische Infrastruktur“ bleibt auch 2017 Teil des Wahlprogramms der Union – die „Gigabit-Gesellschaft“ soll nach den Plänen der Parteien „in Stadt und Land, in Ost und West“ verfügbar sein. Bis 2025 soll der Ausbau „modernsten Glasfasernetze“ umgesetzt sein – über die Finanzierung und konkrete Umsetzung findet sich im Wahlprogramm allerdings nichts.

Auch der schnelle 5G-Mobilfunk soll nach den Plänen der CDU gefördert werden – wie genau, darüber schweigt sich das Programm allerdings ebenfalls aus. Für technisch versierte Leser findet sich auch eine Stilblüte in dem Programm: 5G, steht im Programm der Union, soll „Datenübertragung in Echtzeit“ ermöglichen, was schon physikalisch unmöglich ist – keine Information reist schneller als das Licht.

Wie auch die SPD und andere fordern die Unionsparteien ein digitales Bürgerportal, mit dessen Hilfe Bürger viele Amtsangelegenheiten erledigen können, ohne die Bürgerämter aufzusuchen. „Dadurch sollen praktisch alle Verwaltungsdienstleistungen deutschlandweit elektronisch verfügbar sein“, heißt es in dem Wahlprogramm.

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Digitalisierung der Arbeit: Am Ende soll es mehr Arbeitsplätze in Deutschland geben

Autonome Autos, Digitalisierung der Produktion, Automatisierung, verbesserte künstliche Intelligenz – wo bleibt da der Faktor menschliche Arbeit? Hier nimmt die Union eine optimistische Haltung ein – frei nach dem kölschen Motto „Et hätt noch emmer joot jejange“, also „Es ist bisher noch immer gut gegangen“: „Am Ende des Transformationsprozesses soll es in Deutschland mehr Arbeitsplätze geben als heute“, schreibt die CDU – unter anderem durch die führende Stellung Deutschlands beim Thema Industrie 4.0. Wenn auch der Begriff aus Deutschland stammt, so kann die technische Führung in diesem Gebiet durchaus bezweifelt werden. So hat beispielsweise General Electric deutlich mehr und gezielter in Software rund um das Thema investiert als Siemens.

Das CDU-Programm spricht ausschließlich positiv über neue Technologie wie 3D-Druck, mit denen allerdings keine politischen Forderungen verknüpft werden. Auch Big Data ist Thema: „Durch die Digitalisierung fallen in großem Maßstab Daten an, deren Verarbeitung zu mehr Wertschöpfung beitragen kann“, heißt es – hieraus wird aber ebenfalls keine politische Forderung wie etwa die Aufweichung des strengen deutschen Datenschutz abgeleitet, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel schon einmal andeutete. Das autonome Fahren begrüßt die Union als technischen Fortschritt.

Eine der wenigen konkreten politischen Forderungen des CDU-Programms ist eine mögliche Anpassung des Kartellrechts – ohne hier jedoch Details zu nennen. Diese ist offensichtlich vor allem industriepolitisch motiviert, denn der Satz folgt auf die Aussage, dass die Union Internet-Plattformen außerhalb der USA und China fördern will. Mit anderen Worten: Offenbar erwägen CDU und CSU großen Plattform-Betreibern wie Facebook, Amazon oder Google über den Weg des Kartellrechts das Leben schwerer zu machen, um europäische Alternativen zu fördern. Weiterhin bekennt sich die Union zur flächendeckenden Postzustellung und zum Bargeld.

Fazit

Trotz des bevorstehenden Durchbruchs des autonomes Fahrens, der großen Fortschritte im Bereich künstlicher Intelligenz sowie weiterer Automatisierung in der Produktion rücken die Konservativen vom Ziel einer Vollbeschäftigung nicht ab. Vieles, was im Unions-Programm zu finden ist, könnte auch in der Digitalisierungs-Broschüre eines Unternehmensberaters stehen: „In der Landwirtschaft können durch satellitengestützte ‘Präzisionslandwirtschaft’ Millionen Tonnen Düngemittel eingespart und Umweltschäden vermieden werden“ steht dort beispielsweise. Schön – aber welche politische Maßnahme, welches konkrete Gesetz leitet sich daraus ab?

In weiten Teilen scheint das Programm die bisherige Digitalpolitik der Bundesregierung widerzuspiegeln: Über die Möglichkeiten der Digitalisierung wird gestaunt, teilweise werden sie bejubelt – aber es gibt wenig Ansätze, sie zu gestalten. Auffällig ist aber, dass die Unionsparteien klar mit einer insgesamt positiven Einstellung neuen Technologien gegenüber in den Bundestagswahlkampf 2017 ziehen. Über mögliche negative Auswirkungen von Technologien findet sich fast nichts im Programm – das Kapitel zur Digitalpolitik ist mit „Chancen im digitalen Zeitalter“ überschrieben, viele der Unterkapital tragen ebenfalls Chancen im Titel.

Im Wahlkampfprogramm finden sich viele Forderungen, die wohl einen breiten Konsens finden dürften – darunter der seit vielen Jahren formulierte Wunsch nach einem Breitbandausbau, dem bisher leider kaum Taten folgten. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) versprach 2013 das beste Netz der Welt – rund fünf Jahre später befindet sich Deutschland im Vergleich mit 28 europäischen Ländern auf dem vorletzten Platz.

Und um die entscheidenden Fragen drückt sich das Wahlprogramm: Wie genau soll der Breitbandausbau organisiert werden? Sehen CDU/CSU hier die Provider in der Pflicht, die staatliche Förderung beantragen können? Wenn ja, wie viel Geld soll dafür zur Verfügung stehen? Oder soll der Staat gleich die Investitionen tätigen? Wie soll mit der umstrittenen Vectoring-Technik umgegangen werden, die die Deutsche Telekom immer noch als auf Kupfer basierende Brückentechnologie zu Glasfaser sieht?

Viele aktuell netzpolitische heiß diskutierte Themen wie die Überwachung der Bürger per Staatstrojaner, das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, die Fragen nach Hintertüren in Verschlüsselungs-Software für Ermittlungsbehörden oder die Konsequenzen auf dem Arbeitsmarkt durch autonomes Fahren und Automatisierung werden in dem Programm von CDU und CSU entweder gar nicht erwähnt oder nur gestreift – ohne klar politisch Position zu beziehen.

Im Programm der Unionsparteien findet sich damit viel Optimismus zu den Chancen der Digitalisierung aber wenig konkrete politische Positionen, die sich daraus ableiten. Insbesondere die Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeitsplätze könnten die Unionsparteien deutlich unterschätzen. Am konkretesten ist noch die Forderung nach der Einsetzung eines „Staatsministers für Digitalpolitik.“ Offen bleibt nach der Lektüre, für welche Politik sich dieser Staatsminister nach dem Willen von CDU und CSU einsetzen sollte.

Die Wahlprogramme der Parteien im Überblick:

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was wollen CDU/CSU?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die SPD?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will DIE LINKE?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will das Bündnis 90/Die Grünen?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die FDP?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die AfD?

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Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die Linke?

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„Sozial. Gerecht. Frieden. Für alle.“, betitelt die Linke ihr Wahlprogramm – doch was bedeutet das für die Digitalpolitik? Die Linkspartei im t3n.de-Digitalcheck von Andreas Weck.

„Sozial. Gerecht. Frieden. Für alle.“ Das Wahlprogramm der Linken setzt auf einprägsame Begriffe. Sie sieht die Welt aus den Fugen geraten und will sie regulatorisch in den Griff kriegen. Das Vorhaben reicht bis in die digitale Welt hinein. Denn die Linkspartei sieht im Netz nicht nur Chancen, sondern auch Risiken – und zwar vor allem für die Menschen, die darin arbeiten. Im Wahlprogramm wird ein Thema besonders aufgegriffen: der Schutz der Bürger vor ausbeutenden Arbeitsverhältnissen. Auf Seite 16 des Bundeswahlprogrammes unter dem Titel „Statt digitales Prekariat: soziale Absicherung für alle Beschäftigten“ arbeitet die Partei sich daran ab. „Digitalisierung und die Arbeit und Auftragsvergabe über Clouds und Plattformen schaffen neue, oft entgrenzte und prekäre Beschäftigungsformen“, schreiben die Verfasser.

Gig-Economy: Prekäre Arbeitsverhältnisse

Für die Partei ist klar, das im Zuge der fortschreitenden digitalen Vernetzung zwar eine große Vielfalt an neuen Formen von Arbeit und Beschäftigung entsteht, die aber kaum arbeitnehmerfreundlich gestaltet sind. Unternehmen könnten im Internet auf eine große Menge von Arbeitskraftanbietern zugreifen und sie für Teilaufgaben beauftragen. Die Beschäftigten hätten jedoch meist keine soziale Absicherung. Die Linken warnen: „Die Zahl der digitalen Tagelöhner, die ihre Arbeit per Internet anbieten, wächst stetig. Die große Mehrheit verdient wenig. Freelancer sind zumeist nicht für Zeiten der Erwerbslosigkeit versichert und haben keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.“

Das betrifft vor allem Reinigungskräfte, Lieferboten, aber auch Texter und Designer, die entweder als Freiberufler oder per Mini-Job ihre Dienste anbieten. Das Problem, das die Partei adressiert, ist in jedem Fall real, ihm ist jedoch nur schwer beizukommen. Denn wer beispielsweise die Selbstständigkeit wählt, ist auch selber dafür verantwortlich, sich zu versichern. Für Deutschland hat eine Gewerkschaftsuntersuchung kürzlich ermittelt, dass 1,2 Millionen Menschen mindestens die Hälfte – aber weniger als 100 Prozent – ihres Einkommens in der Plattform-Wirtschaft erzielen, 150.000 Menschen bestreiten ihren kompletten Verdienst mit Gig-Arbeit. Wie soll diesen Menschen geholfen werden?

Die Linkspartei plädiert zum einen für branchenspezifische Mindesthonorarregelungen, die bundesweit gelten. Sie sieht zudem die öffentliche Hand in einer Vorreiterrolle mit einer Mindesthonorarordnung bei öffentlich finanzierten Aufträgen. Außerdem fordert sie in einem ersten Schritt, dass der Mindestbeitrag der privaten Sozialversicherungen sich nach der Geringfügigkeitsgrenze – aktuell 450 Euro im Monat – bemisst und sich ab dieser Grenze der Beitrag nach dem tatsächlichen Einkommen richtet. Selbstständige sollen so mehr Geld in der Tasche haben. Die Ideen scheinen großartig, werden jedoch im Bundestag mit großer Sicherheit auf Gegenwehr stoßen.

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Bildung: Zugang durch Digitalisierung vorantreiben

Ein Herzensthema der Linkspartei findet sich seit jeher im Bildungsbereich. Die Digitalisierung bietet da große Chancen, denn sie kann vielen Menschen einen schnellen Zugang zu Informationen ermöglichen. Das geschieht aber nicht von selbst, mahnt die Partei, sondern muss durchgesetzt werden. Sie sagt, dass der Ausbau der IT mit der Ausbildung und den Fortbildungsangeboten für Lehramtsstudierende und aktiven Lehrkräfte einhergehen muss. Die Partei glaubt insofern nicht an ausreichend vorhandene Kompetenzen in den Schulen. Eine Annahme, mit der sie durchaus richtig liegen dürfte.

Einige Forderungen lesen sich grandios, dürften jedoch kaum auf Bundesebene umzusetzen sein. Bildung ist Ländersache. Die Linkspartei will allen Kindern ein mobiles Endgerät als Teil der Bildungsausstattung zur Verfügung stellen und sie frühzeitig und regelmäßig mit den Prinzipien digitaler Technologien vertraut machen. Darunter fallen Funktionsweise von Speichern, Sensoren und Programmierkenntnisse. Der IT-Unterricht soll somit wesentlich umfassender werden als bislang. Ob und welche Unterrichtsfächer dafür zurückgeschraubt werden, lässt sich nicht aus dem Wahlprogramm herauslesen.

Digitale Medien dürften zudem nicht zum Einfallstor für Privatisierung der Bildung durch private kommerzielle Anbieter, Unternehmen oder Verlage werden, heißt es in dem Wahlprogramm. In Bildungseinrichtungen soll deshalb nur Freie Software eingesetzt werden und die Hardware nach Möglichkeit offen spezifiziert sein. Letzteres dürfte vor allem bedeuten, dass beispielsweise Apple-, Samsung- oder auch Microsoft-Geräte im Grunde genommen keinen Einzug in Schulen halten dürften. Diese Geräte punkten jedoch vor allem durch Nutzerfreundlichkeit und haben sich am Markt und somit im Privat- und Arbeitsleben etabliert.

Das verbraucherfreundliche Internet für alle

Ein nicht unerheblicher Teil des Wahlprogramms beschäftigt sich mit der Frage, wie die digitale Infrastruktur, das Netz, in Zukunft aufgebaut und geregelt sein sollte. Ein Dorn im Auge der Linkspartei ist beispielsweise, dass Internetprovider bei ihren eigenen Angeboten tricksen. „Die von Internetzugangsanbietern beworbenen Verfügbarkeiten und Geschwindigkeiten der Anschlüsse müssen auch tatsächlich zur Verfügung stehen: Wo 100 MBit draufsteht, müssen auch 100 MBit drin sein“, schreibt die Partei. Sie möchte künftig die Anbieter dazu zwingen, die garantierte Mindestmenge anstatt die zu erreichende Datenmenge anzugeben.

Im vergangenen Jahr hat die Bundesnetzagentur diesbezüglich bereits eine neue Transparenzverordnung herausgegeben, die zudem vom Bundeskabinett beschlossen wurde und seit dem 1. Juni 2017 in Kraft getreten ist. Anbieter werden darin verpflichtet, dem Endnutzer die vertraglich vereinbarte minimale und maximale Datenübertragungsrate sowie die tatsächlich gemessene Datenübertragungsrate offenzulegen. Im Grunde genommen ist die Forderung der Linkspartei damit bereits erfüllt. Lediglich an Rechtsmitteln für den Verbraucher fehlt es noch. Hier müsste die Linkspartei ansetzen.

Außerdem möchten die Politiker, dass der Zugang zu Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten zum Existenzminimum gehört. Damit meint sie, dass jedem Bürger die Verfügung über einen Computer und Internetzugang ermöglicht werden muss. Sie will sich diesbezüglich konkret dafür einsetzen, dass jeder Haushalt ein Anrecht auf einen bezahlbaren, schnellen Breitband-Internetanschluss hat. „Der D21-Digital-Index zeigt, dass 2016 fast alle Menschen, die mehr als 3.000 Euro Haushaltseinkommen haben, das Internet nutzen. Bei Bürgern, die weniger als 1.000 Euro zur Verfügung haben, sind es nur gut die Hälfte“, erklärt die Partei.

Auch das Vorantreiben einer Open-Data-Strategie liegt den Linken am Herzen. Für die Partei ist klar, dass Daten und Informationen, die von Regierungen mit öffentlichen Geldern gesammelt und erstellt wurden, „allen Menschen frei zugänglich und nutzbar gemacht werden“ müssen – unter Berücksichtigung des Datenschutzes, heißt es weiter. Wo die Grenzen gezogen werden sollen – etwa bei personen- und/oder unternehmensbezogenen Daten –, erfährt der Wähler jedoch nicht. An dem Punkt sind andere Parteien wie die FDP, die ebenfalls für Open-Data- und Open-Government-Strategien eintritt, etwas konkreter.

Damit der Bürger sich frei informieren, weiterbilden, äußern und partizipieren kann, will die Linkspartei die Telekommunikationsnetze in öffentliches und gemeinwirtschaftliches Eigentum überführen. Dadurch will sie auch die Netzneutralität garantieren, die maßgeblich ist, um die Innovationsfähigkeit des Internet sicherzustellen. Zudem soll die Glasfaserinfrastruktur anschließend rasch und flächendeckend ausgebaut werden. Für den Bund würde das bedeuten, enorme Mehrausgaben einzuplanen. Bislang sind die Netze in privatwirtschaftlicher Hand und der Bund steuert lediglich Förderungen dazu.

Überwachung durch Unternehmen und staatliche Stellen

„Die widerrechtliche Erhebung, Speicherung und Weitergabe persönlicher Daten sowie ihre Zusammenführung zu Personenprofilen ist heute sehr weit verbreitet“, schreibt die Linkspartei und macht in ihrem Wahlprogramm deutlich, dass ihr das widerstrebt. Vor allem sensorgestützten Datenerhebungen wie beispielsweise Geolokalisationsdiensten, aber auch der massenhaften Erhebung und Analyse des Internetverkehrs will die Linkspartei etwas entgegenstellen. „Um Privatsphäre im Internet unter der Bedingung des permanenten Datenflusses zu gewährleisten, ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung nur mit einem Recht auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in persönlicher Kommunikation realisierbar“, heißt es.

Damit auch staatliche Stellen keine Einsicht mehr in die digitalen Kommunikationswege der Bürger bekommen, wollen die Linken sich dafür einsetzen, dass das geforderte Recht auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch nicht durch Hintertüren des Staates ausgehöhlt wird. Die Linkspartei, die sich sonst entschieden für mehr staatliche Kontrolle und Einflussnahme ausspricht, schlägt in der Hinsicht einen ganz anderen Weg ein. Die Realisierung der Forderung schützt den Bürger jedoch nicht nur vor kommerziellen Interessen und staatlicher Überwachung, sondern auch vor kriminellen Übergriffen. Denn Hacker nutzen in der Regel staatliche Hintertüren aus, um sensible Personendaten abzugreifen.

Fazit: Und wer löst künftig das Kompetenzgerangel?

Das Wahlprogramm der Linken kommt im Digital-Check ganz gut weg, jedoch einzig und alleine, weil sie dringende Fragen stellt, die bislang von anderen Parteien kaum konkret beantwortet werden – nämlich zum Thema, welchen Platz der Mensch noch in Zeiten der Digitalisierung einnehmen soll. Die Linke hat erkannt, dass allein mit Weiterbildungsmaßnahmen kaum geholfen ist. Es braucht konkrete Regelungen, beispielsweise in der Plattform-Wirtschaft, hinsichtlich der Honorare und Vergütungen. Denn klar ist auch, dass sich vor allem in wirtschaftlich schlechten Zeiten vermehrt Menschen auf die Tagelöhner-Portale stürzen würden und der Preiskampf dadurch noch heftiger ausgefochten wird.

Bezüglich der Pläne zur Verstaatlichung der Netze und des damit einhergehenden beschleunigten Netzausbaus wird der Steuerzahler erhebliche Mehrkosten fürchten müssen, weshalb sich wiederum die Frage stellt, wie die Linken die Gelder eintreiben wollen. Dem Staat die Netze zu überlassen statt dem Markt würde allerdings bedeuten, dass auch der technische Wettbewerb hier ausgeschaltet wird – mit möglicherweise fatalen Konsequenzen für technische Innovationen.

Die Linkspartei setzt sich derzeit für eine starke Erhöhung des Kindergeldes ein und vor allem auch für eine Anhebung des Grundfreibetrags. Das sind Steuergeschenke für den normalen Bürger, an die sich in der Form keine andere Partei wagt. Viel Geld ausgeben, aber wenig Geld einnehmen? Das klingt nicht besonders wirtschaftlich. Der Plan, die Körperschaftssteuer wieder auf 25 Prozent zu heben, könnte da nur bedingt Abhilfe leisten – und könnte den in Deutschland ohnehin nicht stark ausgeprägten Gründergeist weiter bremsen.

Erfreulich wäre zudem gewesen, wenn die Linkspartei sich zur Auflösung des Kompetenzgerangels der Parteien hinsichtlich der Digitalpolitik geäußert hätte. Um die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft vernünftig gestalten zu können, wäre eine Bündelung der Zuständigkeiten hilfreich. Aktuell teilen sich offiziell drei Behörden die Aufgabe. Jedoch rühren eigentlich fast alle Bundesministerien darin herum. Wofür plädiert die Linke? Für ein Digitalministerium? Für einen Staatsminister im Bundeskanzleramt? Die Frage bleibt offen. Andere Parteien wie die FDP und CDU/CSU sind da konkreter. Erstere plädiert im Wahlprogramm für ein Digitalministerium und Letztere für einen Staatsminister.

Die Wahlprogramme der Parteien im Überblick:

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was wollen CDU/CSU?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die SPD?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will DIE LINKE?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will das Bündnis 90/Die Grünen?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die FDP?

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Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die FDP?

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„Denken wir neu“, titelt die FDP ihr Wahlprogramm – doch was bedeutet das für die Digitalpolitik? Die Freien Demokraten im t3n.de-Digitalcheck von Andreas Weck.

Satte 116 Mal findet sich das Wörtchen „Digital“ im Bundestagswahlprogramm der FDP. Die Digitalisierung ist bei den Freien Demokraten ein Riesenthema. Schon in der Einleitung des Papiers wird das überdeutlich. „Wir befinden uns in einem radikalen Umbruch. Digitalisierung und politische Umwälzungen verändern alles. Nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt steht am Beginn einer neuen Zeit“, schreibt etwa Parteichef Christian Lindner und fordert neue Denkweisen – frei von Vorurteilen, frei von Gewohnheiten, frei von „So haben wir das immer gemacht.“ Die FDP sieht sich als Zukunftspartei und will den digitalen Raum gestalten statt nur verwalten. Die Partei will ein Denken etablieren, das „nach vorne gerichtet ist und das die Lösungen eben nicht in der Vergangenheit sucht.“ Der Umbruch bringe Möglichkeiten, heißt es weiter.

Digitaler Binnenmarkt und Open Data

Vor allem wirtschaftlich soll es dabei vorangehen. Die FDP mit ihrer Kompetenz in Sachen freier Marktwirtschaft, möchte blockierende Grenzen abbauen und einen digitalen EU-Binnenmarkt errichten. Schätzungen der Europäischen Kommission zufolge, könnten allein dadurch 415 Milliarden Euro erwirtschaftet werden und Hunderttausende neue Arbeitsplätze in Europa entstehen. Der Status Quo sieht derzeit jedoch so aus, dass es im Digitalen – anders als bei Waren, Dienstleistungen und Kapital – noch etliche Hindernisse bei Grenzübertritten gibt. Die Mitgliedstaaten haben ihr eigenes Netz mit unterschiedlichen Regulierungen. Das möchte die FPD jedoch ändern. Regulierungsbedingte Barrieren sollen abgebaut werden - ohne dabei den Grundsatz der Vertragsfreiheit zu verletzen.

Als störend empfindet die Partei in dem Rahmen beispielsweise Zugangssperren in den einzelnen EU-Ländern. Wer einen Netflix-Account besitzt, wird das kennen: Serien, die daheim noch liefen, sind im EU-Ausland plötzlich nicht mehr abrufbar. „In einem gemeinsamen Binnenmarkt kann es keine Rolle spielen, von welchem Ort aus Verbraucher auf Internetseiten zugreifen, um beispielsweise ein Hotel für den Urlaub zu buchen oder in einem Online-Shop einzukaufen“, heißt es im Wahlprogramm. Zugangssperren seien ungerechtfertigt, meinen die Freien Demokraten und haben eben jenen Barrieren, im Sinne eines freien digitalen Binnenmarktes, den Kampf angesagt. Dass die Forderung etwa bei illegalen Diensten und Inhalten auch Ausnahmen kennen könnte, wird im Papier jedoch nicht thematisiert.

Mehr Freiheit wünscht die Partei sich auch bezüglich nicht-unternehmensbezogener und nicht-personenbezogener Daten in der Verwaltung. So heißt es im Wahlprogramm, dass es „eine Open-Data- und Open-Government-Strategie für Deutschland“ brauche. Behördliche Daten sollen in maschinenlesbarer Form veröffentlicht und frei zugänglich gemacht werden. Die Vorteile liegen für die Freien Demokraten auf der Hand: Zum einen führe eine Offenlegung zu mehr Transparenz und öffentlicher Teilhabe, da Bürger sich wesentlich informierter in Diskussionen einbringen können. Zum anderen würden die frei zugänglichen Daten aber auch wertvolle Informationen zu Absatzmärkten und Standortentscheidungen für Unternehmen bedeuten. Das könnte wiederum zu neuartigen Online-Diensten führen.

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Wettbewerbs- und Urheberrecht modernisieren

Zudem möchte die FDP einige Gesetze modernisieren. Nicht wenige Regelungen erscheinen der Partei so veraltet, dass vielen Unternehmen, so wie sie jetzt sind, eher schaden als unterstützen. Mit der Forderung eines modernisierten Wettbewerbsrechtes arbeitet sie sich im Rahmen des Wahlprogrammes an einem der aufsehenerregendsten Übernahmefälle der Internetgeschichte ab. Whatsapp hatte 2004 rund 50 Mitarbeiter und verzeichnete bei einem Jahresumsatz von rund zehn Millionen US-Dollar noch deutliche Verluste. Trotzdem hat Facebook den Service im Jahr 2014 für unglaubliche 22 Milliarden US-Dollar erworben, weil er bereits Zugang zu rund 450 Millionen Nutzern und deren Daten besaß. Eine Fusion, die Facebook enorm viel Einfluss und Marktmacht brachte, und die die Kartellbehörden nicht auf den Plan gerufen hat.

Der Grund ist der, dass die Fusionskontrolle der nationalen und europäischen Behörden vor allem beim Überschreiten bestimmter Umsatzschwellen greift, jedoch nicht etwa bei der Transaktionssumme. In rasant wachsenden digitalen Märkten müsse jedoch auch die zu erwartende wirtschaftliche Macht des fusionierten Unternehmens berücksichtigt werden, so die Freien Demokraten. Die Partei plädiert dafür, dass der Transaktionswert, der die Umsatz- und Gewinnerwartungen für die Zukunft widerspiegelt, als weiterer Indikator hinzugezogen wird. Whatsapp war ein umsatzmäßig noch kleines Unternehmen, das jedoch für einen Milliarden-Betrag gekauft wurde, da es den Zugang zu neuen Daten und wichtigen Kommunikationskanälen öffnete. Die FDP möchte der Monopolbildung digitaler Großkonzerne somit etwas entgegensetzen.

Auch soll eine Modernisierung des Urheberrechts jungen Startups helfen. Die FDP schreibt dazu, dass sie ein Urheberrecht möchte, das einen einfachen Rechteerwerb und die unbürokratische und transparente Beteiligung der Urheber an der Verwertung ihrer Werke ermöglicht. Startups bräuchten „die Möglichkeit, einfach und rechtssicher die erforderlichen Lizenzen zu erwerben, um mit ihren Investitionen und der Verbreitung geistiger Leistungen Geld verdienen zu können.“ In Deutschland sorgte zuletzt beispielsweise das Leistungsschutzrecht dafür, dass digitale Aggregationsdienste wie Rivva ihr Angebot beschneiden mussten. Der Dienst, der journalistische Texte anhand von Social-Media-Signalen rankt, hat sich – aufgrund von Rechtsunsicherheiten – von kopierten Anreißertexten verabschiedet, die die Nutzerfreundlichkeit erhöhten.

Die Partei möchte zudem die Schaffung technischer Lösungen fördern, mit denen Urheber im Internet besser über das „Ob“ und „Wie“ einer erlaubten Nutzung entscheiden können. Auch sollen diese Dienste es ermöglichen, die Urheber noch einfacher an der Verwertung ihrer Werke zu beteiligen. Hinsichtlich der in Deutschland doch recht einflussreichen Verwertungsgesellschaften, kommt die FDP nicht um einen einordnenden Satz herum. Die Freien Demokraten schreiben, dass sie die Rolle der Institutionen für eine vereinfachte Rechtewahrnehmung zwar weiterhin anerkennen, jedoch ganz klar auf eine Stärkung des Wettbewerbs, auch in Form von gemeinsamen Vergütungsregeln der Rechteinhaber, setzen. Übersetzt heißt das so viel wie: Mehr Entscheidungskraft für die Kreativen hinter den Werken.

Mit der Modernisierung des Urheberrechts nimmt sich die FDP vor allem die Schaffung von mehr Rechtssicherheit und die Implementierung eines vereinfachten Vergütungssystems für Unternehmer und Firmen vor. Leider geht die Partei viel zu unzureichend auf die Belange von Privatpersonen in ihrem Wahlprogramm ein. Was fehlt, ist eine Position zu einer möglichen Fair-Use-Regel, die Bürger im Zweifel in sozialen Medien schützt. Es gibt unzählige Werke, die im Netz geremixed werden, und die Anwender beim Teilen jedes Mal mit einem halben Bein in eine Abmahnfalle tappen lassen. In Deutschland ist das ein großes Problem. Die Abmahnindustrie verdient gut an der Unwissenheit der Nutzer. Ein stärkerer Verbraucherschutz wäre dringend notwendig.

Moderne Infrastruktur auf den Straßen und im Netz

Die Freien Demokraten setzen sich außerdem „für eine Digitalisierungsoffensive im Verkehrswesen ein“ und wollen es durch „mehr Digitalisierung wieder auf die Überholspur bringen.“ Doch was heißt das konkret? Ein wichtiger Punkt sei die Förderung des autonomen Fahrens. Für die FDP ist klar, dass die Technologie großes Potential zur gesellschaftlichen Teilhabe für diejenigen Bürger besitzt, deren Mobilität derzeit eingeschränkt ist. Autonom fahrende Verkehrsmittel, so die Partei, bieten vor allem auch neue Perspektiven für die Attraktivität des ländlichen Raumes. Ob auf der Straße, Schiene, über Wasser oder in der Luft, überall bieten sich durch vollautomatisiertes und autonomes Fahren große Chancen, heißt es in dem Wahlprogramm. Doch nicht nur die Fahrzeuge sollen sich weiterentwickeln.

Auch die Steuerungsanlagen im Straßenverkehr sollen durch intelligente Verkehrssysteme modernisiert werden. Die FDP unter Christian Lindner möchte unter anderem den Ausbau moderner Verkehrsbeeinflussungsanlagen vorantreiben. So heißt es im Papier, dass Ampeln vermehrt bedarfsgesteuert geregelt und mit Countdown-Anzeigen ausgestattet sowie „grüne Wellen“ effektiv umgesetzt werden sollen. Dafür braucht es vor allem Investitionen in neue Technologien. Aber auch den Zugang zu aktuellen Fahrplandaten des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs. Diese und weitere Forderungen sollen dazu führen, dass sich unter anderem unnötige Staus in Innenstädten auflösen. Intelligente Steuerungsanlagen sollen zukünftig untereinander kommunizieren und den Verkehr komplett automatisiert regeln.

Ein ganz großes Thema ist zudem der Ausbau der Netzinfrastruktur. Nicht zuletzt durch das erhöhte Datenaufkommen, mit dem wir uns schon in naher Zukunft konfrontiert sehen, will die FDP die „notwendige Infrastruktur für die Gigabit-Gesellschaft stärken.“ Die Freien Demokraten wissen längst, dass Deutschland den Anschluss an andere moderne Industrienationen verpasst hat. Im Wahlprogramm verweist die FDP auf den prozentualen Glasfaseranteil an den Breitbandanschlüssen im Juli 2016. Der lag hierzulande bei 1,6 Prozent. Die aktuellsten Zahlen vom Dezember 2016 zeigen, dass der Ausbau nur schleppend vorangeht. Ein halbes Jahr später stieg der Anteil gerade einmal um 0,2 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent an. Zum Vergleich: Der OECD-Durchschnitt lag zur selben Zeit bei etwas über 20 Prozent.

Damit das Thema endlich etwas frischen Wind bekommt, will die FDP, dass der Bund seine direkten und indirekten Aktienbeteiligungen an der Deutsche Telekom AG verkauft. Die Partei sieht diesbezüglich einen gewaltigen Interessenskonflikt, der Innovationen blockiert. Als Regulierer der Telekommunikationsmärkte müsste der Bund für fairen Wettbewerb sorgen. Als Aktionär der größten Unternehmen hat er dagegen ein Interesse an einer hohen Dividende, heißt es im Wahlprogramm. Aufgrund dessen würde die Deutsche Telekom AG bei der Regulierung begünstigt. Experten erkennen das auch an der Position der Bundesregierung hinsichtlich der Netzneutralität: Sie schränkt die Gleichbehandlung von Daten bei der Übertragung im Internet ein. Die Freie Demokraten bekennen sich hingegen zur Netzneutralität.

Fazit: Die FDP als neue Digitalpartei

Die FDP kann wohl gut und gerne als die neue Digitalpartei bezeichnet werden. Sie hat zu so gut wie allen Disziplinen nicht nur eine klare Meinung, sondern auch eine Vision parat. Deren Fortschrittsgedanke setzt schon früh in der Schulbildung an: Die Partei will in den kommenden fünf Jahren mindestens 1.000 Euro an Technik-Investitionen pro Schüler leisten. Auch Lehrkräfte sollen Fortbildungen erhalten und „keine digitalen Amateure“ mehr sein. Die FDP will zumindest auf dem Papier ganz klar in das digitale Know-how der jungen Deutschen investieren. Fraglich ist jedoch, wie sie das auf Bundesebene durchsetzen möchte. Bildung ist Ländersache, und insofern sie in den kommenden Jahren nicht als starke Kraft in den Landesparlamenten auftritt, dürfte das schwierig werden.

Spannend ist auch die Forderung nach einer Einführung eines Digitalministeriums. Die FDP schreibt in ihrem Wahlprogramm, dass die Digitalisierung der Wirtschaft und der Gesellschaft eine komplexe Querschnittsaufgabe sei. Und meint damit, dass diese Fragen nicht mehr nur als Teilaufgabe einzelner Ministerien begriffen werden darf, die sich den Herausforderungen mal eben so nebenbei stellen. Vielmehr sei das Thema eine der zentralen Herausforderungen der Gegenwart. Dass der digitale Fortschritt in Deutschland nur schleppend voranschreite, läge nicht zuletzt auch „am Kompetenzgerangel“ zwischen bislang fünf Ministerien, meint die FDP. Dazu ist zu sagen, dass es offiziell nur drei Ministerien sind, jedoch – mal mehr, mal weniger – eigentlich fast alle in dem Bereich rumrühren.

Die Freien Demokraten möchten, dass zukünftig alle Fäden in einer Hand zusammenlaufen. Die derzeitige Bundesregierung ist sich da noch uneinig. Während Verkehrsminister Dobrindt beispielsweise dafür ist, spricht sich Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries entschieden gegen ein solches Ressort aus. „Denken wir neu“, steht auf dem Bundeswahlprogramm der FDP. Und klar wird hier, dass die Positionen dem Optimismus in nichts nachstehen.

Bei aller Euphorie wird allerdings eine der größten Aufgaben der Politik, die im Rahmen der automatisierten Wirtschaft einhergeht, nur sehr oberflächlich thematisiert. Nämlich: Wie will die Partei mit den zu erwartenden Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt umgehen? Allein das autonome und vollautomatisierte Fahren dürfte im öffentlichen Verkehrswesen zu Massenentlassungen führen. Die Berliner Verkehrsbetriebe haben erst vor wenigen Wochen angekündigt, einen Testlauf mit Kleinbussen auf dem Charité-Gelände durchzuführen. Die menschliche Arbeitskraft am Steuer, wird zukünftig nicht mehr gebraucht. Außer dem ewigen Mantra der Weiterbildung hat die FDP keine Antwort auf diese Herausforderung.

Die Wahlprogramme der Parteien im Überblick:

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was wollen CDU/CSU?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die SPD?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will DIE LINKE?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will das Bündnis 90/Die Grünen?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die FDP?

Wahlprogramm im Digitalcheck: Was will die AfD?

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Miese Vorstellungsgespräche: "Haben Sie eine Essstörung, oder schmeckt es Ihnen einfach nur?"

Spiegel Karriere
imageMal fragt der potenzielle Chef ungeniert nach dem Liebesleben, mal pennt er mittendrin einfach ein: SPIEGEL-ONLINE-Leser berichten von ihren kuriosesten Vorstellungsgesprächen.
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Der Applift-Gründer erklärt, wieso die mobile Revolution erst am Anfang steht

t3n

Nur wenige kennen sich so gut mit Mobile Advertising aus wie Tim Koschella. Im Podcast von Startup Notes spricht der Applift-Gründer über Adtech-Trends und gibt Tipps für Gründer.

Mit der rasant steigenden Internetnutzung auf mobilen Endgeräten wächst auch die Bedeutung von Mobile Advertising stetig. Bereits im Jahr 2021 soll die Größe des weltweiten Marktes für mobile Werbung laut Magna Global voraussichtlich 215 Milliarden US-Dollar betragen, was insgesamt 72 Prozent aller Digital-Budgets repräsentieren würde. Ein riesiger Markt, mit dem sich Applift-Gründer Tim Koschella bestens auskennt. Im Jahr 2012 gestartet, macht das Berliner Startup mit seiner Technologie-Plattform für App-Marketing mehr als 100 Millionen Euro Umsatz pro Jahr.

Vom Studenten zum Seriengründer

Der Weg in die Unternehmensgründung führte Koschella nach dem Uni-Abschluss zunächst in das Geschäft mit Online-Bildungsservices. 2008 gründete Koschella mit einem Kommilitonen die E-Learning-Plattform Lecturio und führte diese für knapp drei Jahre. Mitte 2011 folgte mit mehreren Partnern die Gründung der Hitfox Group – einem Company-Builder, der sich auf Big Data, Mobile Marketing, Fintech und Digital Health spezialisiert hat. Mittlerweile befinden sich mehr als 15 Startups unter dem Dach des Berliner Unternehmens, das weltweit rund 1.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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Applift als Aushängeschild

Das erfolgreichste Venture aus dem Hitfox-Portfolio ist zweifelsohne Applift, das mit seinen Services mehr als 1,2 Milliarden App-Nutzer erreicht. Mit seinen Lösungen ermöglicht das Startup seinen Kunden, den gesamten Lebenszyklus des Marketings einer App zu kontrollieren. Mehr als 500 App-Publisher nutzen die Services von Applift. Unter anderem der für „Angry Birds“ bekannte finnische Handyspiele-Anbieter Rovio.

Auf einen möglichen Börsengang angesprochen, gibt Koschella zu bedenken, dass dies heutzutage nicht zwangsläufig der richtige Weg für ein Adtech-Unternehmen sei. „Adtech-Unternehmen werden vom Markt derzeit nicht sehr vorteilhaft bewertet. Außerdem verlangsamen die Regularien für börsennotierte Unternehmen deren Innovationsfähigkeit und Flexibilität. Man muss jedoch in unserer Branche sehr schnell auf Trends reagieren können.“

Trends in Mobile Adtech

Des Weiteren sieht der Unternehmer Trends wie Chatbots noch eher kritisch. „Chatbots werden zu sehr gehypt. Bis heute gibt es nur wenige erfolgreiche Anwendungsfälle“, sagt Koschella. Zudem bräuchten Chatbots oder auch Voice-Advertising noch einige Jahre, bis sie mit größerer Skalierung Anwendung finden. Koschella sieht indes weiterhin vielversprechendes Potenzial beim Thema Apps.

Mobile Endgeräte hätten die Art und Weise, wie Menschen miteinander agieren, weltweit verändert. Apps würden daher nach Ansicht des Experten auch weiterhin ihren festen Bestandteil in der Digitalisierung haben. „Was wir in den letzten Jahren gesehen haben, war die Entstehung des größten Ökosystems, das jemals existiert hat, um Leute miteinander zu verbinden.“ Mobile Endgeräte seien ein sehr persönlicher Gegenstand und nicht an die Herkunft oder gesellschaftliche Klasse eines Menschen gebunden. „Mittlerweile hat fast jeder ein Handy. Noch nicht unbedingt ein Smartphone, doch das wird sehr bald der Fall sein. Man kann nicht nur Millionen, sondern Milliarden von Menschen Inhalte zugänglich machen und Produkte an sie verkaufen. Dies war eine erdrutschartige Entwicklung für viele Industrien und wird noch die nächsten zehn bis 20 Jahre viele weitere verändern“, so Koschella weiter.

„Lieber eine Position länger offen lassen als jemanden einzustellen, der nicht perfekt passt“

Nach mittlerweile fast zehn Jahren als Unternehmer kann Tim Koschella jungen Gründern einige Ratschläge mit auf den Weg geben. Gerade in den Anfangsjahren musste er vieles auf die harte Tour lernen – so solle man beispielsweise insbesondere den Hinweisen von Investoren nicht einfach blind vertrauen. Diese wären zwar in der Regel zweifelsohne Experten mit Blick auf Wachstums- oder Finanzierungsfragen, aber nicht zwangsläufig für die spezielle Branche oder den Markt eines Startups. Der Applift-CEO unterstreicht ebenfalls, was viele andere erfolgreiche Gründer immer wieder betonen: Das Team ist das wichtigste Asset eines Unternehmens. „Man sollte sich auf jeden Fall Zeit lassen damit, wichtige Positionen zu besetzen. Lieber eine Position länger offen lassen als jemanden einzustellen, der nicht perfekt passt“, so Koschella im Gespräch mit Startup Notes.

Ihr könnt den Podcast von Startup Notes auf iTunes oder SoundCloud abonnieren.

Zum Weiterlesen:

 

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Xbox One X "Project Scorpio": Microsoft startet Vorverkauf der neuen Spielkonsole

Heise Top-News
Xbox One X

Microsoft tritt mit der neuen Xbox One X gegen Sonys Playstation 4 Pro an - mit einem etwas höheren Preis und um einiges höheren Leistung.

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Erdogans Interpol, G20-Schwarze-Liste, Dark Ads entlarven

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1. „Der Kampf hat sich gelohnt“
(tagesschau.de, Martin Mair)
Als kritischer Schriftsteller und Journalist muss man die türkische Justiz fürchten, auch wenn man sich nicht in der Türkei, sondern im Ausland aufhält. Der aus der Türkei stammende deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli war in Spanien via Interpol für eine Nacht festgesetzt worden, ist jedoch mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Die Erleichterung darüber ist jedoch getrübt: Die Türkei hat 40 Tage Zeit, seine Auslieferung zu beantragen. Der „Deutsche Journalisten-Verband“ rät allen Türkei-kritischen Journalistinnen und Journalisten dazu, vor Antritt einer Auslandsreise beim Bundeskriminalamt einen Antrag auf Selbstauskunft zu stellen.

2. Schwarze Liste mit falschen Infos
(taz.de, Pascal Beucker)
Unmittelbar vor Beginn des Hamburger G20-Gipfels Anfang Juli wurden knapp drei Dutzend JournalistInnen die bereits erteilten Akkreditierungen wieder entzogen. Sechs Wochen später haben nun die ersten JournalistInnen schriftlich vom Bundeskriminalamt (BKA) Auskunft bekommen, wie sie auf der Schwarze Liste gelandet sind. Sie seien, freundlich formuliert, verwundert… Die Mehrzahl der 32 Betroffenen würde jedoch trotz gegenteiliger Versprechungen bis heute auf eine Auskunft darüber warten, weswegen ihnen die Akkreditierung entzogen wurde.
Weiterer Lesetipp mit weiterführenden Links: Das „Netzwerk Recherche“ hat den Entzug von Presseakkreditierungen während des G20-Gipfels nochmal scharf kritisiert und das Versagen des Bundespresseamts, des Bundeskriminalamtes und anderer Sicherheitsbehörden angeprangert:

3. Mit eurer Hilfe will BuzzFeed den geheimen Facebook-Wahlkampf in Deutschland aufdecken
(buzzfeed.com, Marcus Engert & Daniel Drepper)
Sowohl im Trump-Wahlkampf als auch bei der Brexit-Abstimmung sollen im Wahlkampf sogenannte „Dark Ads“ verwendet worden sein. Dabei handelt es sich um Werbeanzeigen, die nur an bestimmte Personengruppen auf Social Media ausgespielt wurden. Die Gefahr dabei: „Die Parteien sind kaum noch an ihre öffentlichen Aussagen gebunden. Sie können im Geheimen einen populistischen Wahlkampf fahren, der komplett ihrem öffentlichen Profil widerspricht. Sie können am rechten oder am linken Rand fischen, sie können den Menschen nach dem Mund reden – und sie können ihren politischen Gegner attackieren, ohne dass dieser sich wehren kann.“
„BuzzFeed News“ und „t-online“ wollen in Zusammenarbeit mit den britischen Programmierern von „WhoTargetsMe“ diese dunklen Anzeigen transparent machen. Über eine Browser-Erweiterung werden die Anzeigen auf Facebook ausgelesen und analysiert, welche Partei welche Anzeigen für welche Zielgruppe schaltet.

4. So erkenne ich, ob ein Medium seriös informiert
(infosperber.ch, Urs P. Gasche )
Man braucht kein Profi oder Alleswisser zu sein, um zu beurteilen, ob ein Artikel oder Tagesschau-Beitrag seriös oder dubios ist, findet Urs P. Gasche. Die Seite „Infosperber“ hat sieben starke Indizien für die Glaubwürdigkeit zusammengestellt, die es auch Nicht-Fachleuten erlauben würden, die Glaubwürdigkeit einer Meldung zu überprüfen: Je mehr von ihnen zutreffen, desto seriöser und glaubwürdiger seien die verbreiteten Informationen.

5. ARD und ZDF im Netz – wie sieht ein zeitgemäßer Auftrag aus?
(blog.wdr.de, Dennis Horn)
Dennis Horn denkt im „WDR“-Blog darüber nach, wie ein öffentlich-rechtliches Medium im Jahr 2017 eigentlich aussehen müsste. Einige Passagen des Rundfunkstaatsvertrags seien nachvollziehbar wie die Negativliste, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk verbietet, online Anzeigenportale, Branchenregister oder Stellenbörsen aufzuziehen. Anders sehe es jedoch bei den Löschregeln aus oder dem Verbot der „Presseähnlichkeit“. Außerdem schließe er sich der Forderung an, in Zukunft mehr von den Zuschauern per Gebühr finanzierte Inhalte mittels Creative-Commons-Lizenz freizugeben.

6. Der Pranger als politische Waffe
(sueddeutsche.de, Jakob Biazza)
Die Umweltwissenschaftlerin Jennifer Jacquet forscht an der New York University über die Evolution und die Funktion und Zukunft des Schamgefühls. Im hierzulande eher verpönten, öffentlichen Bloßstellen sieht sie ein zu wenig genutztes Potenzial. Das „Beschämen“ könne im Kampf gegen Umweltverschmutzung oder Menschenrechtsverletzungen genutzt werden; die Welt werde besser, wenn Leute öffentlich bloßgestellt würden. Im Interview verrät sie, wann öffentliches Bloßstellen am besten funktioniert und warum Donald Trump die Ausnahme von der Regel ist.

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Auf diese Tools setzt Adjust

t3n

In unserer Artikelserie „Auf diese Tools setzt…“ gewähren bekannte Internetfirmen aus Deutschland seltene Einblicke in ihren Tech-Stack. Heute an der Reihe: Das Marketing-Startup Adjust.

t3n.de: Welches Tool setzt ihr für das HR- und Bewerbermanagement ein?

Wir arbeiten mit Bamboo HR, um sämtliche Mitarbeiterinformationen wie Verträge, Essens- und Reisepräferenzen und Geburtstage zu sammeln und zu speichern. Aber auch, um Performance-Reviews zu erstellen. Für das Bewerbungsmanagement verwenden wir Jobvite.

t3n.de: Welches Tool hilft euch beim Kundensupport?

Wir sind vor ein paar Monaten zu Service Cloud gewechselt, da wir jetzt eine bessere Kontrolle über den Aufbau der Support-Tickets haben. So konnten wir überflüssige Informationen wie Bearbeitungscode komplett verstecken und weitere Änderungen vornehmen, sodass Kunden die Support-Mails einfacher lesen, beantworten und verstehen können. Zudem nutzen wir die Sales Cloud von Salesforce. Dazu gehören Rechnungen und andere Werkzeuge, die unsere Account-Manager nutzen. Das erleichtert letztendlich die Arbeit unserer Account-Manager, da sie sämtliche Aufgaben erledigen können, ohne die Service Cloud zu verlassen.

t3n.deAuf welches Tools für das Team-Messaging setzt ihr? 

Slack.

t3n.de: Welches CRM-System kommt bei euch zum Einsatz?

Salesforce. Dabei ist die größte Herausforderung sicherzustellen, dass alles immer up to date ist.

t3n.deAuch das Projektmanagement und die Aufgabenverwaltung wird heute über Tools abgewickelt. Welche kommen bei euch zum Einsatz?

Trello! Es ist ein unglaublich gutes Tool, um Aufgaben und Prioritäten aller Art zu organisieren und zu managen. Es ist sehr intuitiv und einfach in der Handhabung. Einziger Nachteil ist, dass es bei zu vielen Aufgaben (Karten) zu unübersichtlich wird und somit kontinuierlich gepflegt werden muss.

t3n.de: Welche Tools kommen bei euch für das E-Mail-Marketing und die Verwaltung von Newslettern zum Einsatz?

Marketo.

t3n.deFast jedes Startup verfügt auch über ein KPI-Dashboard zur Messung von Kennzahlen. Welches nutzt ihr und warum gerade das?

Wir haben vor Kurzem angefangen mit Bizible zu arbeiten, testen aber auch mit Plattformen wie Trendkite, Marketo und Salesforce.

t3n.de: Nutzt ihr ein Tool zur Konkurrenzbeobachtung? Wenn ja, welches?

Google Alerts, RSS-Feeds, Datanyze und Mighty Signal. Dazu schauen wir manuell durch Blogs und haben Newsletter abonniert.

t3n.deIst ein Tool zur Messung der Teamstimmung beziehungsweise zur Optimierung der Unternehmenskultur im Einsatz? Wenn ja, welches?

Getfeedback. Es ist einfach in der Handhabung mit der Option für anonyme Umfragen. Dadurch bekommen wir deutlich offenere und ehrlichere Antworten. Zudem gibt es eine Export-Funktion, die eine einfache Auswertung ermöglicht.

t3n.de: Auf welchen Hoster setzt ihr für eure Website?

Wir verwenden unseren eigenen Server und hosten somit unsere Website selbst. Die Server stehen in Deutschland.

t3n.de: Verwendet ihr auch eine Cloud-Telefonanlage?

Nicht direkt. Wir nutzen Skype, Google Hangouts, Slack, Go To Meeting und Join.me. Wir verwenden hier so viele Tools, weil keines davon 100 Prozent zuverlässig arbeitet. Oftmals müssen wir auf eine Alternative ausweichen, was mitunter viel Zeit kostet. Hier gibt es definitiv Raum für Verbesserungen.

t3n.deAbschließend: Gibt es sonst noch ein Tool, auf das ihr nicht mehr verzichten könnt? Wenn ja, welches und warum?

Google Drive und Dropbox: Hier werden buchstäblich alle Dokumente, die wir erstellen, gespeichert. Und noch Grammarly: Dein bester Freund, wenn es ums Korrekturlesen geht.

Weitere Artikel aus der Reihe:

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Kolumne „Nine to five“: Einfach abschalten?

FAZ Beruf & Chance
Handy aus: Ist das nicht eigentlich Stress pur?

Smartphone abschalten, Twitter nicht mehr verfolgen, Mails ignorieren, keine Facebook-Posts mehr absetzen. So geht die echte digitale Entgiftungskur. Und nach zwei Wochen? Ist die Entspannung dann perfekt?

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Die WordPress Wartungs-Checkliste: Darauf solltest Du achten

Dr. Web
Wordpress Wartungscheckliste: Darauf solltest Du achten

Egal ob du ein Neuling oder erfahrener Webmaster bist, Wartungsarbeiten sind ein wichtiger Faktor, um die Qualität deiner WordPress-Website zu verbessern und dich besser schlafen zu lassen.

Mit der Verwendung von WordPress als Motor deiner Website reicht es nicht, die Website zu erstellen und sich danach nicht mehr darum zu kümmern. Dein WordPress sollte eine gut geölte Maschine sein, die dir stets gute Dienste leistet.

Besonders dann, wenn du von deinen Inhalten leben möchtest, solltest du dir eine Checkliste erstellen, um deine Webseite zu pflegen. Dieser Artikel soll dir dabei helfen.

Wordpress Wartungscheckliste: Darauf solltest Du achten

Dein Auto pflegst du doch auch, warum nicht auch dein WordPress?

Warum Wartungsarbeiten so wichtig sind

Wenn deine Website zu deinem Einkommen beitragen oder es gar komplett finanzieren soll, dann musst du dich auch um sie kümmern. Vieles kann schnell geschehen, ohne das wir es mitbekommen.

Die Aktivierung eines Plugins kann bereits das Design deines Themes in Teilen zerstören. Zudem könntest du das Ziel eines Hacker-Angriffs werden. Passieren kann vieles, deshalb achte auf dein WordPress und pflege es regelmäßig.

Du kannst deine Website nicht einfach über eine längere Zeit unbeachtet lassen. Pflege sie wie dein Auto, und sie wird dir gute Dienste leisten. Deshalb hier meine Checkliste für dich.

WordPress Wartungscheckliste: Darauf solltest du achten

Wenn du einige Dinge bereits umgesetzt hast, ist das toll! Doch vielleicht wirst du noch den einen oder anderen Punkt nicht auf deiner Liste haben. Lass uns beginnen:

1 – Schaue dir deine Website an wie ein Besucher

Hört sich merkwürdig an? Das ist jedoch ein wirklich wichtiger Punkt. Zumeist sehen wir nur den Adminbereich unserer Website, schauen jedoch kaum mal, wie die Seite von den Besuchern gesehen wird.

Doch genau das ist wichtig, denn dann kannst du schnell feststellen, ob ein Plugin vielleicht dein Design in manchen Bereichen zerstört oder nicht optimal in das Design deiner Website eingebunden ist.

Zudem könnte es auch möglich sein, dass die Benutzerfreundlichkeit verbessert werden könnte. Solltest du in dieser Richtung etwas feststellen, behebe es besser sofort. Du unterhältst deine Webseite nicht für dich, sondern für deine Besucher.

2 – Lege ein Child-Theme an

Immer wenn du signifikante Änderungen an dem Design deines Themes machen möchtest, oder über die functions.php eine neue Funktion hinzufügen willst, solltest du ein Child-Theme dafür nutzen. Denn dann sind deine Änderungen nach einem Theme-Update noch vorhanden. Ansonsten nicht.

Weitere Informationen:

So gehts: Dr. Webs Guide zu WordPress Child-Themes

3 – Sorge für vernünftige Backups

VaultPress: Optimale Backup-Lösung für nur $3,50 monatlich.

VaultPress: Optimale Backup-Lösung für nur $3,50 monatlich.

Ein Backup deiner Internet-Präsenz ist extrem wichtig! WordPress ist das beliebteste Content Management System der Welt und damit auch der erklärte Liebling der Hacker-Gemeinde. Jeden Tag werden WordPress-Websites angegriffen, egal, wie klein und unbedeutend sie sein mögen.

Sorge daher für ein funktionelles Backup deiner Seite. Erfahrungsgemäß ist es unvorteilhaft, die Backups auf dem Server zu speichern, wo auch die Website liegt.

Die meisten kostenlosen Plugins arbeiten allerdings so. Zudem braucht man eingehende Kenntnisse in der Wiederherstellung. Ich empfehle dir für diesen Job ein Abonnement bei VaultPress abzuschliessen. Damit kommen auch Einsteiger gut zurecht.

Es kostet zurzeit $3.50 (3,15 €) monatlich. Du kannst die gesamte Website mit einem Klick wiederherstellen oder auch nur einzelne Dateien. Ich benutze diesen Dienst seit Jahren und er hat mir stets gute Dienste geleistet.

VaultPress besuchen »

4 – Halte WordPress, das Theme und die Plugins stets aktuell

Die drei schlimmsten WordPress-Sicherheitslücken heißen WordPress, Plugins und Themes. Ich werde konkret:

WordPress Core: Mit jeder neuen Version werden auch die Sicherheitslücken der vorigen Version bekannt. Ohne ein schnelles Update hast du daher ein ernstes Sicherheitsproblem und musst dich nicht wundern, wenn der freundliche Hacker aus der Nachbarschaft die Lücken ausnutzt.

Die Plugins: Die Code-Qualität der Plugins aus dem kostenlosen Verzeichnis von WordPress ist meist nicht berauschend, es findet keine großartige Qualitätskontrolle für die Aufnahme eines Plugins in das Verzeichnis statt. Daher solltest du nur die Plugins wählen, die ein regelmäßiges Update erfahren.

Achtung: auch Plugins, die nicht aktiviert sind, stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Diese Plugins solltest Du löschen.

Die Themes: Auch Themes müssen regelmäßige Updates bekommen. Damit dein Theme auch bei Design-Änderungen noch Update-fähig ist, verwende ein Child-Theme. Themes, die nicht genutzt werden, solltest du löschen. Sie stellen ebenfalls ein Sicherheitsrisiko dar.

Kümmere dich regelmäßig um alle Updates, und deine Website ist wesentlich sicherer als zuvor. Lösche ungenutzte Themes und Plugins.

5 – Optimiere die Ladezeit deiner Website

Die Ladezeit deiner Website sollte so gering wie nur möglich sein. Zwei Gründe sprechen für eine stete Weiterentwicklung des Speeds: Je schneller deine Website lädt, desto besser werden deine Beiträge in der Google-Suche gerankt. Lädt deine Website schneller als die eines Konkurrenten, wirst du vor ihm in den Suchergebnissen auftauchen.

Der zweite Grund ist eine erhöhte Benutzerfreundlichkeit. Weiter oben im Text habe ich bereits angemerkt, dass du deine Website nicht für dich unterhältst, sondern für deine Besucher. Dem durchschnittlichen User mangelt es sehr an Geduld, wenn deine WordPress-Seite zu langsam lädt, wird er die Seite verlassen und nicht wiederkommen.

Google sieht als Obergrenze gern eine Ladezeit von 1,5 Sekunden vor. Eine durchschnittliche WordPress-Website baut sich jedoch erst innerhalb von zirka 4 Sekunden auf. Zu achtzig Prozent liegt das am übermäßigen Einsatz von Plugins, die restlichen zwanzig Prozent entfallen auf nicht-optimierte Bilder.

Lösche daher alle Plugins, die nicht unbedingt sein müssen. Spielkram wie Slider kosten richtig Speed und nerven zudem noch die Besucher. Optimiere deine Bilder in Bezug auf Abmessung und Dateigröße, bevor du sie in den Artikeln verwendest. Beschäftige dich mit den Dingen, die deine Website schneller machen.

Die Ladezeit testen: Die Pingdom Tools

Die Google Page Speed Tools sind nicht das richtige Werkzeug für eine Speed-Optimierung, denn sie zeigen dir nicht die Ladezeit. Nutze dafür die Pingdom Tools. Dort siehst du die reale Geschwindigkeit und die Dinge, die du verbessern kannst. Gib deine URL ein und wähle »Test from Stockholm, Sweden«.

Ein Beispiel:

Die korrekte Eingabe von URL und Test-Ort.

Die korrekte Eingabe von URL und Test-Ort.

Das Ergebnis des Speed-Test für meine Website.

Das Ergebnis des Speed-Test für meine Website.

Das Verbesserungs-Potenzial meiner Website: die Bilder.

Das Verbesserungs-Potenzial meiner Website: die Bilder.

Speed-Test aufrufen »

Weitere Informationen:

Dr Web Shop: E-Book: WordPress Performance

6 – Checke regelmäßig deine Links

Du hast wahrscheinlich noch niemals die Funktion der Links auf deiner Website überprüft. Tröste dich, du bist nicht allein. Allerdings sind defekte Links ein echtes Problem. Defekte Links zu haben bedeutet wichtige SEO-Punkte zu verlieren, weil Google auch die Benutzerfreundlichkeit einer Website wertet.

Auch deine Besucher bewerten die Benutzerfreundlichkeit, denn niemand klickt gern auf einen Link, der nicht mehr die gewünschten Informationen liefern kann.

Überprüfe deine Links daher regelmäßig. Du kannst ein Plugin für diesen Job einsetzen, ich empfehle dir das Plugin Broken Link Checker.

Broken Link Checker Plugin

Automatisch, gut und nützlich: das Broken Link Checker Plugin

7 – Prüfe und optimiere deine 404-Fehlerseite

User bekommen gerade diese Unterseite einer Website relativ oft zu sehen. Entweder haben sie eine falsche URL eingegeben, oder ein Link funktioniert nicht mehr. Natürlich könnte der Inhalt auch umgezogen sein.

Gerade weil die Benutzer diese Seite ab und an zu sehen bekommen, ist die Optimierung ziemlich nützlich für dich. Denn diese Seite entscheidet, ob du den Besucher verlieren wirst oder nicht.

Die meisten Themes bieten ein Template für die Fehlerausgabe an, es nennt sich 404.php. Dieses Template kannst du mit einem HTML-Editor öffnen und bearbeiten. Sorge für eine Übersetzung, binde eine Suchfunktion ein und liste deine besten Beiträge auf. Ein Link auf deine Sitemap sollte keinesfalls fehlen.

Weitere Informationen:

Dr Web: Sitemap mit WordPress: Ein Inhaltsverzeichnis für deine Leser

8 – Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Dieser Part gerät leicht in Vergessenheit, dabei kannst du gerade hier viele Punkte für Google einsammeln. Viele SEO-Plugins haben diesen Part bereits integriert; zum Beispiel Yoast SEO. Unterhalb des Schreibeditors in WordPress findest du die dafür zuständige Box.

Arbeite alle Punkte der SEO-Box ab und deine Beiträge sind gut für Google vorbereitet.

Arbeite alle Punkte der SEO-Box ab und deine Beiträge sind gut für Google vorbereitet.

9 – Poste regelmäßig neue Beiträge

Je mehr Beiträge du postest, desto mehr Besucher wirst du bekommen. Logisch, denn du hast dann mehr Artikel in der Google-Suche platziert. Damit die Google-Besucher auch deine treuen Leser werden, solltest du regelmäßig neue Beiträge verfassen.

Ein Beitrag pro Woche ist regelmäßig. Ein Beitrag alle vierzehn Tage ebenfalls. Es kommt nur darauf an, das du es regelmäßig tust und deine Leser sich darauf verlassen können.

10 – SEO: Überarbeite deine Beiträge regelmäßig

SEO: Extrapunkte durch aktuellen Content.

SEO: Extrapunkte durch aktuellen Content.

Wenn du bereits einige Beiträge verfasst hast, dann bietet sich dir eine gute Grundlage für zusätzliche SEO- und Benutzerpunkte. Ich rate dir dringend dazu, deine alten Beiträge regelmäßig zu überarbeiten, damit sie stets aktuell bleiben.

Je mehr aktuelle Beiträge dein Blog umfasst, desto besser wirst du in den Suchergebnissen gefunden werden.

Brian Dean von Backlinko verfasst nur einen Beitrag im Monat, hält jedoch alle seine Artikel immer aktuell. Das verschafft ihm Top-Positionen im Ranking für einige Keywords. Deine Besucher werden ebenfalls begeistert sein, denn du hältst dann nur aktuelle Informationen für sie bereit.

Weitere Informationen:

Dr Web: Frühjahrsputz: 6 neue Wege mit alten Inhalten. Mache mehr aus deinem Blog

11 – Teste regelmäßig deine Formulare

Fast jede Website bietet mittlerweile ein Kontaktformular an. So manche Website setzt jedoch für die verschiedensten Zwecke wesentlich mehr Formulare ein. Es wäre äußerst unvorteilhaft für dich, wenn diese Formulare nicht funktionieren.

Prüfe also, die Formulare E-Mails versenden können und ob sie eventuell im Spam-Ordner der E-Mail-Klienten landen. Aktualisiere bei dieser Gelegenheit auch deine Admin-E-Mail-Adresse.

Ist die Adresse nicht mehr aktuell, wirst du keine E-Mails von deiner Website empfangen können. Plugins wie zum Beispiel Contact Form 7 nutzen die Admin-E-Mail als Empfänger-Adresse.

Fazit

Nun hast du die 11 Punkte kennengelernt, die für eine regelmäßige Wartung deiner WordPress-Website wichtig sind. Arbeite die Liste ab und lege dir einige Punkte zur wiederkehrenden Abarbeitung auf Termin.

Checke vielleicht zweimal wöchentlich auf neue Updates, überarbeite deine Beiträge ein- bis zweimal jährlich und poste verlässlich wie ein Uhrwerk neue Artikel. Dann steht dem Erfolg deiner Website nichts mehr im Weg.

Der Beitrag Die WordPress Wartungs-Checkliste: Darauf solltest Du achten erschien zuerst auf Dr. Web.

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„Bild“ und Angst? Niemals!

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Nach dem Terroranschlag in Barcelona hat „Bild“-Chefreporter Peter Tiede beobachtet, dass er selbst deutlich schneller zur Tagesordnung zurückkehre als noch vor wenigen Jahren. Es sei „ALLTAG TERROR“:

Ausriss Bild-Zeitung vom 19. August 2017 - Alltag Terror - Weil wir nicht in Angst erstarren, geht die ISIS-Strategie nicht auf!

Tiede schreibt, dass er nicht mehr, wie früher, vor dem Fernseher sitze und „mit den Opfer-Ländern“ weine. Er fragt sich:

Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, dass das nicht mehr so ist?

Eine erste Antwort liefert Angstforscher Borwin Bandelow:

Der Angstforscher Borwin Bandelow (65) beruhigt: „Niemand muss sich schuldig fühlen, weil er schnell zur Tagesordnung übergeht nach Anschlägen wie nun in Barcelona.“ Er meint sogar: „Wir gehen in gewisser Weise jetzt rationaler und richtiger mit Anschlägen um, als zu Beginn der ISIS-Terror-Serie in Europa.“

Eine weitere Antwort kommt von Kriminal-Psychologe Christian Pfeiffer:

Am Ende hat Professor Pfeiffer den ultimativen Trost: „Unsere gesunde Psyche schützt uns vor den Irren der ISIS: Sie bewahrt uns davor, irrational, panisch oder überängstlich zu reagieren — also den ISIS-Plan zu erfüllen. Indem wir eben nicht in Angst und Panik verfallen, geht deren Strategie nicht auf.“

Alles klar — es wäre also falsch, in Angst zu erstarren, denn das ist der Plan der Terroristen des sogenannten IS. Und noch schlimmer wäre es wohl, diese Angst auch noch zu verbreiten, denn dann würde man den Terroristen ja sogar beim Aufgehen ihres Plans helfen.

Am 21. Dezember 2016, zwei Tage nach dem Terroranschlag auf den Berliner Breitscheidplatz, sah die „Bild“-Titelseite so aus:

Ausriss der Bild-Titelseite vom 21. Dezember 2016 - In riesigen Buchstaben Angst - Mindestens 12 Tote - Bewaffneter Täter nach Blutbad geflohen - Was im LKW geschah - ISIS bekennt sich zum Anschlag - BKA-Chef warnt: Erhöhtes Attentats-Risiko - Die Welt trauert mit Berlin
(Unkenntlichmachung durch uns.)

Mit Dank an @j_goeb für den Hinweis!

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Bericht: Apple Pay angeblich schon im September in Deutschland

t3n

Die Hinweise verdichten sich, dass Apple Pay im September endlich auch in Deutschland startet. Einem Bericht zufolge sollen deutsche Banken entsprechende Tests abgeschlossen haben.

Apple Pay schon im September in Deutschland? Ein Brancheninsider sagt ja

Im Jahr 2014 war das bargeldlose Bezahlsystem Apple Pay gemeinsam mit dem iPhone 6 vorgestellt worden. Bis nach Deutschland hat es Apple Pay aber bis heute nicht geschafft – obwohl es schon im Herbst 2016 Hinweise auf einen baldigen Start hierzulande gegeben hatte. Jetzt hat ein Brancheninsider aus dem Nähkästchen geplaudert, wie iPhone-Ticker.de berichtet. Demzufolge sollen führende deutsche Direktbanken die Vorbereitungen für den Start von Apple Pay abgeschlossen haben.

Apple Pay könnte im September endlich nach Deutschland kommen. (Bild: Apple)

Der Diplom-Jurist Ehssan Khazaeli hat auf seinem Twitter-Account über eine Apple-Pay-Einführung in Deutschland schon Mitte September spekuliert. Als Begründung gab er an, dass deutsche Direktbanken ihren IT-Mitarbeitern für die Kalenderwochen 36 bis 39 jeweils Urlaubssperren erteilt hätten. Dies sei auch schon im vergangenen Oktober der Fall gewesen, als ein geplanter Deutschlandstart geplatzt sei. Laut iPhone-Ticker.de soll Khazaeli kürzlich mit einem für die Implementierung von Apple Pay beauftragten IT-Mitarbeiter einer Bank gesprochen haben.

Führende deutsche Direktbanken erteilen IT-Abteilungen für KW 36-39 Urlaubssperren. #ApplePay Einführung Mitte September?

— Ehssan Khazaeli  (@EhssanKhazaeli)
August 20, 2017

Dem Insider nach sollen streng abgeschottete Bank-Mitarbeiter die Softwaretests in verschlossenen Räumen durchgeführt haben. Darüber hinaus hätten Validierungsprozesse für die Kreditkarten aufgesetzt werden müssen. Zu Verzögerungen habe ein Problem bei der Abwicklung der Bezahlungen geführt. Neben der Software sollen die IT-Mitarbeiter das Funktionieren des Systems aber auch auf Apple-Geräten wie iMacs, iPhones und Watches getestet haben, die von Apple zur Verfügung gestellt und mit einer abgespeckten OS-Version ausgerüstet worden seien.

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Apple Pay: Deutschlandstart als Überraschung bei iPhone-8-Event?

Gegen eine baldige Einführung von Apple Pay spricht allerdings, dass Apple-Finanzchef Luca Maestri im Rahmen der Bekanntgabe der Quartalszahlen Anfang August neue Länder für einen baldigen Start des Bezahlsystem genannt hat. Konkret handelt es sich um die Vereinigten Arabischen Emirate, Dänemark, Finnland und Schweden – ein Deutschlandstart wurde nicht angekündigt.

iPhone 8: Das soll das Jubiläums-Smartphone an Bord haben – und so könnte es aussehen

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Viel Display, kaum Rahmen. So soll das iPhone 8 angeblich aussehen. (Bild: Benjamin Geskin)

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Dabei waren in frühen Versionen von Apples kommendem mobilen Betriebssystem iOS 11 Apple-Pay-Informationen in deutscher Sprache aufgetaucht. Ob der Start von Apple Pay in Deutschland als überraschender Paukenschlag bei der iPhone-8-Vorstellung geplant ist? Um mehr als Hinweise und Spekulationen handelt es sich aktuell noch nicht. Wir halten euch aber weiter auf dem Laufenden.

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