Öffnet Balkontür 

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*Öffnet Balkontür* *Augenbrauen verpuffen**Brusthaar steht in Flammen* *Schliesst Balkontür* — Gedankenstich (@Gedankenstich) June 21, 2017

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Erst die Nazi-Silber-Schatz-Sensation, dann die Recherche

BildBlog

Die „Bild“-Zeitung gestern morgen:

Bild.de gestern am Nachmittag:

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Bundestag gibt Staatstrojaner für die alltägliche Strafverfolgung frei

Heise Top-News
Staatstrojaner

Die Polizei darf künftig offiziell Internet-Telefonate und Messenger-Kommunikation bei Verdacht auf eine Vielzahl von Delikten überwachen sowie heimliche Online-Durchsuchungen durchführen. Ein Entwurf dazu hat das Parlament passiert.

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Ludus: Eine Powerpoint-Alternative nicht nur für Designer

t3n

Mit der neuen Web-App Ludus machen Präsentationen wieder Spaß. Speziell für Designer ist das Tool überaus interessant.

Schicken wir Powerpoint in Rente

Schon das Wort „Präsentation“ erzeugt eine gewisse Schläfrigkeit beim Zuhörer. Wer sich schon seit den Neunzigern im Arbeitsleben bewegt, weiß, wovon die Rede ist. Immerhin wurde damals alles ausschließlich mit Powerpoint präsentiert. Jeder gute, aber vor allem jeder schlechte Redner nutzte den Dinosaurier aus Redmond, um seine mehr oder weniger wackeligen Thesen mit zumeist üblem Design zu untermauern.

Bis zum heutigen Tage hat sich Powerpoint nur ganz sachte fortentwickelt, und so ist es der digitale Ersatz für den in den Achtzigern üblichen Tageslichtprojektor geblieben. Dabei sind nicht nur die Anforderungen an moderne Präsentationen seither rasant gestiegen, auch die technischen Möglichkeiten haben sich deutlich fortentwickelt. Weder Powerpoint noch Keynote trägt allerdings diesen Trends hinreichend Rechnung.

Ludus definiert die Präsentation neu

Schon aus diesen Gründen ist es durchaus naheliegend, über eine web-basierte Alternative zu den alternden Platzhirschen nachzudenken. Das Projekt Ludus begnügte sich nicht mit dem Nachdenken, sondern brachte eine Lösung an den Start, die neu definiert, was moderne Präsentationslösungen heutzutage können müssen.

Das Interface kommt Designern vertraut vor. (Screenshot: Ludus)

Dabei beseitigt Ludus nicht nur die konventionellen Probleme einer jeden Desktop-Präsentationssoftware, wie etwa die Schwierigkeiten, die beim Teilen der bisweilen riesigen Dateien entstehen, oder die Kompatibilitätsprobleme bei der Verwendung unterschiedlicher Rechner im Kreise der Adressaten der Präsentation. Ludus bringt vor allem eine Flexibilität ins Spiel, die mit lokal erstellten, proprietären Dateien gar nicht zu erreichen ist.

Ludus ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt in der Lage, bestehenden Web-Content per Drag & Drop oder Copy & Paste in die Präsentation zu integrieren. So könnt ihr etwa Formulare mit Youtube-Videos kombinieren oder animierte Gifs aus GIPHY einfügen.

Maximale Offenheit nach außen macht Ludus maximal flexibel

Ludus integriert Bilder aus Dropbox, Flickr, GIPHY, Instagram und Unsplash, Schriften aus Google Fonts, Typekit oder eurem eigenen Computer, Piktogramme von Icons8 und The Noun Project sowie Videos von Youtube, Vimeo, Streamable, Wistia und Vid.me. Ebenfalls möglich ist der Einbau von eigenem Content aus InVision, Framer und SketchFab.

Ludus ist ein offenes System. (Screenshot: Ludus)

Die Macher betrachten diese durchaus lange Liste nur als einen Einstieg. Als Vorbild nennen sie Slack, das durch eine Öffnung hin zum Drittentwicklermarkt mittlerweile für nahezu jeden Zweck eine eigene Lösung anbieten kann.

Nicht nur Elemente zusammenschieben, auch gestalten ist möglich

Anders als andere Präsentations-Tools ist Ludus nicht nur in der Lage, Material aus verschiedenen Quellen seitenorientiert zusammenzufügen. Vielmehr verfügt die Software über eigene Designwerkzeuge, die sie weit über den Normalzustand einer Slideshow-Software hinausheben.

Gerade Designer können sich mithin so richtig austoben und ihre ganz konkreten Gestaltungsideen umsetzen. Wer sich mit Sketch auskennt, wird sich in Ludus gleichsam wie Zuhause fühlen, so Vincent Battaglia, CTO und Mitgründer des Projekts. Mich erinnert die Oberfläche eher an die Produkte aus dem Hause Adobe.

Einen ersten Eindruck vermittelt dieses Video:

Ludus könnt ihr kostenlos nutzen

Ludus gibt es in einer kostenfreien Variante, die auf einen einzelnen Nutzer limitiert ist und keine Kollaboration erlaubt. Die Zahl der Präsentationen ist allerdings unbegrenzt. Wenn ihr eure Präsentationen zusätzlich mit einem Passwort schützen oder die Oberfläche als White Label nutzen wollt und mehr Speicherplatz benötigt, dann ist der Pro-Account für 99 US-Dollar pro Jahr eure Wahl. Teams mit bis zu zehn Nutzern müssen 499 US-Dollar pro Jahr veranschlagen.

Der Begriff Ludus stammt übrigens aus dem Lateinischen und bezeichnet eine Bildungseinrichtung, die Kinder im alten Rom besuchten, um dort spielerisch zu lernen. Das Tool befindet sich in einer privaten Beta-Phase. Es ist ein Invite erforderlich, um sich anmelden zu können. Nachdem Ludus vor einiger Zeit die Startseite von Product Hunt erobern konnte, ist die Warteschlange allerdings derart lang geworden, dass ihr etwas Geduld mitbringen müsst. Schnelles Ausprobieren ist momentan nicht möglich. Eintragen könnt ihr euch hier.

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Abgas-Skandal: USA fahnden angeblich weltweit nach VW-Managern

Heise Top-News
Abgas-Skandal: USA fahnden angeblich weltweit nach VW-Managern

Die USA haben bei Interpol eine Ausschreibung zur Fahndung gegen fünf ehemalige VW-Mitarbeiter erwirkt, die in Deutschland wohnen. Sie sollten das Land nicht verlassen, wenn sie nicht ausgeliefert werden wollen.

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Trump verschreckt deutsche Gründer

FAZ Beruf & Chance
Donald Trump

Immer weniger Start-ups zieht es in die Vereinigten Staaten. Deutschland wird als Gründerland attraktiver – kann sich jedoch noch einiges von Amerika abschauen.

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K5 Berlin: Was die Food-Branche mit Mymüsli, Rewe und Zooplus jetzt bewegt

t3n

Mymüsli, Zooplus und Rewe liefern Insights zu den Themen und Wachstumsstrategien, die im jeweiligen Unternehmen und in der Food-Branche aktuell eine Rolle spielen.

Die K5 hat sich über die Jahre hinweg zu einem der bedeutendsten E-Commerce-Events entwickelt. Auf der Konferenz wurde auch dieses Jahr das Thema Plattform-Strategien stark thematisiert. Jochen Krisch betont, dass es dabei nicht nur ausschließlich um Marktplätze geht, sondern mehr um Offenheit, Kooperation und um die Auswahl von Partnern. Wir haben einen Blick auf die Wachstumsstrategien geworfen, die dieses Jahr auf der K5 präsentiert wurden.

18 Jahre Zooplus

Zooplus ist zwar kein klassischer Food-Player, macht aber vieles von dem, was die Food-Branche jetzt machen muss – und hätte zum Start einen wensentlichen Sortimentsbaustein beinahe vergessen: Tierfutter. Laut Dr. Cornelius Patt, Co-Founder und CEO Zooplus, hat Zooplus in den letzten Jahren einige Entwicklungssprünge gemacht.

(Grafik: Zooplus)

Die Selbstfindung in der ersten Phase von 1999 bis 2004 ist mit viel Glück in einer spannenden Kategorie gelandet, in der zweiten Phase folgte gleich die Internationalisierung, in der dritten Phase zeigen immer mehr Player und Konsumenten Interesse für die Kategorie Haustiere.

(Grafik: Zooplus)

Den Break-Even erreichte Zooplus 2004. Das gelang Zooplus zum einen durch den richtigen Zeitpunkt des Markteintritt und durch eine Kundenfokussierung, durch die Größe des Angebots und durch attraktive Preisen.

(Grafik: Zooplus)

Den nächsten Schritt des Wachstums lieferte die Internationalisierung. Auch wenn die Kundenstrukturen recht homogen waren, lag die Herausforderung doch in der Meisterung von Unterschieden. Neben den sprachlichen Eigenheiten, war das vor allem der Aufbau völlig unterschiedlicher Logistikstrukturen.

(Grafik: Zooplus)

Die dritte Phase brachte viele neue Wettbewerber, was vor allem hieß: Die Kundenbasis halten. Was Zooplus erfolgreich gelang, die Kundenbasis bleibt stabil. Der Wettbewerb hat sich als fördernd erwiesen: Er hat Zooplus agiler und wettbewerbsfähiger gemacht. Jetzt hat Zooplus laut eigenen Angaben rund 40 Prozent Marktanteil in Europa innerhalb der Kategorie.

(Grafik: Zooplus)

Durch eine konsequente Senkung der variablen und strukturellen Betriebskosten ist Zooplus dabei in den schwarzen Zahlen geblieben.

(Grafik: Zooplus)

Es ist noch jede Menge Raum für Wachstum am Haustier-Markt. Deutlich zu sehen ist, dass traditionelle Unternehmen im Vergleich zu Online-Unternehmen ein riesiges Problem damit haben, ihre Umsätze in Onlineumsätze zu wandeln.

(Grafik: Zooplus)

In der speziellen Kategorie von Zooplus sollen für das Wachstum aber Faktoren wie Customer-Care oder Logistik keine ausreichenden Alleinstellungsmerkmale sein. Vor allem im Kategorieverständnis kann Zooplus als Spezialist mehr leisten als ein Generalist wie Amazon, so Patt zum Abschluss seines Vortrags.

(Grafik: Zooplus)

10 Jahre Mymüsli

Der Auslöser der Gründung von Mymüsli war absurderweise ein Seitenbacher-Spot. Nach den Marketingvorlesungen hörten die Gründer den Spot und blieben durch die typische emotionale Reaktion eines Hörers auf den Seitenbacher-Spot lange an dem Thema hängen.

Mit einem studentischen Fragebogen versuchten sie daraufhin zu erfahren, ob die Menschen Müsli online kaufen würden. Mit einem vernichtenden Ergebnis: null Prozent. Mit 3.500 Euro Bargeld gründeten die drei dann trotzdem eine Müslifirma.

Einer der Marketing-USPs von Mymüsli entstand per Zufall: Die Runddose stammt vom einzigen Hersteller, der die geringen Mengen zu Anfang liefern wollte. Und dieser Hersteller stellte eben Runddosen her.

In einem ungewöhnlichen Format, mit einem Nebeneffekt: Die 27-Zentimeter-Müslidose passt auch in keinen Küchenschrank. Weswegen das Ding immer draußen auf der Küchen-Arbeitsplatte steht und einen nervigen Markenbotschafter spielt.

Nach zwei Wochen war Mymüsli ausverkauft. Es folgten sechs Wochen Stillstand, weil Mymüsli keine Dosen nachbestellt hatte.

Beim versuchten Eröffnen einer Salatbar, mangels einer Kantine, ergab sich das nächste Produktsegment: Der Müsliladen mit fertig gemischten Müslimischungen. Anfangs gabe es nur 20 bis 30 Euro Tagesumsatz. Langsam gewann der Laden an Fahrt, nach vielen Experimenten – und während die Marke bekannter wurde. Geholfen hat am Anfang der Glücksfall einer prominenten Ladenlocation: München, Viktualienmarkt. Das öffnete die Türen bei weiteren, skeptischen Immobilienmaklern.

Dann folgte der Eintritt in den Supermarkt-Bereich. Der Kanalmix ist etwas 50/50, 50 Prozent offline und 50 Prozent online. Im Mix der Kanäle ist für Mymüsli offen, wie viele Läden sie zukünftig betreiben werden. Es wird viel ausprobiert.

Drei wichtige Säulen nennt Wittock für Mymüsli :

  1. Marge und Geschäftsmodell: Mymüsli kauft Haferflocken und verkauft sie teurer.
  2. Wir konzentrieren uns auf unser Produkt, schauen nicht links und rechts.
  3. Drittens ist es wichtig, wann man dem Kunden zuhört und wann nicht. Dazu verweist Wittrock auf die anfängliche Kundenumfrage mit null Kunden, die online Müsli kaufen wollten. Manchmal muss unternehmerisches Bauchgefühl da sein – und der Unternehmer auch darauf hören, anstatt sich alleine auf die Zahlen und Daten zu verlassen.

Sonst versendet man irgendwann den selben Newsletter an alle Prinzen: Den Prince of Wales und den Prince of Darkness. Das funktioniert nicht.

Manchmal darf der Unternehmer Entscheidungen nicht zu Tode analysieren, sondern muss einfach machen. Das ist die Mymüsli-Devise.

Rewe Digital: Wie sich Rewe auf die Lebensmittelmärkte einstellt

Rewe Digital ist die hauseigenen Digital-Agentur von Rewe, die aus dem Entschluss heraus entstand, nicht externe Agenturen zu beschäftigen, sondern Inhouse Kompetenz aufzubauen und zu sammeln. Nach dem schon länger laufenden Rewe-Lieferdienst hat im letzten Jahr Rewe Digital jetzt auch mit Merkur in Österreich den Online-Lebensmittelverkauf gestartet.

Laut Rewe sind die großen Themen im Online-Lebensmittel-Bereich im Moment Logistics und Operations und als drittes das Interesse und die Aufmerksamkeit beim Kunden wecken.

Rewe arbeitet mit eigener Logistik, weil viele Faktoren so wichtig sind, dass das Unternehmen die Faktoren lieber selbst unter Kontrolle hat: Die Einhaltung des Lieferzeitfensters, die Freundlichkeit des Fahrers und die Wirkung beim Kunden, wenn ein Rewe-Mitarbeiter vor der Tür eintrifft.

In jeder Stadt will  Rewe regionale Lager führen, in einigen Städten ist das Lager schon in Betrieb. Das Lager ist gegenüber dem Picken im Supermarkt für Kunden und Rewe wesentlich attraktiver. Ein Lager kann im Gegensatz zum Supermarkt Lagerbestände prognostizieren. Im Supermarkt bekommt das ERP das erst am nächsten Tag mit, wenn der Kunde an der Frischetheke den Käse weggekauft hat.

Der attraktivste Markt in Deutschland ist aktuell Berlin. Das liegt daran, dass das große Angebot mit vielen Playern in Berlin das Bewusstsein dafür geweckt hat. Die Kunden sind völlig unterschiedlich, beispielsweise bestellen auch ältere Menschen gerne online – bevorzugt schwere Sachen. Die anderen Dinge des täglichen Bedarfs kauft dieser Kunde dann lieber direkt im Markt ein, da gibt es noch soziale Kontakte.

Rewes Marktplatzstrategie

Rewe betreibt aktuell einen geschlossenen Marktplatz. Das Unternehmen fokussiert auf die Lebensmittel als Anker-Sortiment und ergänzt mit den typischen Produkten, die auch im Supermarkt zu finden sind. Im Kern möchte Rewe der Lebensmitteldienstleister bleiben, der ein gutes Ergänzungssortiment bietet.

(Grafik: Rewe Digital) (Grafik: Rewe Digital)

Mehr Informationen zu Rewes Marktplatz in unserer dazugehörigen Meldung und mehr Einblicke im Interview mit Rewe-Digital-Manager Steegmann.

Steegmann gibt auch einen kurzen Einblick in die Arbeitsteilung mit Commercetools, die Shop-Plattform, die Rewe jüngst erworben hatte. Dort existieren eigene Teams für die Arbeit intern an Rewe-Projekten und Teams für die Arbeit an externen Kunden-Projekten. Rewe bringt bei externen Projekten bei Bedarf Vertriebs-Know-how mit ein.

Als Motivation für den damaligen Kauf von Commercetools sagt Steegmann, dass eine Shop-Plattform zukünftig der Kern dessen ist, was Rewe macht – der Grund dafür, dass Rewe diese Kompetenz selbst besitzen soll.

 

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Irre Fell-Monster werden nach Mega-Flut zur Todesfalle

BildBlog

Zum Boulevard gehört, dass die Schlagzeilen oft spannender klingen, als die Geschichten dahinter tatsächlich sind. Gut, es gibt auch Gegenbeispiele. Aber das sind wirklich eher Ausnahmen:

Im Prinzip kann man aus allem eine Schlagzeile machen. Ich will mal versuchen zu erklären, wie das geht. Am besten anhand von ganz alltäglichen Beispielen.

Stellen Sie sich die folgende Situation vor: Sie kommen nach einer mehrtägigen Reise zurück nach Hause, aber Ihre Familie scheint nicht da zu sein. Alles ist dunkel, und in der gesamten Wohnung riecht es verdächtig nach Komposthaufen. Sie ziehen leise Ihre Schuhe aus und verfolgen den Gestank auf Socken zurück bis ins Kinderzimmer. Es ist dunkel, Sie können noch immer nichts sehen. Und deshalb bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist es der Hamsterkäfig. Oder unter dem Bett liegt eine Leiche.

imageRalf Heimann hat vor ein paar Jahren aus Versehen einen Zeitungsbericht über einen umgefallenen Blumenkübel berühmt gemacht. Seitdem lassen ihn abseitige Meldungen nicht mehr los. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, zuletzt zusammen mit Jörg Homering-Elsner „Bauchchirurg schneidet hervorragend ab — Perlen des Lokaljournalismus“. Fürs BILDblog kümmert er sich um all die unwichtigen Dinge, die in Deutschland und auf der Welt so passieren.
(Foto: Jean-Marie Tronquet)

Stop. Als Boulevardjournalist bleiben Sie im Türrahmen stehen. Wenn Sie jetzt unter dem Bett nachsehen, machen Sie sich womöglich eine sensationelle Geschichte kaputt. Und das wollen Sie ja wohl hoffentlich nicht riskieren.

Aber Moment — da war doch was? Aus der Küche dringen Geräusche. Wer könnte das sein? Der Mörder, der sich nach getaner Arbeit noch schnell ein Käsebrot schmiert? Ein stinknormaler Einbrecher? Ein Familienmitglied?

Schleichen Sie langsam zur Küche. Nehmen Sie am besten einen Kerzenständer mit oder irgendetwas anders, womit Sie zuschlagen können. Wir wollen es aber nicht zu kompliziert machen. Gehen wir also einfach mal davon aus, dass in der Küche ein Familienmitglied steht. Was machen Sie?

Die meisten Menschen würden irgendwie auf sich aufmerksam machen und sagen:

Oh, ich hab dich gar nicht gehört. Sag mal, im Kinderzimmer stinkt’s ja ganz schön.

Aber Sie sind Boulevardjournalist. Deshalb gehen Sie etwas anders vor:

Hör zu! Ich habe einen schrecklichen Verdacht! Sag mal, liegt im Kinderzimmer unter dem Bett eine Leiche?

Nun wird man Sie zu Hause allerdings schon kennen. Und wenn man ein bisschen weiß, wie Boulevardjournalisten so ticken, sieht man schon am Fragezeichen: Anscheinend keine Belege vorhanden. Die Antwort ist also meistens: „Nein!“

Sie kennen das von Bild.de.

Die ehrlichere Überschrift wäre:

Aber dann wäre es keine Story mehr. Sie müssten sich um andere Inhalte bemühen. Dazu müssten Sie recherchieren. Und das wollen Sie ja auch nicht.

Neulich hatten sie bei Bild.de eine Geschichte, in der noch eine andere Boulevard-Sirene mit dem geheimnisvollen Fragezeichen verknüpft wurde: das an ADHS leidende Wort „irre“. Auf einem Foto war eine Frau zu sehen, auf deren Gesicht einige Skorpione herumkrabbelten. Darüber stand:

Das Wort „irre“ passt im Boulevard immer, sobald etwas einen Millimeter von der Norm abweicht. Trainer wird in der Pressekonferenz etwas lauter. Song klingt live gespielt anders als sonst. Fußballer nimmt Dose vom Boden auf.

Das alles finden sie in der „Bild“-Redaktion „irre“ (Okay, ich hab‘ mir die David-Hasselhoff-Performance gerade noch mal angehört. Die klingt wirklich irre).

Man kann die Liste endlos fortführen. Sockenpaare nach dem Waschen noch vollständig. Handwerker kommt fünf Minuten zu früh. Taxifahrer hat passendes Wechselgeld. Irre!

Im Falle der Frau mit den Skorpionen im Gesicht stellte sich im Text dann heraus, dass die meisten Skorpione allenfalls so gefährlich sind wie Bienen oder Wespen — und die Frau sicher mutig war, aber ganz sicher nicht „irre“. Irre war eigentlich nur eins an der Geschichte: die Dachzeile.

Aber noch einmal zurück in die Küche. Da werden wir das gerade Gelernte gleich anwenden können. Sie stehen also noch immer in der Tür und wissen: Die Geschichte mit der Leiche nimmt Ihnen hier keiner ab. Was also machen Sie?

Genau. Da war ja noch der Hamsterkäfig. Und wenn der die Ursache für diesen unglaublichen Gestank sein sollte, dann steht eines sicher fest: Irgendetwas mit den Viechern stimmt nicht. Nur, wie verkaufen Sie das zu Hause?

Du, ich glaub, die Kinder müssten den Hamsterkäfig langsam mal wieder saubermachen.

Nein. Vollkommen falsch. Vergessen Sie nicht: Sie sind Boulevardjournalist. Probieren Sie es doch einfach mal so:

Haben Sie das Prinzip verstanden? Gut. Dann testen wir das jetzt mal.

Diese Pfütze morgens vor der Dusche, die muss ja nun wirklich nicht immer sein.

Na? Wie würden Sie das formulieren?

Oder das hier?

Wenn beim Abtrocknen ein Glas zerbricht, dann werft es bitte nicht in den Mülleimer. Sonst greift nachher irgendwer rein und verletzt sich.

Genau:

Und das hier?

Der Junge verlangt aber neuerdings ganz schön viel Geld fürs Rasenmähen.

Vielleicht so?

Und wenn man dem Jungen das dann irgendwann mitteilt, kann man ihn ja vielleicht auch noch mal drauf aufmerksam machen, dass er zu seiner kleinen Schwester auch mal etwas netter sein kann. Wie könnte man das Problem beschreiben?

Volle Punktzahl.

Jetzt muss man das alles natürlich noch irgendwie zur Sprache bringen. Zettel auf den Tisch legen hilft da erfahrungsgemäß wenig. Daher wäre ein guter Termin wohl das Abendessen. Überlegen Sie sich, wann ein guter Zeitpunkt wäre. Sehen Sie zu, dass alle Familienmitglieder am Tisch sitzen. Und dann stellen Sie am besten zuallererst klar, natürlich ganz stilecht:

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Mytoys' neue Plattform-Strategie im Überblick

t3n

Mytoys wird zur großen Plattform: Alles über die Pläne des Onlineshopverbundes und Hintergrundinformationen für Händler.

Die Otto-Tochter Mytoys folgt jetzt wie geplant der Otto-Strategie, weitere Konzerngesellschaften in ein Marktplatz-Modell zu überführen und wird, wie von der Muttergesellschaft angekündigt, sein Sortiment stark ausbauen, um schneller zu wachsen.  Mytoys will dabei mit den vier Onlineshops Mytoys, Ambellis, Mirapodo, Yomonda und Limango noch stärker als bisher zur potenziell einzigen Anlaufstelle für Familien werden.

Der Ausbau von Mytoys zum Marktplatz

Mytoys wird kein offener Marktplatz, sondern ein geschlossenes System, das nur ausgewählten Partnern zur Verfügung steht. Es kann also nicht jeder Händler schlicht einen Account eröffnen und mit dem Verkauf beginnen.

Die Mytoys-Gruppe erweitert ihre vier verbundenen Onlineshops Mirapodo, Mytoys, Ambellis und Yomonda. (Screenshot: Mytoys.de)

Mytoys will sein Sortiment langfristig sehr stark ausbauen und spricht von einer „Verbreiterung des Sortiments bis in Nischenbereiche familienrelevanter Produkte“. Das Handelsunternehmen will also nicht nur potenzielle Bestseller aufnehmen, sondern auch gezielt den Longtail angehen – den Bereich eines Handelssortiments, der sich eher seltener verkauft.

Bis zum Jahresende will MyToys 50 neue Partner integrieren, langfristig sind diese Partner nur der Anfang des Ausbaus – die Anzahl der neuen Händler wurde wohl von Mytoys für dieses Jahr auf diese Zahl festgesetzt, um die internen Kapazitäten nicht zu überlasten und die neuen Prozesse zur Integration von neuen Partnern zu erproben.

Die Sortimentserweiterung soll während der nächsten zwei bis drei Jahre in noch größeren Schritten weitergeführt werden.

Wie Mytoys den Ausbau umsetzt

Dem Ausbau sind infrastrukturelle Veränderungen vorangegangen: Neben einem neuen Partner-Management, das speziell als Ansprechpartner für Marken und Lieferanten eingerichtet wurde, hat sich auch im IT-Bereich einiges getan. So arbeitet Mytoys jetzt mit dem Multichannel-Software-Anbieter Tradebyte zur Anbindung der meisten neuen Partner zusammen. Die Zalando-Tochter bietet spezielle Softwarelösungen zur Anbindung von Marktplätzen an Händler und umgekehrt.

Die Auswahl der Partner wird eher nach strategischen Gesichtspunkten erfolgen: Laut Geschäftsführer Oliver Lederle soll sowohl das Sortiment als auch die Größe des Sortiments zur Mytoys-Gruppe und deren Zielgruppe passen. Schätzungsweise müssen bei einer geplanten Erweiterung von 400.000 Produkten Händler eine gewisse Sortimentsgröße aufweisen. Lederle schließt im Gespräch mit t3n aber nicht generell aus, dass auch kleinere Sortimente attraktiv für Mytoys sein könnten – abhängig von den betreffenden Artikeln.

Mytoys setzt auf zwei Modelle bei der Einbindung der neuen Partner: Die meisten der neuen Händler werden per Direktversand an den Kunden, einige aber auch ihre Artikel an Mytoys liefern. Die Artikel werden dann bei Mytoys gelagert und aus deren Lager versandt.

Händler können sich aktuell auch noch für eine Zusammenarbeit mit Mytoys bewerben. Potenzielle Händler sollten neben dem zur Zielgruppe passenden Sortiment eine ausreichende Sortimentsgröße und Drehzahlen vorweisen können. Sie müssen in der Lage sein, Schnittstellen zur Anbindung zur Verfügung zu stellen, Artikeldaten in hoher Qualität anzuliefern und vor allem: den Direktversand an den Endkunden von Mytoys umsetzen können. Ratsam dürfte auch die Planung von Kapazitäten sein, um den zusätzlichen logistischen Aufwand zu meistern.

Das passt zum Thema:

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OVG Köln: Vorratsdatenspeicherung ist europarechtswidrig

Heise Top-News
Oberverwaltungsgericht Köln: Vorratsdatenspeicherung ist europarechtswidrig

Wenige Tage bevor die Provider damit beginnen müssen, Daten zu ihren Nutzern wochenlang zu speichern, hat das Oberverwaltungsgericht Köln die Neuregelung der Vorratsdatenspeicherung nun kassiert. Sie widerspreche aktuellem Europarecht.

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Grundsatzfragen der künstlichen Intelligenz: Wie lange können wir den Maschinen noch trauen?

t3n

Toby Walsh bringt Computern bei, bessere Entscheidungen zu treffen. Uns erklärt er, was künstliche Intelligenz von menschlicher unterscheidet, woran es bei KI-Systemen derzeit noch hapert – und was auf uns zukommt, wenn Maschinen eines Tages wirklich schlauer sind als wir.

Künstliche Intelligenz soll das menschliche Leben verbessern und ihm nicht schaden – das ist das Mantra von Toby Walsh, einem der weltweit führenden KI-Forscher. Er leitet ein KI-Forschungsteam an der Universität New South Wales in Sydney und hat zahlreiche Forschungsprojekte auf der ganzen Welt verantwortet. 2015 war er Mit-Initiator eines offenen Briefs, der ein Verbot von autonomen Waffen forderte und von über 20.000 KI-Forschern unterschrieben wurde – darunter hochkarätige Wissenschaftler, Unternehmer und Intellektuelle wie Stephen Hawking, Noam Chomsky, Steve Wozniak und Elon Musk.

t3n Magazin: Im Januar hat eine künstliche Intelligenz vier der besten Poker-Spieler geschlagen - zum ersten Mal. Warum hat das so viel länger gedauert als beispielsweise be Schach oder Go?

Toby Walsh: Bei Spielen wie Schach oder Go haben wir bereits KI-Systeme gesehen, die die menschliche Performance deutlich überstiegen. Aber beim Schach oder auch bei Go haben die Spieler und die KI alle Informationen, die für das Spiel relevant sind, offen vor sich: den Spielplan und die Schachfiguren zum Beispiel. Es gibt keine versteckten Informationen, es gibt keine Ungewissheiten. Das ist aber die besondere Herausforderung bei Poker: Es geht darum, Eventualitäten einzuschätzen, Ungewissheiten abzuwägen und Risiken einzugehen – Fähigkeiten, die auch im realen Leben ständig gefragt sind. Das sind enorme Herausforderungen für eine künstliche Intelligenz.

t3n Magazin: Wie viele KI-Systeme sind denn bei dem Pokerspiel angetreten?

Toby Walsh: Es waren zwei: Ein Deep-Learning-Bot der Universität of Alberta und ein KI-System der Carnegie Mellon University, das konventionellere Machine-Learning-Ansätze verfolgte. Aber beide haben von Grund auf gelernt, wie Pokern funktioniert. Ihnen wurde nicht erklärt, was Bluffen ist – sie haben es einfach irgendwann gemacht.

t3n Magazin: Und wir Menschen stehen dabei nicht unbedingt, wie eine künstliche Intelligenz ihre Lösung erarbeitet. Wie kann das sein?

Toby Walsh: Um das zu erklären, muss ich etwas ausholen und ein Beispiel anführen: Fliegen. Wenn wir Menschen lernen wollen zu fliegen, könnten wir einfach versuchen, bis ans Ende der Flugbahn zu laufen und dann mit den Armen weiterzuflattern. Aber das ist eben nicht das, was wir gemacht haben. Wir haben eine Ingenieurslösung erdacht, um das Problem „Fliegen“ zu lösen – wir haben die Tragfläche erfunden. Und wir erfanden sehr mächtige und komplexe Maschinen und können mittlerweile besser fliegen als Vögel. Mittlerweile ist es uns möglich, in 24 Stunden um den gesamten Globus zu fliegen. Dabei haben wir nie versucht, das dynamische Zusammenspiel zwischen Federn und flatternden Flügeln nachzuahmen. Wenn wir Menschen das versucht hätten, würden wir vermutlich immer noch nicht fliegen – denn bis heute lässt sich nicht zu 100 Prozent verstehen, wie Federn funktionieren und wie Vögel es schaffen, zu fliegen.

t3n Magazin: Und am Ende ist es egal, wie das Fliegen realisiert wird.

Toby Walsh: Ganz genau. Hinter diesen zwei sehr unterschiedlichen Lösungen des einen Problems „Fliegen“ stecken die gleichen fundamentalen Gesetze der Aerodynamik in der Flugphysik – nur sind wir Menschen einem anderen Lösungsansatz gefolgt. Wir können also nicht davon ausgehen, dass künstliche Intelligenz zwangsläufig die gleichen Lösungsansätze verfolgt wie wir Menschen als Vertreter einer biologischen Intelligenz. Aber auch hier gelten die gleichen fundamentalen Gesetze der Intelligenz.

t3n Magazin: Aber ist es nicht ein ethisches Problem, wenn wir nicht nachvollziehen können, wie eine KI zur ihrer Lösung kommt?

Toby Walsh: Das ist in der Tat eine der größten Herausforderungen unserer heutigen Zeit. Diese zwei KI-Systeme können nicht erklären, warum sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben. Wenn es sich um ein Spiel wie Poker handelt, fragst du dein Gegenüber auch nicht unbedingt, warum er sich für eine bestimmte Wette in einer Partie entschieden hat. Wenn du hoch setzt und gewinnst – super. Oder du verlierst eben. Aber wir gehen zunehmend dazu über, Maschinen auf Basis solcher Algorithmen Entscheidungen zu überlassen, die unser Leben betreffen: über unsere Kreditwürdigkeit, unseren Facebook-Newsstream, unsere Google-Suchergebnisse oder unsere Versicherungsprämien. Und wir wollen Systeme, die ihre Entscheidungen erklären können. Dabei wissen wir heute gar nicht, wie wir solche Systeme bauen können.

t3n Magazin: Klingt ein wenig beängstigend.

Toby Walsh: Diese KI-Systeme sind noch immer Black Boxes. Wir arbeiten daran, mehr Transparenz zu schaffen, aber es bedarf noch viel Forschung.

t3n Magazin: Und was passiert eigentlich, wenn eine KI sich selbst Ziele setzt?

Toby Walsh: Eins muss ich klarstellen: Computer folgen nur Regeln. Sie haben nicht die Fähigkeit, Regeln zu brechen oder eigene Entscheidungen zu treffen. Alpha Go wird nur Go spielen und den entsprechenden Regeln folgen. Die KI wird nicht irgendwann feststellen, dass es Go langweilig findet und dann stattdessen Poker spielen. Dazu ist sie nicht in der Lage. Trotzdem bleibt es aus heutiger Sicht eine Herausforderung, vorherzusehen, wie diese komplexen Systeme mit verschiedenen, untereinander interagierenden Subsystemen handeln.

t3n Magazin: Was bedeutet das genau?

Toby Walsh: Ein Blick aufs autonome Fahren hilft dabei, sich dieser Komplexität zu nähern. In Singapur beispielsweise fahren autonome Taxis auf vorgefertigten Spuren. Im Vergleich zu Googles Strategie basieren diese Taxis auf einem grundlegend anderen Ansatz fürs autonome Fahren. Sie folgen einem recht groben Satz von Regeln – aus einfachen Gründen: Die Entwickler des Systems wollen in der Lage sein, klare Regeln im Sinne von „Passiere nicht die weiße Linie“ oder „bei bestimmten Gegebenheiten nicht überholen“ für diese autonomen Taxis festzulegen. Und sie wollen sicher sein, dass diese Regeln auch zu 100 Prozent eingehalten werden. Wenn es zu einem Unfall kommt, können die Entwickler das System entsprechend interpretieren und genau eruieren, was zu einem bestimmten Fehlverhalten geführt hat. Im Betriebsmodus setzt das Team auch auf Machine und Deep Learning, um Fußgänger zu erkennen oder die Straßenführung wahrzunehmen. Aber auf einer Top-Level-Ebene – überhalb des Codes sozusagen – gibt es klare Regeln, sodass jede Entscheidung jederzeit nachvollziehbar bleibt.

t3n Magazin: Und das Google-Auto?

Toby Walsh: Das ist ein deutlich komplexeres System mit sehr verschiedenen Bestandteilen und es gibt keine expliziten Regeln auf einer übergeordneten Ebene. Es gibt keine explizite Regel, von der wir ausgehen können, dass sie immer zu 100 Prozent eingehalten wird. Was passiert, wenn das System überholt, wenn es das eigentlich nicht tun sollte? Was aber, wenn es durch ein solches Überholmanöver ein Menschenleben rettet? Oder aufgrund eines komplexen Fehlers eben doch einen Menschen anfährt?

t3n Magazin: Das Problem ist also auch die Umgebung, in der die künstliche Intelligenz agieren muss.

Toby Walsh: Exakt. Es sind nicht nur komplexe Systeme, die wir in in ihrer Entscheidungsfindung nicht zu 100 Prozent verstehen. Diese Systeme treffen auch auf komplexe Umgebungen: die uns umgebende Welt. Und genau aufgrund dieser doppelten Komplexität ist es heute fast unmöglich, genaue Vorhersagen zu treffen, wie eine KI sich verhalten wird. Aber genau deshalb ist es so wichtig, dass die Forschung weiter daran arbeitet, die künstlichen Intelligenzen besser zu verstehen – schließlich übernehmen sie immer verantwortungsvollere Aufgabenbereiche. Um es auf den Punkt zu bringen: Sie treffen Entscheidungen über Leben und Tod, wenn sie über die Straße fahren.

t3n Magazin: Wenn es noch solche Schwierigkeiten gibt, ist es dann politisch überhaupt sinnvoll, Technologien wie autonomes Fahren zu erlauben?

Toby Walsh: Bei aller Komplexität der Diskussion: Am Ende dürfen wir nicht die Ziele aus den Augen verlieren, um die es letztlich geht – und die sind überaus positiv. Jedes Jahr sterben tausende Menschen auf deutschen Straßen, eine Million Menschen jedes Jahr weltweit – 95 Prozent dieser Todesfälle werden durch Fahrfehler verursacht. Je schneller wir also schlechte Fahrer aus dem Verkehr ziehen, desto besser. Es wäre schlicht viel sicherer auf den Straßen, wenn wir autonom fahrende Autos hätten. Die herausfordernde Zeit wird sein, wenn sowohl autonom fahrende Autos als auch menschliche Autofahrer sich gleichzeitig auf den Straßen tummeln werden.

t3n Magazin: Warum?

Toby Walsh: Autonom fahrende Autos können untereinander kommunizieren und sich darauf einigen, was in einer konkreten Situation zu tun ist. Die Kommunikation mit einem menschlichen Fahrer ist schwieriger.

t3n Magazin: Reichen die aktuellen Regulatorien überhaupt aus?

Toby Walsh: In meinen Augen nicht. Ich halte es für sehr problematisch, dass die großen Tech-Unternehmen in Kalifornien jetzt ihre autonom fahrenden Autos zertifizieren können. Wir erlauben das in der Luftfahrt nicht und sind hier sehr vorsichtig. Wir sollten auch sehr vorsichtig sein, was wir auf öffentlichen Straßen zulassen. Das Problem bei autonom fahrenden Autos: Es geht um viel Geld. Es ist ein Wettbewerb ausgebrochen, wer das erste autonom fahrende Auto zur Marktreife bringt – das ist die nächste Billionen-Dollar-Industrie. Und es ist überhaupt nicht klar, ob Ford, General Motors oder Mercedes-Benz dieses Rennen gewinnen wird. Genauso gut können Apple, Google oder Tesla die Nase vorn haben.

t3n Magazin: Das zeigt, dass KI die digitale Wirtschaft verändern und die Automatisierung vorantreiben wird. Wie können sich Unternehmen darauf vorbereiten?

Toby Walsh: Unternehmen brauchen heute einen KI-Plan – genauso wie sie vor 20 Jahren einen Internet-Plan und vor zehn Jahren einen Plan für Mobile brauchten. KI-Systeme benötigen eine Vielzahl an Daten, deshalb wäre es ein guter Start, sich die vorhandenen Daten gut anzuschauen. Der zweite Schritt bestünde dann darin, zu entscheiden, welche zusätzlichen Daten gesammelt werden könnten, um Prozesse und Abläufe von Computern erledigen zu lassen.

t3n Magazin: Was wären das für Prozesse beispielsweise?

Toby Walsh: All solche, über die Menschen nicht lange nachdenken müssen. Mit dem Auto eine Straße entlangfahren – darüber müssen wir nicht lange nachdenken. Oder Entscheidungen im Marketing treffen, welches Produkt ich einem spezifischen Kunden anbiete – das sind Entscheidungen, die Unternehmen einer KI überlassen können. Entscheidungen, die viel Nachdenken und Reflektion erfordern, eignen sich hingegen nicht dafür und sollten entsprechend auch nicht in einen KI-Plan einfließen.

t3n Magazin: Wird das nicht viele Menschen den Arbeitsplatz kosten?

Toby Walsh: Es gibt zwei Perspektiven auf die Arbeitsplatzthematik. Auf der einen Seite können Unternehmen darüber nachdenken, welche Jobs sie automatisieren, wie viele Stellen sie entsprechend streichen und wie sie ihr Business so effizienter machen. Das ist aber kein besonders verantwortungsvoller Umgang mit künstlicher Intelligenz. Auf der anderen Seite ließe sich darüber nachdenken, wie es mit Hilfe von KI-Systemen möglich wird, das eigene Business einfach besser zu machen, indem Unternehmen beispielsweise bessere Personalisierungsangebote einrichten und ihren Kunden eine bessere Produkterfahrung bieten – mit den Menschen, die sie bereits beschäftigen und eben nicht mit weniger.

t3n Magazin: Facebook hat mit seinen knapp zwei Milliarden Nutzern eines der größten Daten-Archive der Welt. Zuckerberg investiert massiv in KI. Seine Vision ist es, eines Tages in Echtzeit zu verstehen, was auf der Plattform inhaltlich passiert – vor allem auch, um Missbrauch einzudämmen. Wird das eines Tages möglich sein?

Toby Walsh: Absolut. Ich glaube, dass es die einzige Chance für Facebook ist, über intelligente Maschinen die Milliarden von Updates in den Griff zu bekommen. Und es wird aktuell ein erheblicher Fortschritt gemacht, um genau das zu erreichen. Auf Satz-Ebene – schauen Sie etwa auf Google Translate – lassen sich bereits Übersetzungen realisieren. Auch die Beantwortung einfacher Fragen ist möglich – das ist ja oftmals auch die Basis von Chatbots. Eine KI versteht aber nicht den Sinn einer Konversation, die mehrere Sätze, Absätze oder Seiten umfasst. Dass KIs eines Tages ein tiefe Verständnis von echten Gesprächen erreichen – davon sind wir vermutlich noch Jahrzehnte entfernt.

t3n Magazin: Im Bereich der Textproduktion können KIs schon kurze Texte wie Zusammenfassungen von Fußballspielen oder Finanznachrichten schreiben, die heute auch schon veröffentlicht werden.

Toby Walsh: Ja, das funktioniert. Und solche Systeme schreiben derartige Texte auch deutlich schneller als wir Menschen. Aber was KI-Systeme auf absehbare Zeit nicht leisten können, sind große investigative Geschichten mit 5.000 Wörtern und mehr – der Job des Journalisten wird nicht aussterben. Der Pulitzer-Preis wird für eine sehr lange Zeit weiterhin an Menschen gehen.

t3n Magazin: Wird es überhaupt eines Tages eine künstliche Intelligenz geben, die die Gehirnleistung eines Menschen übersteigt? Der Google-Futurist Ray Kurzweil glaubt an die Singularität, also an einen Zeitpunkt in der Zukunft, ab dem Maschinen die menschliche Intelligenz übertreffen und sich selbstständig weiterentwickeln ...

Toby Walsh: Ich bin absolut davon überzeugt, dass wir eines Tages Maschinen bauen werden, die so smart sind wie wir Menschen. Und wenn das möglich sein wird, gibt es auch keinen Grund, dass wir nicht auch Maschinen bauen werden, die sogar intelligenter sind als Menschen. Aber worin ich und viele meiner Kollegen mit Ray Kurzweil nicht übereinstimmen, ist seine These von der Singularität – also dass es einen spezifischen Zeitpunkt in der Zukunft geben wird, an dem die Maschinen anfangen werden, sich zu verbessern und selbst Maschinen zu bauen, die sich wiederum selbst verbessern – also so eine Art Schneeball-Effekt auslösen. Und dass dieser Zeitpunkt dann die von Kurzweil beschriebene Singularität ist, bei der sich die Intelligenz in gewisser Weise verselbstständigt. Es ist ja nicht so, dass wir eines Tages aufwachen und plötzlich die intelligenten Maschinen vor unserer Tür stehen. Es wird ein sehr langsamer, harter Prozess werden. Und die Milliarden US-Dollar, die aktuell in die KI-Entwicklung fließen, werden uns definitiv darin unterstützen, Maschinen mit menschenähnlicher Intelligenz zu bauen – aber es wird eben sehr viel Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen.

t3n Magazin: Wenn Maschinen intelligenter sind als Menschen, wozu braucht es uns dann eigentlich noch?

Toby Walsh: Wenn wir Maschinen erschaffen, die intelligenter sind als wir, dann wird das in der Tat ein bedeutender Moment für uns Menschen sein – weil wir bisher eben die intelligenteste Spezies auf der Erde sind. Wir sind nicht die schnellste, nicht die stärkste, aber eben die intelligenteste Spezies – weshalb wir auch unsere Umwelt dominieren. Sollte das irgendwann einmal nicht mehr der Fall sein, dann wird das sicher ein interessanter Zeitpunkt in unserer Geschichte und Evolution, der zu einem tieferen Nachdenken über unsere Existenz führen wird und uns hoffentlich auch Demut lehrt. Und es wird auch unsere Gesellschaft radikal verändern, wenn Maschinen bessere Entscheidungen treffen als wir. Ich hoffe, dass wir diese Entwicklung positiv gestalten werden.

t3n Magazin: Aber der Mensch ist doch mehr als sein Gehirn, er hat auch einen Körper und ist beispielsweise schlecht gelaunt, weil es seit Wochen regnet oder euphorisch, weil die Sonne scheint und er die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut spürt. Werden Maschinen jemals so etwas wie ein Bewusstsein oder Gefühle erlangen?

Toby Walsh: Das sind in der Tat tiefgründige Fragen, die wir nicht beantworten können. Wir wissen bis heute nicht, was Bewusstsein oder Empfindungen eigentlich genau sind. Das menschliche Gehirn ist ein hoch faszinierendes „Ding“, es ist das komplexeste System, das wir in unserem Universum kennen. Nichts kann es bisher mit den Milliarden von Neuronen, den Billionen von Verbindungen und Synapsen im menschlichen Gehirn aufnehmen. Und es braucht lediglich 20 Watt an Leistung für den Betrieb, was die atemberaubendste Ingenieurskunst der Evolution ist. Es waren Millionen von Jahren nötig, um sie zu erreichen. Es kann deshalb durchaus sein, dass wir intelligente Maschinen erschaffen, die niemals Bewusstsein oder Empfindungen haben werden. Oder aus der Komplexität der Systeme erwacht eine Art Bewusstsein. Das sind die großen und noch unbeantworteten Fragen der Wissenschaft.

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Twist im Kurztest: Warum die Slack-Alternative einiges anders macht

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Mit Twist schicken die Todoist-Macher eine Slack-Alternative ins Rennen, die einiges anders machen soll, als der beliebte Team-Messenger. Wir werfen einen Blick auf das Tool.

Slack-Alternative: Twist verspricht bessere Team-Kommunikation

Mehr als 50 Millionen Menschen nutzen täglich Slack. Doch nicht jeder davon ist notwendigerweise ein Fan des Team-Messengers. Zwar hat die Adaption des Tools zweifelsohne zu einer Reduktion an E-Mails geführt, dafür entstehen durch die Nutzung des Chat-Interfaces in der Unternehmenskommunikation aber ganz neue Probleme. Entscheidungen, die auf Slack getroffenen werden, lassen sich zwar theoretisch später auch wieder mit der Suche auffinden, oft verschwinden wichtige Diskussion jedoch im digitalen Nirvana.

Auch wer sich nach einem längeren Urlaub auf Slack begibt, wird kaum alle Nachrichten lesen, die in der Zwischenzeit geschrieben wurden. Durch die Echtzeitnatur des Tools geraten Team-Mitglieder, die nicht ständig online sind, generell schnell ins Hintertreffen. Genau diese Probleme wollen die Macher von Twist vermeiden. Wir haben uns angeschaut, ob das wirklich klappt.

Slack-Alternative: Twist kombiniert Konzepte von Online-Foren und Chats. (Screenshot: Twist)

Twist erinnert an eine Mischung aus Online-Forum und Echtzeit-Chat

Twist verfügt wie Slack über Kanäle. Im Gegensatz zu der übermächtigen Konkurrenz verbergen sich dahinter aber keine simplen Chatverläufe, sondern nach Themen sortierte Threads nach Vorbild klassischer Online-Foren. Die wiederum enthalten die eigentliche Kommunikation zu einem Thema. Durch die zusätzliche Unterteilung sollt ihr euch schneller über genau die Themen und Projekte informieren können, die für eure Arbeit wirklich wichtig sind.

Beim Anlegen eines Threads kann der Ersteller festlegen, welche Personen oder Personengruppen über diese Konversation informiert werden sollen. Zusätzliche Übersichtlichkeit wird durch die Inbox-Funktion gewährleistet. Hier werden alle Threads versammelt, die für einen Nutzer relevant sind und in denen es eine Aktivität gab.

Die Slack-Alternative Twist in Bildern

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Wie Slack verfügt aber auch Twist über ein klassisches Chat-Interface. Das wiederum soll nach Willen der Macher des Tools nur für kurze und weniger wichtige Arten der Kommunikation genutzt werden. Es bietet sich also beispielsweise zur Klärung kurzer Fragen an oder wenn ihr einem Kollegen zum Geburtstag gratulieren möchtet.

Twist: Apps und die Integration von externen Tools

Wie bei Slack versteht sich auch Twist auf die Kommunikation mit externen Diensten. Im Gegensatz zu dem bekannten Team-Messenger ist die Anzahl dieser Integration derzeit noch recht begrenzt. Derzeit werden nur das vom selben Anbieter entwickelte To-do-Tool Todoist, Github und Zapier unterstützt. Darüber hinaus könnt ihr aber auch automatische Reports über Twist an eure Team-Mitglieder verwenden und automatisch Feedback einholen. Außerdem lassen sich Videokonferenzen über den externen Dienst Appear.in starten.

Twist bietet Clients für Windows, macOS, iOS und Android an. (Grafik: Twist)

Twist verfügt neben dem Web-Interface auch über Clients für beinahe alle wichtigen Betriebssysteme. Auf der Desktop-Seite werden Windows und macOS unterstützt. Für Smartphones wiederum gibt es Android- und iOS-Apps.

Twist: Lohnt sich die Slack-Alternative?

Das Tool könnte tatsächlich dabei helfen, die firmeninterne Kommunikation zu verbessern. Dazu müssten sich die Nutzer  aber auch auf gewissen Vorgehensweisen einigen. Wenn das schon unter Slack nicht klappt, dürfte es auch bei Twist nicht besser funktionieren. Außerdem dürfte die vergleichsweise geringe Anzahl an Integration viele Teams von einem Wechsel abhalten.

Das Tool an sich machte in unserem kurzen Test aber bereits eine gute Figur, obwohl es gerade erst die Beta-Phase verlassen hat. Wer sich von den Einschränkungen nicht abhalten lässt, und das reine Chat-Konzept für suboptimal hält, der kann sich das Werkzeug getrost anschauen.

Twist könnt ihr kostenfrei verwenden. Dann könnt ihr jedoch nur die Nachrichten des letzten Monats durchsuchen. Außerdem könnt ihr nur Anhänge mit einer Gesamtgröße von fünf Gigabyte verwalten. Um diese Limits aufzuheben, zahlt ihr 5,50 Euro pro Monat und Nutzer, wenn ihr jährlich bezahlt. Bevorzugt ihr eine monatliche Zahlweise erhöht sich der Preis um einen Euro pro Nutzer.

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Snap Maps: Wie Snapchat sich Instagram vom Leib halten will

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Mit der Funktion „Snap Maps“ könnt sich die Art und Weise der Interaktion mit Snapchat verändern. Ob Snap Instagram so endlich los wird, analysiert Martin Weigert in seiner Kolumne „Weigerts World“.

Für die Snapchat-Mutter Snap waren die letzten Monate nicht leicht, und daran ist vor allem Instagram Schuld. Das zu Facebook gehörende Social Network zieht alle Register, um den Konkurrenten auszustechen. Instagram Stories haben mittlerweile deutlich mehr Nutzer als Snapchat Stories. Fast jede Funktion, die Snapchat entwickelt, wird von der Facebook-Tochter abgekupfert – mit dem Resultat, dass diese weiterhin massiv wächst. 700 Millionen Menschen verwenden Instagram jeden Monat. Snapchats Anwenderwachstum dagegen verlangsamt sich seit einiger Zeit. Zuletzt ließen sich 166 Millionen User täglich in der App blicken (die Anzahl der monatlich aktiven User liegt logischerweise über diesem Wert, ist aber nicht bekannt). Entsprechend uninspiriert verhält sich der Aktienkurs. Doch der fulminante Börsengang vor drei Monaten, bei dem Snap mit 28 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, erhöht den Druck auf Snapchat-CEO Evan Spiegel und sein Team.

Location Sharing als Heilsbringer

Ob und wie Snapchat sich aus dem Wahrnehmungs- und Optimismus-Tief befreien wird, gehört für mich zu den spannendsten Fragen des Tech-Jahrs 2017. Jetzt gibt es eine erste Antwort: Das Unternehmen aus Venice Beach nahe Los Angeles hofft, mit einer in der Vergangenheit von zahlreichen Akteuren erfolglos in Angriff genommenen Idee ein neues Momentum generieren zu können: das Teilen des eigenen Standorts mit Freunden, um spontane Treffen zu ermöglichen oder besondere Events in der Nähe zu entdecken.

Snapchat hat laut TechCrunch das französische Startup Zenly für 250 bis 350 Millionen US-Dollar gekauft und dessen Eigenentwicklung einer „Social Map“ gestern unter dem Namen „Snap Map“ als Teil der Snapchat-App lanciert (ich sehe die Funktion bislang nicht, womöglich dauert der Rollout etwas länger oder ist initial nur für einige Länder aktiviert). Snap Map zeigt auf einer bunten, zoombaren Weltkarte an, wo sich die per Bitmoji dargestellten Kontakte gerade aufhalten, und visualisiert besondere Hotspots mittels einer Heatmap. Nutzer müssen die Kenntlichmachung ihrer Position auf der Karte ihrer Snapchat-Freunde aktiv einschalten, was aus Gesichtspunkten des Schutzes der Privatsphäre begrüßenswert ist.

Alte Idee, aber bessere Voraussetzungen

Den eigenen Standort per Smartphone zu veröffentlichen, um physische Treffen zu ermöglichen, ist kein neuer Ansatz. In den letzten zehn Jahren haben sich diverse Anbieter daran versucht, darunter Foursquare/Swarm, Loopt und auch Facebook – allerdings erfolglos. Entweder war die technische Umsetzung des stetigen Location-Trackings noch nicht ausgereift, oder es mangelte an der kritischen Masse. Speziell im Falle von Facebook gestaltete es sich auch als schwierig, Nutzer im großen Stil zur Bekanntgabe ihres Standorts zu bewegen.

Und schließlich wirkt auch die poppige optische Aufmachung sehr kompatibel mit Snapchats Markenidentität und Positionierung.

Snapchats neuer Versuch hat bessere Voraussetzungen: Die technische Umsetzung des Verfahrens ist heute kein Problem mehr. Auch besitzt Snapchat in seinen jüngeren Kernzielgruppen und -märkten eine kritische Masse. Vorteilhaft ist außerdem, dass die Kontaktnetzwerke verhältnismäßig vieler Snapchat-Nutzer in der Kernzielgruppe ihre tatsächlichen physischen Bekanntschaften abbilden, nicht (primär) irgendwelche Fremden. Und schließlich wirkt auch die poppige optische Aufmachung sehr kompatibel mit Snapchats Markenidentität und Positionierung.

Wäre das was für Instagram?

Beim Snapchat-Watchblog Snapchat Daily vermutet man, dass Snap Map die Art und Weise der Interaktion mit Snapchat von Grund auf verändern wird. Wenn das tatsächlich eintritt, dann ist davon auszugehen, dass das Unternehmen nachlegen und die Location-Komponente noch stärker betonen wird. Gerade im Bereich der Event-Discovery (via Heatmap) existiert viel Potenzial, auch in Sachen Monetarisierung. Vorstellbar wäre obendrein, dass Snapchat sich subtil im Dating-Bereich zu etablieren versucht. Eine Option, um den eigenen Standort auch Usern anzuzeigen, mit denen man nicht vernetzt ist, soll es bei Snap Map ebenfalls geben.

Wird Instagram die Funktion nachbauen? Ausschließen kann man es natürlich nicht. Allerdings ist die Facebook-Tochter nach meiner Einschätzung etwas weniger um das private Kontaktnetzwerk herum konzipiert als Snapchat. Je höher der existierende Vernetzungsgrad von sich im „analogen Leben“ nicht oder nur sehr flüchtig persönlich bekannten Nutzern auf einer Plattform ist, desto mehr Hürden und privatsphäre-relevante Fragezeichen existieren bei der Zusammenführung der virtuellen und physischen Welt. Zumindest dann, wenn diese nur ein beiläufiges Anwendungsszenario und nicht den primären Use Case darstellen.

Ich spekuliere, dass Snapchat derzeit einen besonderen Fokus auf die Entwicklung von Funktionen legt, die für weniger kompatibel mit dem Instagram-Modell gehalten werden. Insofern kann man Snap Maps auch als Versuch verstehen, Instagram das Abkupfern zu erschweren. Warten wir ab, ob die Rechnung aufgeht.

Weitere Kolumnen der Serie Weigerts World findet ihr hier. Ihr könnt die vom Autor täglich kuratierten News zur Netzwirtschaft abonnieren oder seinen wöchentlichen E-Mail-Newsletter mit englischsprachigen Leseempfehlungen beziehen.

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Performance-Marketing ist tot: Wieso die deutsche Internetökonomie umdenken muss

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Philipp Westermeyer stellt auf der K5 in Berlin den aktuellen Stand der deutschen Internetökonomie vor. Und fordert ein Umdenken im Umgang mit Produkt, Marketing und Vertrieb.

Wo steht das deutsche Internet? Die erste Keynote der K5 in Berlin drehte sich um den „State of the German Internet“, ein Überblick mit einem niederschmetternden Ergebnis. Denn wir hinken deutlich hinterher, in Deutschland dominieren US-Unternehmen. Dabei haben wir viele „Hidden Champions“, gerade im Sektor der nicht-börsennotierten, privaten Unternehmen. Westermeyer wirft implizit die Frage auf „Wie schaffen es deutsche Unternehmen, diese Dominanz zu brechen?“ und beantwortet sie zugleich: Mit einer Abkehr vom klassischen Performance-Marketing.

Das deutsche Internet ist kein deutsches Internet

Die erste Erkenntnis, die Westermeyer den K5-Besuchern mitgibt, ist die Tatsache, dass die Top-Apps auf den deutschen Homescreens von US-amerikanischen Apps dominiert werden. Dies gilt laut Westermeyer als erster Indikator für eine negative Entwicklungstendenz am deutschen Online-Markt.

Die meistgenutzten Apps in den USA, Deutschland und China.(Screenshot: OMR)

In Deutschland sind 88 Prozent der genutzten Apps US-amerikanisch, n den USA sind es 100 Prozent.

Der deutsche Markt ist aktuell größtenteils in US-Händen. (Screenshot: OMR)

Apps sind ein wichtiger Teil der Ökonomie, aber nicht der einzige. Deshalb folgt ein weiterer Versuch, den deutschen Markt zu erfassen.

Der „German Internet Index“ der Online Marketing Rockstars

Westermeyer beschreibt weiter einen Versuch, einen Internet-Index der wichtigsten deutschen Internet-Unternehmen zu erstellen, und präsentiert die Gegenüberstellung dieser Unternehmen und ihrer Entwicklung im Vergleich mit dem Dax. Verblüffenderweise entwickelt sich der traditionelle deutsche Aktienmarkt besser als die Onlinebranche.

Die Unternehmen, die den GIX bilden, entwickeln sich sogar schlechter als der Dax. (Screenshot: OMR) Die Unternehmen, die den German-Internet-Index bilden. (Screenshot: OMR)

Westermeyer vergleicht die Marktkapitalisierung dieser Unternehmen, die sich auf über 48 Milliarden Euro beläuft, mit der Marktkapitalisierung der maßgeblichen US-Unternehmen von über 196 Billionen: der sogenannten Gafa-Ökonomie, bestehend aus Google, Apple, Facebook und Amazon. Dieser  Vergleich ist nicht fair, betont Westermeyer auch. Denn in Deutschland haben wir jede Menge Hidden Champions, die in privaten Händen sind. Aber wir leben nun einmal im Zeitalter der Plattform-Ökonomie.

Wo Deutschland aktuell richtig gut ist: Performance-Marketing

Als Beispiel dafür führt Westermeyer den Airbnb-Klon Wimdu und Airbnb an. Wimdu hatte den großen Bruder in den USA beim Thema Sichtbarkeit komplett gegen die Wand gespielt. Das Problem: Es hat nichts geholfen. Wimdu kennt niemand.

(Screenshot: OMR)

Die Botschaft: Performance-Marketing alleine bringt nichts mehr. In der Plattform-Welt ist es nicht mehr ausschlaggebend.

Der „Marketing-Killer“ von Heute: Das Produkt ist überall integriert

Als Beispiel für eine Integration nennt Westermeyer Amazon und Amazon Prime. In jedem Teil der Firma ist Marketing spürbar, jedes Produkt ist Marketing: Wie beispielsweise Alexa. Laut Westermeyer ist dies die endgültige Form der Kundenbindung. Näher kommt niemand an den Kunden heran – hier sind Produkt und Marketing verschmolzen.

(Screenshot: OMR)

Oder Tesla: Der Vertrieb ist beim US-Unternehmen Teil des Marketings. Die Tesla-Stores befinden sich in Hamburg im Hanse-Viertel, direkt neben Gucci. Da stehen dann Autos neben Gucci-Handtaschen, statt verstaubt im Industrieviertel wie beim BMW-Händler.

(Screenshot: OMR)

Ein weiteres Beispiele ist Casper, das Matratzen-Startup, das Vertrieb und Marketing in einem abhandelt. Unternehmen wie diese tun alles dafür, damit der Kunde mit dem Produkt in Berührung kommt: 100 Tage Probeliegen beispielsweise bei Casper.

Für die Besucher der K5, die sich während des Vortrags dachten „Ich bin weder Elon Musk noch ein extrem kapitalisiertes US-Unternehmen“ wartet Westermeyer mit einem deutschen Mittelstands-Beispiel auf: Der  Thermomix, ein extrem erklärungsbedürftiges, teures Produkt. Mit Performance-Marketing in den Markt gedrückt, würde ein Thermomix sich nicht verkaufen.

„Wie treffe ich die Leute mitten ins Herz, mit meinem Produkt?“

Stattdessen verkauft sich ein Thermomix über „Tupper-Partys“ mit geschulten, begeisterten Verkäuferinnen, die Marketing und Vertrieb perfekt kombinieren. Westermeyer prognostiziert anhand dieses Beispiels eine Renaissance der „Old-School-Vertriebsmethoden“.

Thermomix ist bereits so weit, dass andere die Kommunikation, das Marketing, freiwillig übernehmen: In Deutschland gibt es über sieben Thermomix-Magazine mit einer Gesamtauflage von über einer Million – alle ohne Beteiligung von Vorwerk, dem Thermomix-Hersteller. Eines der erfolgreichsten Magazine von Gruner und Jahr der letzten Zeit ist das „Thermomix-Magazin von Essen & Trinken“

Ultimativ ist das die Konsequenz eines richtig guten Produkts. Die Botschaft des Jahres lautet also: „Wie treffe ich die Leute mitten ins Herz, mit meinem Produkt?“. Dass Thermomix das geschafft hat, zeigt das untenstehende Video.

Wir haben schon großartige Produkte in Deutschland, wie anhand des Beispiels von Elon Musks „Boring Company“ zu sehen ist: Die Bohrmaschinen liefert hier ein deutscher Mittelständler namens Herrenknecht. Wir müssen jetzt nur noch lernen, diese Produkte in die neue Welt zu übersetzen.

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Deutschland 2017

Twitterperlen

Deutschland 2017 pic.twitter.com/aeBAOwU9ob — alf frommer (@siegstyle) June 22, 2017

Der Beitrag Deutschland 2017 erschien zuerst auf Twitterperlen.

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Digitalisierung: Kollege Roboter wird hoffähig

FAZ Beruf & Chance
Nimmt Kollege Roboter uns die Arbeitsplätze weg oder eher die lästige Aufgaben ab?

Fürchten sich die Menschen davor, arbeitslos zu werden, weil künftig Roboter ihre Aufgaben erledigen? Überraschenderweise nicht. Sondern sie haben Ideen, welche Arbeiten sie gern an Maschinen abwälzen würden.

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Welches das ungesündeste soziale Netzwerk ist – und welches uns sogar guttut

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Überall Reisen, Bauchmuskeln und leckeres Essen: So inspirierend und motivierend Social Media sein kann, so gefährlich kann es sich auf unsere Psyche auswirken. 

Während man selbst im Büro sitzt, der Feierabend in weiter Ferne wartet und man sich nach Sommerurlaub sehnt, beginnt das Scrollen durch die Social-Media-Kanäle: Zu sehen sind Sonnenbräune, frisch aufgeschnittenes Obst und Paare, die sich nicht nur gegenseitig mit ihrer Sportlichkeit übertrumpfen, sondern im Urlaubsdomizil auch noch überraschend geheiratet haben. „Puh“, könnte der durchschnittliche Mensch da denken, „andere führen ein viel besseres Leben als ich“. Und genau darum geht es in den Ergebnissen einer aktuellen Studie aus Großbritannien.

Social Media kann für Depressionen sorgen

Die Datenerhebung der „Royal Society for Public Health“ hat kürzlich ermittelt, wie sich Soziale Netzwerke auf die Gesundheit der User auswirken kann. 1479 Personen zwischen 14 und 24 Jahren nahmen an der Befragung teil, die die Ergebnisse der Studie bestätigen sollte. Daraus geht hervor, dass 91 Prozent der Jugendlichen Soziale Netzwerke schon einmal genutzt haben, um sich zu vernetzen – mit der Folge, dass die Nutzung die User süchtiger machen würde als Zigaretten oder Alkohol. Die Zahl der Angstzustände und Depressionen ist in den vergangenen Jahren um 70 Prozent angestiegen: Sieben von zehn Befragten sind demnach bereits Opfer von Cybermobbing geworden – von den Opfern sehen 37 Prozent das Erlebte als Belastung an, was schlechte Schulleistungen, Schlafstörungen oder Selbstverletzung herbeigerufen hat. Bei Cybermobbing befindet sich Facebook auf dem traurigen ersten Platz: Teenager werden dort doppelt so häufig gemobbt wie auf anderen Plattformen. Generell gilt Instagram als ungesündeste Plattform: Sie bringt Jugendliche um den Schlaf und und verursacht Minderwertigkeitskomplexe. Einzig Youtube kann sich sehen lassen – die Videoplattform wird positiv aufgenommen.

Die Angst, das Beste zu verpassen

Aus der Bewunderung, die ein User für andere Accounts und die Personen dahinter empfindet, kann schnell Frust werden

Aus der Bewunderung, die ein User für andere Accounts und die Personen dahinter empfindet, kann schnell Frust werden: Ein schnelleres Auto, die teurere Handtasche oder die bessere Wohnungseinrichtung – da redet sich jemand schnell ein, nicht gut genug zu sein und eben, dass die guten Dinge im Leben nur den Mitmenschen vergönnt ist. So kommt das schlechte Gewissen schnell, wenn jemand am Wochenende auf „der besten Party aller Zeiten“ war, während man selbst nur mit Netflix auf dem Sofa sitzt. „Fear of Missing Out“, kurz „FoMO“ nennt sich die Angst, das Tollste zu verpassen.

Während ältere Social-Media-Nutzer (40 Prozent der Eltern wissen beispielsweise nicht einmal, was diese Bezeichnung bedeutet) wahrscheinlich über diese Tatsache schmunzeln müssen, ist das für Teenager jedoch ein echtes Problem: Denn sie bekommen mit den Plattformen immer stärker vor Augen geführt, was sie gerade verpassen.

Der Kampf um das Körperbild

Damit nicht genug: Neun von zehn weiblichen Befragten gaben an, unzufrieden mit ihrem Körper zu sein. 70 Prozent aller Befragten wünschen sich sogar eine Schönheitsoperation – die Forscher sind sich sicher, dass Körperkult sich „wie Gift“ auf das noch nicht besonders gefestigte Selbstbewusstsein auswirkt, was auch Watson berichtet. Was vor allem jüngere User nicht wissen: Die veröffentlichten Fotos sind mehr Schein als Sein und nur sehr selten komplett unbearbeitet. Das Wichtige für die Influencer: vorteilhaft und fit aussehen. Dass im Alltag ohne Photoshop eventuell noch Pickel und Cellulite dazukommen, wird ausgeblendet.

Es ist nicht alles schlecht: Die positiven Seiten von Social Media

Ein Identitätskatalog über Instagram kann sich daher jeder schnell aufbauen und sich so in Szene setzen, dass er – wortwörtlich – im besten Licht steht. Das Posten von Texten, Videos oder Fotos erlaubt dem Nutzer, sich auf eine Art digitale Bühne zu stellen und seine Wirkung auszutesten – gerade in jungen Jahren eine gute Chance, sich auszuprobieren. Neben der Beziehung zu sich selbst spielt auch die zu anderen Personen eine Rolle: Gerade bei schüchternen oder introvertierten Menschen kann Social Media helfen, um Verbindungen beruhend auf gleichen Interessen zu schaffen. So lassen sich untereinander Probleme teilen – sieben von zehn Befragten geben an, durch die Unterstützung von Freunden in Sozialen Netzwerken harte Zeiten überstanden zu haben. Dazu wurde auch ermittelt, dass besonders Facebook-User ein deutlich höheres Maß an emotionaler Unterstützung erfahren als Internetnutzer im Generellen. Wenn ein Facebook-Nutzer 100 oder gar 1000 Freunde auf der Plattform hat, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, Rückhalt zu erlangen.

Auch wenn Teenager Gruppen oder Seiten beitreten beziehungsweise mit „Gefällt mir“ markieren, hat dies positive Folgen: Das Austauschen mit anderen hat den Effekt einer Selbsthilfegruppe und vermittelt – besonders bei Minderheiten – eine Zugehörigkeit.

Nicht gleich den Stecker ziehen

Soziale Plattformen müssen also nicht gleich gemieden und alle Accounts gelöscht werden: So schlägt die Studie zum Beispiel abschließend vor, dass Plattformen eine Art Kennzeichnungspflicht für bearbeitete Fotos einführen. Zusätzlich sollten Schulen das Thema stärker fokussieren und eine kritische Grundhaltung vermitteln. (Potenziell) psychisch kranken Usern sollte es mit der Datenanalyse der Plattform möglich gemacht werden, sofort auf Anlaufstellen zu verweisen, bei denen der Nutzer Hilfe erhalten kann – zum Beispiel mittels Hashtag.

In der Bildergalerie findet du die Stichworte zu den Plattformen noch einmal aufgelistet – zu allen Ergebnissen der Studie gelangst du hier.

(Screenshot:  RSPH-YHM Social Media & Mental Health Report)
(Screenshot: RSPH-YHM Social Media & Mental Health Report)

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Studie: Frauenquote erhöht das Kompetenzniveau

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Frauenquoten sind noch immer umstritten. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch, dass sie messbare Vorteile mit sich bringen.

Frauenquote: Studie widerlegt gängiges Vorurteil

Das Thema Frauenquote wird noch immer heftig diskutiert. Kritiker befürchten, dass eine paritätische Verteilung auf Männer und Frauen dazu führen könnte, dass nicht mehr länger die geeignetsten Kandidaten auf einen bestimmten Posten gesetzt werden. Das wiederum würde dem meritokratischen Prinzip entgegenlaufen, nachdem vor allem Führungspotenzial rein nach der Kompetenz ausgewählt werden sollte. Eine aktuelle Studie kommt jedoch zu dem Schluss, dass solche Befürchtungen unbegründet sind.

Tatsächlich legt die Untersuchung der London School of Economics sogar nahe, dass die Einführung einer Frauenquote zu einer Steigerung des Kompetenzniveaus führt – und zwar vor allem unter den männlichen Führungskräften. Soll heißen: Die Einführung einer Frauenquote verringert letztlich nur die Anzahl der männlichen Führungskräfte, deren Leistung als mittelmäßig einzustufen ist. Laut Studie führt eine Erhöhung der Frauenquote um zehn Prozent dazu, dass sich die Anzahl kompetenter Männer um drei Prozentpunkte erhöht.

Studie zur Frauenquote: Die Ökonomen konnte eine Steigerung der Kompetenz ermitteln. (Grafik: London School of Economics and Political Science)

Frauenquote: Details zur aktuellen Studie

Das Problem bei der Untersuchung der Auswirkungen einer Frauenquote liegt nach wie vor darin, dass es wenig belastbare Langzeitdaten aus der Privatwirtschaft gibt. Im Fall der aktuellen Studie sind die Ökonomen daher auf den politischen Bereich ausgewichen. 1994 haben die schwedischen Sozialdemokraten eine Quotenregelung in 285 Kommunalregierungen eingeführt. Diese Daten haben die Forscher für ihre Studie ausgewertet.

Die Forscher geben zu, dass sich die Ergebnisse aus der Politik vermutlich nicht eins zu eins auf die Wirtschaft übertragen lassen. Zumal die Kompetenz einzelner Manager von außen schwer messbar ist. Dennoch sollten sich einige Lehren aus der Studie auch auf Wirtschaftsunternehmen übertragen lassen. Die Autoren der Studie argumentieren daher, dass eine Frauenquote auch außerhalb der Politik das Kompetenzniveau erhöhen könnte.

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Carglass: „Man kann nicht sagen: ‚Komm, wir sind jetzt digital‘“

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Die Autoglas-Experten von Carglass müssen ihr Geschäft digitalisieren. Warum das nicht immer einfach ist, erklärt Chief Digital Officer Bernhard Speyer im Interview.

„Carglass repariert, Carglass tauscht aus“: Wer viel Radio hört oder Fernsehen guckt, dem dürfte dieser Jingle bekannt vorkommen. Seit Jahren wirbt das Unternehmen aus Köln über Rundfunkkanäle damit, bei einem Steinschlag weiterhelfen und Front- sowie Heckscheiben austauschen zu können. Carglass hat sich damit das nahezu altbackene Image des Reparateurs von nebenan geschaffen.

Genauso traditionell agierte die Firma bisher auch intern: Die Mitarbeiter notierten die Schritte einer Reparatur größtenteils auf analogem Wege, die Kunden konnten das Unternehmen aus der Domstadt nur über die Hotline erreichen. Die Aufgabe von Chief Digital Officer Bernhard Speyer ist es, das alte Image abzustreifen und dem Mittelständler einen digitalen Anstrich zu verpassen. Wie iPhones helfen sollen, was Powerpoint-Präsentationen damit zu tun haben und warum Speyer selbst bald arbeitslos sein könnte, hat er uns im Interview erzählt.

Carglass-CDO Speyer: „Das Ausdrucken bleibt den Mitarbeitern erspart“

t3n.de: Bernhard, haben bei euch eigentlich mittlerweile alle Mitarbeiter ein iPhone?

Bernhard Speyer: Ein iPhone?

t3n.de: 2015 hieß es in einem Artikel, dass 2016 alle Carglass-Mitarbeiter ein iPhone bekommen würden, damit sie auf Kundenanfragen reagieren können. 

Ach so. Ja, mittlerweile haben tatsächlich alle Mitarbeiter ein mobiles Gerät bekommen. Der Rollout hatte sich zwischenzeitlich zwar wegen Problemen mit der SIM-Karten-Aktivierung verzögert. Aber das Ziel ist nun erreicht.

t3n.de: Wozu brauchen die Angestellten bei Carglass denn Smartphones? 

Für den Prozess hinter der Reparatur. Normalerweise würde ein Kunde in die Empfangshalle reinkommen und der Mitarbeiter die Informationen über das Fahrzeug am dortigen PC eingeben. Dann müssen diese Punkte ausgedruckt werden, der Monteur nimmt das Papier auf einem Clipboard mit in die Halle zur Arbeit. Auf dem Zettel trägt er dann die Nummern der Materialien ein, die er bei der Reparatur verwendet hat. Und schließlich geht er zurück zum PC, tippt alles wieder ein und muss die Rechnung fertig machen. Das ist viel Aufwand. Und wenn der Mitarbeiter die Nummern abliest, können Fehler auftreten.

t3n.de: Und das Smartphone soll diesen Prozess digitalisieren?

Genau. Das Ausdrucken bleibt den Mitarbeitern dabei erspart. Der Monteur kann den Auftrag künftig mit dem mobilen Gerät aufrufen, mit dem Barcodescanner die Materialien aus dem Warenlager auschecken und seine Arbeitsschritte digital dokumentieren. Wenn er also eine Scheibe rausnimmt, kann er in einem Progress-Report in der App vermerken: Scheibe raus, Scheibe wird vorbereitet, Scheibe ist drin. Und wenn er die Reparatur beendet hat, drückt er auf „fertig“ und kann dem Kunden direkt die Rechnung ausdrucken.

Bernhard Speyer ist der Chief Digital Officer von Carglass. (Foto: Carglass)

t3n.de: Also spart ihr im Prinzip nur Papier ein?

Nein. Wir können Kunden jetzt auch sagen, wie lange die Reparatur dauert. Bisher haben wir den Kunden gegenüber eine Schätzung abgegeben. Beim Austausch einer Scheibe zum Beispiel zwei bis drei Stunden. In dieser Zeit ist der Kunde dann zum Beispiel shoppen gegangen und nach zwei Stunden wiedergekommen. Manchmal war das Auto dann aber noch nicht fertig. Jetzt können wir ihn durch den Progress-Report auf dem Laufenden halten. Er weiß dann: Scheibe ist eingebaut, aber die muss zum Aushärten jetzt noch eine Stunde stehen. Außerdem wird auch der Bezahlprozess mobiler.

t3n.de: Was heißt das genau?

Ab 2017 können die Monteure auch gleich die Rechnung fertig machen und das Geld entgegennehmen. Vorher ging das nur in der Empfangshalle. Jeder Mitarbeiter wird damit im Endeffekt zum Checkout-Punkt: Er kann sein Smartphone über Bluetooth mit einem mobilen Kartenlesegerät verbinden.

t3n.de: Sonderlich mobil ist das aber nicht. 

Für uns ist das schon eine wichtige Entwicklung. Bisher waren unsere Mitarbeiter beim Bezahlungsprozess an die Kasse gefesselt. Jetzt können wir überall im Geschäft abrechnen. Wenn einer unserer Monteure ein Kartenlesegerät dabeihat und auf einer Autobahnraststätte eine Reparatur tätigt, kann er auch gleich das Geld entgegennehmen. Der komplette Arbeitsablauf ist damit mobil.

„Die Aufgabenbeschreibung des CDO sieht in jeder Firma anders aus.“

t3n.de: Wenn ich an die Vorreiter der Digitalisierung denke, ist Carglass nicht unbedingt das erste Unternehmen, das mir einfallen würde. Als Chief Digital Officer bist du dafür verantwortlich, dass sich diese Sicht ändert. Welche Herausforderungen begegnen dir dabei?

Eine der größten Herausforderungen ist, dass die Rolle des Chief Digital Officer nicht klar definiert ist. Das ist aber ein Carglass-unabhängiges Problem. Die Aufgabenbeschreibung des CDO sieht in jeder Firma anders aus. Wenn ich zu zehn Unternehmen gehe und sie frage, was der CDO macht, dann bekomme ich zehn verschiedene Tagesabläufe.

t3n.de: Wie sieht deiner aus?

Ich kümmere mich als Director Digital und IT um alles vom Rechenzentrum über das Helpdesk bis zu Applikations-Entwicklung. Ich bin außerdem der Motor der Digitalisierung bei Carglass, quasi Ideengeber, Impulsgeber und Change-Agent in einer Person. Meine Aufgabe ist es, mir zu überlegen, wie man die digitale Transformation den Carglass-Mitarbeitern vermitteln kann.

t3n.de: Und wie kann man sie vermitteln?

Durch sehr viel netzwerken. Gespräche, Erklärungen, Kommunikation. Ich muss das Thema greifbar für die Mitarbeiter machen. Das Beispiel mit dem Smartphone zeigt das ganz gut. Das ist jetzt eines der Hauptarbeitsmittel der Mitarbeiter. Es geht aber auch um ganz banale Dinge wie die Arbeit in Dokumenten.

Ein Flagshipstore von Carglass in München. (Foto: Carglass)

t3n.de: Was meinst du damit genau?

Wenn ein Mitarbeiter bei uns eine Powerpoint-Präsentation baut, muss er sie vielleicht noch mit drei Leuten abstimmen. Bisher schickte er die Präsentation an die drei Personen, dann bastelte der eine daran, parallel die beiden anderen, sie schickten alle ihre Anmerkungen zurück und am Ende fehlte doch irgendeine Änderung im Dokument. Mit Microsoft Office 365 ist das viel einfacher. Da sehe ich in Echtzeit, was der andere anmerkt. Aber das nutzen viele bei uns noch nicht. Dieses Umdenken will ich fördern.

t3n.de: Das klingt so, als wäre das nicht so einfach.

Hauptsächlich gibt es zwei Herausforderungen: Wie viele deutsche Mittelständler arbeiten auch wir mit uralten Legacy-Systemen. Die können wir nicht einfach schnell modernisieren oder ersetzen. Das ist ein Prozess, da kann man nicht sagen: „Wir sind mal hier geschwind digital.“ Und ich muss die Mitarbeiter mitnehmen und ihnen ihre Ängste und Sorgen nehmen. Das ist sehr wichtig, damit sie die Beweggründe verstehen und nicht das Gefühl haben, dass ihnen die Digitalisierung von oben aufgezwungen wird. Denn sie müssen dieses neue Arbeiten ja umsetzen.

t3n.de: Was heißt „neues Arbeiten“ bei euch?

Wir haben beispielsweise agile Arbeitsweisen in der IT eingeführt. Dazu zählt ein PMO, ein Projekt-Management-Office. Damit gehen wir weg von der hierarchischen Organisation hin zu einer Projektstruktur. Es geht also weniger um die eigene Funktion, sondern vielmehr um die gemeinsame Arbeit. Dieses kollaborative Zusammenarbeiten gab es vorher nicht. Das fördern wir auch durch unsere Räumlichkeiten.

t3n.de: Durch eure Räumlichkeiten?

Ja. Wir haben in der IT ein komplettes Stockwerk umfunktioniert und in ein Großraumbüro gewandelt. Unsere Mitarbeiter waren am Anfang sehr zurückhaltend. Sie waren in ihren Einzelbüros ganz glücklich. Nachdem wir umgezogen sind, haben aber viele gefragt, warum wir das nicht früher gemacht haben.

„Bei Carglass ging es vorher eher behördenartig zu.“

t3n.de: Großraumbüros sind jetzt aber auch nicht völlig neu …

Das stimmt, aber es ist mehr als nur ein Großraumbüro. Wir haben eine große Breakout-Area gestaltet, mit Sofas, bemalbaren Wänden, Magnetwänden, Spielsachen für die Kreativität. Bei Carglass ging es vorher ja eher behördenartig zu. Bisher saßen die Mitarbeiter zu zweit in ihren Büros und arbeiteten Schritt für Schritt ihre Aufgaben ab. Die Türen blieben zu, jeder kümmerte sich nur um seinen Teil. Jetzt hingegen können die Mitarbeiter miteinander kommunizieren, ohne Wände, ohne Schallmauern. Dadurch verkürzen sich die Wege, wenn ein Problem gelöst werden soll.

t3n.de: Was kommt davon am Ende beim Kunden an? 

Wir sind für den Kunden auf allen Wegen erreichbar – von Social Media über E-Mail über Video bis hin zum klassischen Telefonat. Früher, also vor einigen Jahren, gab es ja nur die Hotline. Jetzt kommunizieren wir mit den Kunden auch über digitale Kanäle. Kunden können beispielsweise bei uns einen Termin online buchen und auch ändern. Dann bekommen sie eine Nachricht mit dem Auftrag, dem entsprechenden Servicecenter, der Uhrzeit und einer Wegbeschreibung. Und die Kunden müssen nicht mehr 30 Mal anrufen, wenn sich der Einbau der Scheibe verzögert. Wir informieren etwa per Whatsapp oder SMS, wenn das Fahrzeug fertig ist.

„Carglass braucht Leute, die Out of the Box‘ denken“

t3n.de: Apropos abholen: Gefühlt kennt man Carglass vor allem aus dem Radio. Wie sorgt ihr dafür, dass ihr eure Kunden auch im digitalen Zeitalter erreicht?

Radio und TV funktionieren bei uns als Marketingkanäle immer noch sehr stark, vor allem in Deutschland. Nichtsdestotrotz gibt es im Digitalen viele neue Möglichkeiten, Personen zu erreichen, die kein Radio hören. Deswegen eruieren und testen wir auch gerade verschiedene Wege.

t3n.de: Zum Beispiel?

In Berlin haben wir 2016 eine Werbung geschaltet, die sich dem Wetter angepasst hat. Wenn es regnet, kommt die eine Botschaft, wenn die Sonne scheint eine andere. Wir spielen unsere Werbung damit in Echtzeit aus und können den Kunden so besser erreichen.

t3n.de: Was steht als nächstes bei euch an?

2017 wollen wir das Marketing noch etwas ausbauen, zum Beispiel soziale Medien einbinden. Gleichzeitig suchen wir gerade nach neuen Fachkräften für unser IT-Team. Wir haben unser Team 2016 schon von 20 auf 40 Mitglieder verdoppelt, und das wollen wir jetzt noch weiter ausbauen. Viele glauben ja, dass Carglass noch ein sehr traditionelles Unternehmen ist – und das stimmt in vielerlei Hinsicht auch –, aber wir wandeln uns gerade und brauchen dafür noch mehr kreative Menschen, die auch „Out of the Box“ denken.

t3n.de: Du hast einmal gesagt, wenn alles bei Carglass digitalisiert sei, dann sei dein Job erledigt. Wann wirst du voraussichtlich arbeitslos sein?

Im Moment ist das noch nicht absehbar. Die digitale Transformation ist auf der einen Seite eine Systemtransformation hin zu Maschinen und Tools, auf der anderen Seite bedeutet sie aber auch einen Mindshift bei unseren Mitarbeitern. Wir sind auf einem guten Weg, aber wir sind noch nicht über den Berg.

Bernhard, vielen Dank für das Gespräch.

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Internet of Things: CDU-Politiker fordert Umtauschrecht für gehackte Geräte

t3n

Nutzern droht künftig die Abschaltung ihres Internetzugangs, wenn ein Gerät Teil eines Botnetzes ist. Die CDU will in solchen Fällen die Hersteller stärker in die Pflicht nehmen.

Die CDU fordert eine höhere Verantwortung der Hersteller für die Sicherheit vernetzter Geräte. „Mir ist ein Gütesiegel oder Ähnliches zu wenig“, sagte der netzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Thomas Jarzombek, am Dienstag in Berlin. Über einen verbindlichen Mindeststandard hinaus „brauchen wir eine klare Angabe, für die die Hersteller gezwungen werden müssen, wie lange sie Sicherheitsupdates zur Verfügung stellen“, forderte der CDU-Politiker in einer netzpolitischen Diskussionsrunde des IT-Verbandes Eco. Der Kunde müsse entscheiden können: „Wenn er den Toaster kauft, ist der Betrieb für drei Jahre garantiert oder nur für ein Jahr oder vielleicht für zehn Jahre“.

Die große Koalition hatte Ende April ein Gesetz beschlossen, das den Providern die Abschaltung des Internetzugangs ermöglicht, wenn der Kunde Teil eines Botnetzes ist. Für solche Fälle muss es nach Ansicht Jarzombeks innerhalb der zeitlichen Update-Garantie ein Umtauschrecht geben. „Wenn diese Internet-of-Things-Geräte tatsächlich Teil des Botnetzes werden und der Nutzer es nicht mit für ihm leistbaren Aufwand ändern kann, dann muss er das Gerät auch umtauschen können, um damit auch seinen Anschluss wieder freizukriegen“, sagte der Netzpolitiker.

Unbesorgte Nutzer sind „die Hauptgefahr“

„Die Leute scheint auch nicht so zu berühren, wenn ihr Toaster andere angreift, solange er selber zu Hause vernünftig funktioniert.“

Jarzombek kritisierte in diesem Zusammenhang das Verhalten zahlreicher Nutzer: „Die Leute scheint auch nicht so zu berühren, wenn ihr Toaster andere angreift, solange er selber zu Hause vernünftig funktioniert.“ Das sei im Internet of Things „die Hauptgefahr“.

Der Innenausschuss des Bundestags hatte bei der Umsetzung der EU-Richtlinie zur IT-Sicherheit jedoch eingeräumt, dass Deutschland keine eigenen Gesetze erlassen könne, um zusätzliche Anforderungen an internetfähige Produkte zu stellen. Daher wurde die Bundesregierung lediglich aufgefordert, „das in der ,Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland 2016‘ angekündigte Gütesiegel für IT-Sicherheit unter Einbeziehung von Verbraucherschützern, Wirtschaftsvertretern, IT-Sicherheitsexperten und Gewerkschaften auszuarbeiten“.

Die übrigen Teilnehmer der Diskussion – die SPD-Abgeordnete Saskia Esken, die Abgeordnete der Linken Petra Sitte und der Netzpolitiker der Grünen Konstantin von Notz – sprachen sich einhellig dafür aus, auf europäischer Ebene Standards für Produktsicherheit zu entwickeln. Notz forderte zudem, eine staatliche Gewährleistung für die Integrität von Infrastruktur festzuschreiben.

Im vergangenen Jahr waren mehrere Fälle bekannt geworden, in denen schlecht abgesicherte vernetzte Geräte für umfangreiche DDoS-Angriffe missbraucht wurden, beispielsweise über das Mirai-Botnetz. Auch waren Ende November 2016 fast 900.000 Router der Deutschen Telekom durch einen Angriff über das Fernwartungsprotokoll TR-069 lahmgelegt worden.

Ebenfalls spannend: 

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Neuer Prozess: Media-Saturn-Manager saß womöglich jahrelang unschuldig im Gefängnis

Spiegel Karriere
imageEr soll seine Position genutzt haben, um Schmiergelder in Millionenhöhe zu kassieren. Deshalb kam der Ex-Deutschland-Chef von Media-Saturn vor Jahren ins Gefängnis. Aber das könnte ein riesiger Justizirrtum gewesen sein.
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Netvico, Thomas Sabo, Accenture und mehr: 25 neue Jobs für Entwickler und Designer

t3n

Aus den Bereichen Technik & Entwicklung und Design sind diese Woche folgende Jobs heiß begehrt: UX-Konzepter, Softwarearchitekt und Webentwickler.

Zweimal pro Woche verweisen wir hier auf aktuelle und interessante Jobangebote aus unserer Stellenbörse „t3n Jobs“.

Design

Technik & Entwicklung

Noch mehr Stellenanzeigen gibt es in der Stellenbörse t3n Jobs. Wer selbst gerne ein Jobangebot aufgeben möchte, findet unter „Stellenanzeige schalten“ alle notwendigen Informationen.

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ALDI Nord sucht Mitdenker und Teamplayer mit IT-Know-how

t3n

E-Commerce im Lebensmittelhandel ist das Thema von morgen. Daher ist ALDI Nord auf der Suche nach IT-Experten, die dabei helfen, einfache Lösungen für komplexe Problemstellungen zu finden.

Den Einkauf bequem vom Computer aus oder mit dem Smartphone jederzeit erledigen zu können – das ist das große Plus des Online-Handels. Damit dies gelingt, muss der Kunde im Mittelpunkt stehen. Relevante Inhalte in Echtzeit werden personalisiert über die Kanäle im Netz bereitgestellt, mit denen der Kunde in Berührung kommt. Die optimale Verbindung der Informationsstränge untereinander ist dabei eine große Herausforderung. Dies stellt ganz neue Anforderungen an die IT-Systeme. Hochintegrierte Lösungen, die schnell und flexibel skalieren können, werden notwendig.

Der digitale Kunde

Online-Kunden sind anspruchsvoll, erwarten eine intuitive Bedienung und Systeme, die mitdenken. Sie möchten sich verstanden wissen und erwarten sinnvolle Mehrwerte. Um dem gerecht zu werden, müssen die richtigen Informationen zur richtigen Zeit zur Verfügung stehen und gewinnbringend eingebracht werden können. Kontinuierliche Optimierung und Weiterentwicklung sind obligatorisch. Nur so können die schnelllebigen Anforderungen von morgen auch umgesetzt werden. Transparenz und die richtigen Plattformen bilden die Basis, die das Einkaufen im Internet zu einem Erlebnis macht. Wir wollen unsere Kundinnen und Kunden mit einem guten Gesamtpaket und vor allem Nutzerfreundlichkeit überzeugen: Von der ersten Informationssuche, über die Auswahl bis hin zur Kaufentscheidung. Und nicht zu vergessen, die optimale Auslieferung.

Zu ALDI Nord migrieren

Möglichst einfache Lösungen für komplexe Problemstellungen finden, darum geht es in unserer IT. Wir wollen die Vorzüge des Online-Einkaufens mit unserem stationären Handel optimal miteinander verbinden. Dafür suchen wir Mitdenker und Teamplayer mit IT-Know-how, die gemeinsam mit uns den entscheidenden Schalter umlegen wollen. Vom ersten Plan bis zur fertigen Implementierung – bei ALDI Nord warten viele spannende Herausforderungen in einem internationalen Umfeld. Interessiert?

Weitere Details zu den Karrieremöglichkeiten bei ALDI Nord gibt es unter:  www.aldi-nord.de/karriere

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Sicherheitslücken: Angreifer könnten OpenVPN crashen

Heise Top-News
Sicherheitslücken: Angreifer könnten OpenVPN crashen

Ein Sicherheitsforscher hat Schwachstellen in OpenVPN entdeckt, die offensichtlich bei jüngst abgeschlossenen Audits übersehen wurden. Sicherheitsupdates stehen bereit.

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Whatsapp und andere Messenger-Dienste: Staatstrojaner soll für Behörden mitlesen

t3n

Der Bundestag will am Donnerstagnachmittag ein Gesetz zur Überwachung von Messenger-Diensten wie etwa Whatsapp verabschieden. Die Verschlüsselung soll dabei nicht angetastet werden.

Aber wie wollen die Ermittlungsbehörden die Kommunikation über Messenger-Dienste wie Whatsapp oder Telegramm überhaupt mitlesen, wo diese doch mit Komplett-Verschlüsselung werben?

Die Übermittlung zwischen Geräten der beteiligten Nutzer ist zwar so verschlüsselt, dass auch die Anbieter keinen Zugriff auf die Inhalte haben – aber die Nachrichten müssen ja auch von Menschen geschrieben und gelesen werden. Dafür sind sie in entschlüsselter Form auf dem Bildschirm zu sehen – und genau hier wollen die Ermittler die Informationen abgreifen. Das nennt man Quellen-Telekommunikationsüberwachung.

Wie soll das funktionieren?

Mit einem Staatstrojaner, einer Software, die sich heimlich im Gerät einnistet und Daten an ihre Betreiber weitergibt. Technisch gesehen ist es die gleiche Vorgehensweise, zu der auch Online-Kriminelle greifen – nur eben in diesem Fall zur Aufklärung von Verbrechen.

Um welche Straftaten geht es dabei?

Nach einem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts waren solche Eingriffe bisher auf Terrorismus-Ermittlungen beschränkt. Das neue Gesetz sieht eine deutliche breitere Liste mit Mord, Totschlag, Steuerdelikten, Computerbetrug, Hehlerei oder Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragsstellung vor. Ähnlich wie bei klassischen Abhörmaßnahmen soll die Online-Überwachung nur auf richterlichen Beschluss möglich sein.

Soll es dabei auch Hintertüren in der Verschlüsselung der Messenger-Dienste geben?

Nein, davon ist in Deutschland nicht die Rede. „Wir wollen, dass Messenger-Dienste eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung haben, damit die Kommunikation unbescholtener Bürger ungestört und sicher ist“, betonte Innenminister Thomas de Maizière jüngst in einem Gespräch mit dem Tagesspiegel.

Was sind die Risiken?

Um auf die Geräte zu kommen, müssen die Behörden Sicherheitslücken in ihrer Software kennen und ausnutzen können. IT-Sicherheitsexperten werden nicht müde, davor zu warnen, dass solche Schwachstellen, die man bewusst bestehen lässt, gefährlich sind, weil sie auch von Kriminellen entdeckt und missbraucht werden können.

Gibt es Beispiele dafür?

Erst kürzlich wurde eine ursprünglich vom US-Abhördienst NSA entdeckte Sicherheitslücke im Windows-Betriebssystem für einen weltweiten Angriff mit dem Erpressungstrojaner „WannaCry“ ausgenutzt. Sie war nach einem Datenleck bei dem Geheimdienst öffentlich geworden.

Wie stellt man sicher, dass die Ermittler nur wie vorgesehen die laufende Kommunikation mitlesen können?

Dass man die Zugriffsmöglichkeiten schlecht einengen kann, sobald der Trojaner erst einmal auf einem Gerät installiert wurde, ist einer der Einwände von Kritikern des Plans. „Der Richtervorbehalt ist völlig unzureichend, um die Reichweite der Software zu kontrollieren und sicherzustellen, dass diese auch wieder abgeschaltet wird. Einem Richter fehlen dazu die technische Sachkunde und eine unabhängige Expertise“, sagte etwa der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Pläne ohne größere öffentliche Debatte in ein langes Gesetz „zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens“ gesteckt wurden.

Wie einfach ist es überhaupt, einen solchen Trojaner zu platzieren?

Wie man in PCs eindringt, führen Online-Kriminelle tagtäglich vor. Moderne Smartphones wurden mit einer deutlich stärkeren Architektur versehen. Geräte mit dem meistgenutzten Mobil-System Android gelten unter Fachleuten als etwas leichter zu hacken, weil noch viele ältere Versionen der Software im Umlauf sind und die Telefone von vielen verschiedenen Herstellern gebaut werden, während Apple bei seinem iPhone Hardware und Software selbst unter Kontrolle hat. Sicherheitslücken tauchten aber in der Vergangenheit in beiden Betriebssystemen auf. Es gibt einen Markt für solche Schwachstellen, auf den auch Behörden zugreifen. dpa

Passend zum Thema: 

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LeFloid lässt satirischen Adolf Hitler auf Youtube auferstehen

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Gestern titelte die „Bild“-Zeitung riesengroß: „Hitlers Silber-Schatz gefunden“, dabei hätte es eine noch eine viel größere Adolf-Hitler-Story gegeben: „Youtube-Star findet Hitler“.

Wobei — genauer müsste die Schlagzeile heißen: „LeFloid findet einen Typen, der meint, er sei Adolf Hitler, dabei ist die gesamte Geschichte nicht echt und stammt von einer englischsprachigen Satireseite, was LeFloid aber nicht checkt und das Ganze seinen meist jungen Zuschauern als echte Irrsinnsgeschichte verkauft“.

Fangen wir vorne an. Es geht um dieses Video, das 3,1-Millionen-Abonnenten-Youtuber LeFloid gestern in seinem Kanal hochgeladen hat:

Gleich zu Beginn die erste Story: „Typ behauptet er sei Adolf Hitler“. LeFloid sagt dazu:

Es ist ja tatsächlich so, dass eine der populärsten Verschwörungstheorien besagt, dass Hitler sich damals gar nicht selber umgebracht hat, sondern in Wirklichkeit nach Argentinien geflohen ist. Nun geistert doch tatsächlich eine unglaubliche Geschichte durchs Netz, nämlich ein 128 Jahre alter Argentinier. (…) Der hat sich jetzt an die Öffentlichkeit gewandt und behauptet steif und fest, er sei Adolf Hitler. Okay, what? Zeitlich und optisch kommt das Ganze wohl hin, behaupten zumindest Beobachter und eben Leute in einschlägigen Foren.

In dem 2:40 Minuten langen Part über das angebliche Wiederauftauchen Hitlers geht LeFloid noch verschiedene mögliche Motivationen des alten Mannes durch, jetzt „mit dieser Geschichte, mit dieser Behauptung an die Öffentlichkeit zu gehen und sich zu stellen“. Und er äußert auch gewisse Zweifel, dass es sich bei dem Argentinier wirklich um Adolf Hitler handelt:

Nun bleibt abzuwarten, ob es sich hierbei tatsächlich um eine unfassbare Sensation handelt oder ob wir es doch einfach mit einem armen alten verwirrten Nazi-Opi zu tun haben, dessen Windungen ein bisschen zu sehr unter seiner Gesinnung und seinem Alter gelitten haben.

Nee, wir müssen gar nicht abwarten. Denn es handelt sich weder um eine „unfassbare Sensation“ noch um einen sonstwie „Nazi-Opi“. Bei dem Mann, den LeFloid zeigt …

… handelt es sich um Francis Morris. Und der stammt nicht aus Argentinien (oder aus Österreich), sondern aus dem englischen Ort Quarmby. Und er ist auch nicht 128 Jahre alt, sondern feierte vor etwa zweieinhalb Jahren seinen 100. Geburtstag:

Wie kommt es nun aber, dass der bemitleidenswerte Francis Morris im besten Fall als Hitler-Hochstapler und im schlimmsten als Hitler höchstpersönlich im Videokanal eines der größten deutschen Youtuber landet?

LeFloid, der einst Angela Merkel Fragen stellen durfte, gibt als Quelle seiner Geschichte einen am Dienstag erschienenen „Sputnik“-Artikel an:

Nun sollte man bei „Sputnik“, gegründet vom staatlichen russischen Medienunternehmen „Rossija Sewodnja“, sowieso schon mal skeptisch sein. Dass in dem Text keine konkrete Quelle, außer ziemlich schwammig „lokale Medien“, angegeben wird, sollte einen vielleicht auf die Idee bringen, noch etwas zu recherchieren, bevor man den Kindern und Jugendlichen, die einem regelmäßig zuschauen, irgendeinen Blödsinn erzählt.

Man stößt dann ziemlich schnell auf einen Artikel der Seite „World News Daily Report“ vom 13. Juni:

Der 128-Jahre-Hitler steht dort zwischen Artikeln mit Überschriften wie „BABYSITTER TRANSPORTED TO HOSPITAL AFTER INSERTING A BABY IN HER VAGINA“ oder „TORNADO CARRIES MOBILE HOME 130 MILES, FAMILY INSIDE UNHARMED“. Machen wir es kurz: „World News Daily Report“ ist eine Satireseite, wie man ohne Probleme im Disclaimer nachlesen kann.

Nun hat LeFloid nie behauptet, dass der Mann aus Argentinien tatsächlich Adolf Hitler ist. Aber er tut so, als würde der Argentinier tatsächlich existieren, als hätte dieser tatsächlich Interviews gegeben und die Hitler-Behauptung aufgestellt. LeFloids Video hat — Stand: 22. Juni, 10:06 Uhr — bereits über 460.000 Aufrufe.

Mit Dank an Nic S. für den Hinweis!

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Microsoft Dictate: Freihändig schreiben dank Spracherkennung

Heise Top-News
Microsoft Dictate: Freihändig schreiben dank Spracherkennung

Freihändig schreiben – das geht mit dem Add-in Dictate von Microsoft Garage. Die kostenlose Spracherkennung für Word, Outlook und PowerPoint wandelt 20 Sprachen in Text um. Eine Übersetzungsfunktion hilft etwa bei internationaler Korrespondenz.

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Die 10 schönsten und interessantesten WordPress-Themes für Blogger

Dr. Web
Die 10 schönsten und interessantesten Blog-Themes für dein WordPress

Bloggen wird immer beliebter. Immer mehr Menschen suchen sich dieses schöne Hobby aus oder lassen es zur Profession werden. Natürlich braucht ein Blog ein wirklich schönes und übersichtliches Theme, damit die Besucher zu treuen Fans werden und gern wiederkommen.

Daher habe ich heute die zehn schönsten Blog-Themes für dich aus dem kostenlosen Theme-Verzeichnis heraus gesucht. Selbstredend sind alle Themes responsive und funktionieren auf jeder Bildschirmauflösung.

1 – Serenti

Serenti Theme

Serenti ist ein klares und minimalistisches Blogging-Theme und besticht durch eine wunderbare Typographie. Du kannst ein eigenes Logo verwenden, die Hintergrundfarbe einstellen, verschiedene Layouts für die Anzeige der Artikel wählen und bekommst einen Slider.

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Demo des Themes

2 – Blog Way

Blog Way Theme

Klar, elegant und mit Vorbereitung auf einen WooCommerce-Shop versehen kommt dieses Theme daher. Die Farben des Themes lassen sich anpassen und du bekommst ein Autoren-Widget dazu. Auch deine sozialen Netzwerke kannst du verlinken.

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Demo des Themes

3 – Magazeen lite

Magazeen Lite Theme

Magazeen Lite bietet dir einiges für deinen Blog. Drei Custom Widgets für die neuesten Beiträge, die populärsten Beiträge und ein Widget für Instagram stellt dir das Theme zur Verfügung. Auf der Startseite kannst du zwischen einem Grid- oder Slider-Layout wählen.

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Demo des Themes

4 – Arouse

Arouse Theme

Mit Sicherheit eines der interessantesten Themes für Blogger. Klar strukturiert und mit einem perfekten Grid versehen. Du bekommst einen Slider auf der Startseite, eine Sektion für »Featured Posts«, kannst ein eigenes Logo verwenden und die Hintergrundfarbe einstellen. Eine Vorbereitung auf einen WooCommerce-Shop ist ebenfalls vorhanden.

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Demo des Themes

5 – OdierLite

OdierLite Theme

Mit OdierLite bekommst du ein einfaches und minimalistisches Theme für Puristen. Du kannst ein eigenes Logo verwenden, auf der Startseite kannst Du ein cooles Carousel für deine hervorgehobenen Beiträge nutzen und eigene Farben einstellen. Das Theme wäre sicherlich gut geeignet für Beiträge, die den Fokus auf große Beitragsbilder legen.

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Demo des Themes

6 – Loose

Loose Theme

Loose besticht durch seine Funktionsvielfalt und sein einzigartiges Design. Du kannst zum Beispiel zwischen drei Layouts für die Anzeige deiner Startseite wählen. Viele andere Optionen kommen noch dazu.

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Demo des Themes

7 – Zomer

Zomer Theme

Zomer ist ein klares und minimalistisches Theme mit einer Grid-Darstellung der Beiträge. Du kannst den Hintergrund farblich anpassen und ein eigenes Logo verwenden. Ein spezielles Autor-Widget kommt ebenfalls mit. Auf der Seite eines einzelnen Beitrags werden die Beitragsbilder groß dargestellt, somit dürfte es sich auch gut für das Portfolio eines Fotografen eignen.

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Demo des Themes

8 – MH Purity lite

MH Purity Lite Theme

MH Purity Lite kommt aus der Werkstatt des deutschen Pro-Theme-Providers MH Themes. Es stellt deine Inhalte in einer Mischung aus Blog und Magazin dar. Du kannst die Farben, den Hintergrund und den Header anpassen. Zusätzlich bekommst du noch zwei Custom-Widgets dazu: das »MH Custom Posts« und das »MH Slider« Widget.

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Demo des Themes

9 – ConsultPress Lite

ConsultPress Lite Theme

ConsultPress ist ein Blog-Theme mit dem Design eines Business-Themes. Du kannst einige Details anpassen, zum Beispiel ein eigenes Logo nutzen und deine Farben einstellen. Für spezielle Zwecke kannst du auch die beliebten FontAwesome Icons einsetzen und zwischen einem Boxed- und einem Wide-Layout zur Darstellung deiner Website wählen.

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Demo des Themes

10 – Purplous Lite

Purplous Lite Theme

Purplous Lite ist ein liebevoll gestaltetes Theme für Blogger mit Anspruch. Du kannst den Hintergrund, die Farben, den Header und das Logo anpassen. Deine sozialen Netzwerke kannst du im Header ebenfalls verlinken.

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Demo des Themes

Fazit

Mit etwas Suchen bekommst du auch hervorragende kostenfreie Themes für Blogger. Die meisten Themes sind minimalistisch gestaltet, jedoch trotzdem sehr interessant und hübsch anzusehen. Mir persönlich gefällt das »Arouse« Theme am Besten. Welches Theme magst du?

Weitere schicke und aktuelle Themes für dein WordPress

Der Beitrag Die 10 schönsten und interessantesten WordPress-Themes für Blogger erschien zuerst auf Dr. Web.

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Stripe: Amerikas Payment-Superstar startet in Deutschland

t3n

Der US-Payment-Anbieter Stripe startet nach mehrjähriger Testphase in Deutschland. Online-Händler dürfte das freuen.

In den USA hat sich Stripe schon längst einen Namen gemacht: Auf die Software des Payment-Anbieters vertraut mit Facebook, Salesforce, Slack oder Twitter fast das gesamte Who-is-Who der Technologie-Branche. Entsprechend hoch fällt die Bewertung von Stripe nach Meinung von Experten aus: 9,2 Milliarden US-Dollar.

Mit Stripe können etwa Online-Händler ihren Shop unter anderem bequem um eine kreditkartengestützte Zahlungsfunktion ohne Grundgebühr und zusätzliche Verträge ergänzen. Insgesamt, so verspricht das Unternehmen, werden 130 verschiedene Währungen unterstützt. Seit dem Start des Dienstes im Jahr 2011 konnten allerdings lediglich Kunden aus den USA oder Großbritannien diese Funktionen nutzen – bis jetzt. Denn nach mehrjähriger Testphase steht Stripe ab sofort auch deutschen Nutzern uneingeschränkt zur Verfügung.

Stripe nutzen: So geht’s

Dazu müssen sich Entwickler oder Shopbetreiber einfach auf der Website von Stripe registrieren und können – so verspricht das Unternehmen – mithilfe einer einzigen API in wenigen Minuten und ohne großen Programmieraufwand loslegen.

Stripe ermöglicht die einfache Akzeptanz von Kreditkartenzahlungen. (Screenshot: t3n.de)

Zum Funktionsumfang gehört beispielsweise die Erstellung von Abonnements für wiederkehrende Zahlungen sowie die Nutzung von Tools wie Sigma oder Radar, mit denen sich Daten auswerten und Betrugsabsichten von Käufern erkennen lassen. Betreiber von Marktplätzen dürften sich außerdem über die nun mögliche Nutzung von Stripe Connect freuen: Die Bezahlschnittstelle soll vor allem die Auszahlung von erzielten Umsätzen an teilnehmende Partner erleichtern.

Was die Nutzung von Stripe kostet

Die Preisgestaltung soll nach Angaben von Stripe einfach und kalkulierbar sein. So fallen bei jeder Zahlung mit europäischer Kreditkarte Gebühren in Höhe von 1,4 Prozent auf den Warenwert zuzüglich 25 Cent an, bei nicht-europäischen Karten liegt die Pauschale bei 2,9 Prozent zuzüglich 25 Cent.

Neben Kreditkarten unterstützt Stripe übrigens auch Apple Pay, Android Pay sowie einige der beliebtesten europäischen Zahlungsmethoden. Dazu zählen unter anderem SEPA Direct Debit, Sofortüberweisung und Giropay. Ein in Deutschland ansässiges Team soll Nutzer bei Fragen auf Deutsch unterstützen. Stripe beschäftigt heute mehr als 700 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in San Francisco.

Mehr zum Thema: Stripe schnappt sich eine halbe Milliarde Dollar

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Antisemitismus-Doku, Ausgesperrt, Macrons Mediendistanz

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1. „Haben Sie nicht!“ – „Haben wir doch!“
(sueddeutsche.de, Matthias Drobinski)
Nun wurde sie doch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt: Die umstrittene Antisemitismus-Doku „Auserwählt und ausgegrenzt – der Hass auf die Juden in Europa“. Der TV-Sender „Arte“ hatte die Ausstrahlung verweigert, es gebe handwerkliche Mängel. Nachdem „Bild“ den Film für 24 Stunden online gestellt hatte, ist die „ARD“ nachgezogen und hat die Doku gesendet. Jedoch mit eingeblendeten Hinweisen auf den online abrufbaren Faktencheck der WDR-Redaktion mit 29 kritischen Anmerkungen. Danach wurde sich bei Sandra Maischberger zum Talk zusammengesetzt, wo der Streit teilweise ins Absurde abgerutscht sei.

2. Fernsehen wird zum Luxusgut
(medienwoche.ch, Adrian Lobe)
Wird Fernsehen zum Luxusgut? In Bezug auf manches Sportevent schon, wie der Rechtepoker um die Champions League beweist. Die Öffentlich-Rechtlichen werden nicht nur vom Privatfernsehen, sondern auch von Streamingdiensten bedrängt: „Während einst die billigen Plätze vor der Glotze waren, sind sie heute in den algorithmischen Endlosschleifen auf Facebook oder Youtube. Die Bezahlschranke wird zum sozialen Selektionskriterium. Wer sich die Zusatzgebühr für die Zaubertricks von Messi und Co. nicht leisten kann oder will, schaut am Ende in die Röhre.“

3. Märchenprinz mit Kennedylächeln
(deutschlandfunk.de, Jürgen König)
Der französische Präsident Emmanuel Macron hält Distanz zu den Medien. Manche werfen ihm dies als überzogene Kontrolle und Zensur vor, manche loben es als notwendige und längst fällige Wende im Umgang mit den Medien. „Das Ansehen der Presse ist schlecht in Frankreich – wie das der Politik. Es sind nicht wenige Franzosen, die Journalisten und Politiker der Kumpanei bezichtigen. Vielleicht geht Präsident Macron auch deshalb auf so deutliche Distanz.“

4. Warum wir Terrorbilder trotzdem zeigen
(nzz.ch, Peter Rásonyi)
Dürfen Medien Bilder von Terroranschlägen zeigen oder verbreiten sie damit nur noch mehr Schrecken und machen sich womöglich zu Komplizen der Terroristen? Die „NZZ“ würde Bilder zeigen, aber im Einzelfall abwägen. „Trotzdem ist unvermeidlich, dass dies stets in Grauzonen erfolgt. Das Ergebnis einzelner Entscheidungen kann von Lesern unterschiedlich empfunden werden. Wir sind uns dessen bewusst und stellen uns gerne dem Dialog mit ihnen.“

5. Sächsische Zeitung: Reporter bei Konsum-Bilanz-PK ausgesperrt
(flurfunk-dresden.de)
Die „Konsum Dresden Genossenschaft“ hat einen Journalisten der „Sächsischen Zeitung“ von ihrer Bilanzpressekonferenz ausgeschlossen. Ohne Begründung wurde ihm der Zugang zur Veranstaltung verwehrt. Der vermutete Hintergrund: Der Journalist hatte in der Vergangenheit kritisch über das Unternehmen berichtet. „Sächsische Zeitung“ und die Landespressekonferenz LPK haben das Verhalten der Konsum Genossenschaft kritisiert und missbilligt.

6. Schlag ins Gesicht
(sueddeutsche.de, Karoline Meta Beisel)
Ab Freitag zeigt Netflix die Doku „Nobody Speak: Trials of the Free Press“. Im Kern geht es um den bizarren Rechtsstreit zwischen dem früheren Profi-Wrestler Hulk Hogan und der Klatsch-Website „Gawker“, die Ausschnitte eines privaten Sexvideos mit Hogan gezeigt hatte. Hogan hatte daraufhin das Portal verklagt und bekam 140 Millionen Dollar Schadensersatz zugesprochen. Eine Summe, die „Gawker“ in die Pleite riss. Später stellte sich heraus, dass der Silicon-Valley-Milliardär und Paypal-Gründer Peter Thiel den Rechtsstreit finanziert hatte. Wohl angetrieben von persönlichen Rachegedanken gegenüber der Plattform, die ihn einst geortet hatte.

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Roboter im Atomkraftwerk: Radioaktivität ist nicht leicht zu erkennen

Heise Top-News
Roboterwettbewerb im Atomkraftwerk: Radioaktivität ist nicht leicht zu erkennen

Die Roboter wurden auf das AKW Zwentendorf losgelassen und sollten dort mit Kobalt-60 gefüllte Zylinder ausfindig machen. Strahlungssensoren am Ellbogen stellten sich als fehleranfällig heraus, der Wettbewerb soll zukünftig noch schwieriger werden.

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„Es wäre toll, wenn wir bis zum Ende des Jahres in Köln sind“ – Matze Hielscher vom Stadtmagazin „Mit Vergnügen“

t3n

„Mit Vergnügen“ ist eines der spannendsten digitalen Medienprojekte in Deutschland. Und es wird sieben Jahre alt. Wir haben Mitgründer Matze Hielscher zur Gegenwart und Zukunft befragt. 

Mit Vergnügen feiert dieses Jahr den 7. Geburtstag. Das Online-Städtemagazin fing 2010 in Berlin an und hat sich binnen der letzten drei Jahre nach Hamburg und München ausgebreitet. Auch Köln finden die Gründer Matze Hielscher und Pierre Türkowsky interessant, und so verrät uns Letzterer im Interview, dass die Berliner noch bis zum Ende des Jahres ein kleines Team in der Domstadt aufstellen wollen. Die bisherigen Erfolge lassen kaum Zweifel zu, dass auch diese Expansion glücken wird. Köln darf sich wohl bald über ein neues Stadtmagazin freuen.

Mit monatlichen Besucherzahlen im sechsstelligen Bereich sind die digitalen Lifestyle-Magazine vor allem für Werber im Native-Advertising-Bereich interessant. „Wir hatten nie Banner auf unserer Seite“, verrät Matze Hielscher. Doch allein auf Werbung verlassen sich die Gründer nicht. Hinter Mit Vergnügen steht auch eine Digital-Agentur, die Marken bei deren eigenen Online-Aktivitäten berät. Im Gespräch bekommen wir einen Einblick in eines der interessantesten deutschen Medienprojekte der letzten Jahre.

Matze Hielscher: „Wir Gründer haben eine klare Vorstellung, was Mit Vergnügen ist!“

Matze Hielscher von Mit Vergnügen: „Für gute Ideen und vor allem für gute Umsetzung ist generell immer Platz!“ (Foto: Mit Vergnügen)

t3n.de: Matze, was braucht es, um heutzutage noch ein erfolgreiches Online-Magazin zu starten?

Matze Hielscher: Ich denke, wichtig ist Flexibilität, weil sich „online“ ständig verändert. Aber auch Konsistenz. Lass mich das an einem Beispiel erklären: Eines unserer erfolgreichsten Formate nennt sich „Gelbe Bank“. Musiker spielen auf unserer gelben Bank vor unserem Büro und wir übertragen das live per Facebook. Vor 1,5 Jahren gab es die Möglichkeit gar nicht, und so ein Format wäre für uns schlicht nicht finanzierbar gewesen. Dadurch, dass wir die Bank jetzt schon konsistent ein Jahr bespielen, kommen inzwischen große Künstler wie Joy Denalane, Mando Diao und Oliver Koletzki zu uns. Wir betrachten Mit Vergnügen insofern gar nicht mehr nur als eine Website. Es ist eher eine Plattform mit verschiedenen Kanälen. Die „Gelbe Bank“ findet beispielsweise nur auf Facebook statt.

Haben sich die Zeiten geändert? Ist es 2017 leichter oder schwerer geworden, als Magazin-Gründer seinen Platz im Business zu finden?

Für gute Ideen und vor allem für gute Umsetzung ist generell immer Platz. Aufgrund der Distribution durch Social Media ist es sogar noch leichter geworden.

Allerdings beschweren sich auch nicht wenige Blog- und Magazin-Betreiber, dass sie für Social-Media-Reichweite heutzutage oft tief in die Tasche greifen müssen, um überhaupt noch im vollgepackten Newsstream gegen Massenmedien herauszustechen.

Uns ist es wichtig, nicht von einem einzigen Kanal abhängig zu sein. Unser Traffic kommt zu einem großen Teil zwar über Facebook, aber auch über Google, Pinterest und natürlich direkt. Wir haben diese Reichweiten-Angst nicht, denn bei uns wächst auch alles organisch. Und sollte es morgen einen der großen Kanäle nicht mehr geben, wird uns auch wieder was Neues einfallen. Wir sind da sehr unromantisch.

Mit Vergnügen hat sich in den letzten drei Jahren auch über Berlin hinaus entwickelt. Ist es ein essentieller Teil eurer Wachstumsstrategie, in andere Städte zu expandieren?

Andere Städte gehören dazu, aber auch vertikale Formate wie das „Foodvergnügen“ oder unsere Podcasts „Beste Freundinnen“, „Sexvergnügen“ und „Hotel Matze“. Davon wird es zukünftig auch noch mehr geben. Das sind Formate, die über die Städte hinaus funktionieren. Die Podcasts werden auch in Münster und Hannover gehört, und da gibt es Mit Vergnügen gar nicht als Stadtmagazin.

Was waren die größten Herausforderungen während der Expansionen?

Eindeutig, die passenden Leute zu finden. Wir Gründer haben eine klare Vorstellung, was Mit Vergnügen ist, wie es klingt und natürlich wie es aussieht. Menschen zu finden, denen man das gar nicht so erklären muss, die das spüren und unabhängig von uns transportieren können, sind wichtig. In Hamburg haben wir ein wenig gebraucht, was aber auch daran liegt, dass wir noch keine Erfahrung hatten, wie wir uns skalieren können. Jetzt haben wir dort ein tolles Team und unsere beiden Redakteure in München machen das auch alles großartig.

Welche Stadt wird als nächstes kommen?

Wir werden uns in diesem Jahr einmal Köln näher anschauen. Ich fände es toll, wenn wir dort bis zum Ende des Jahres ein kleines Team hätten.

Sind eure Leser eigentlich mit euch erwachsen geworden? Oder anders gefragt: Hat sich die Leserschaft über die Jahre verändert?

Laut unseren Analytics ist unser Publikum im Kern 25 Jahre und eher weiblich. Und das finde ich auch wichtig, dass wir jung bleiben. Unsere Autoren sind auch jünger als wir beiden Gründer. Ich muss als 37-jähriger Familienvater keine verrückten Festivals mehr empfehlen. Unsere Autoren empfehlen das, was sie selbst gut finden. Das merken die Leser. Interessant ist aber, dass sich die Leser in den Städten sehr ähneln.

Das klingt, als würden Ü40-jährige Männer und Frauen bei euch nicht fündig, wenn es um angesagte Events oder Locations geht. 

Ich glaube, dass der geschmäcklerische Unterschied gar nicht so groß ist, nur die Ausgehfrequenz ändert sich. Aber wenn ich als Ü40-jähriger Mann mal richtig ausgehen will, dann frage ich doch lieber bei denen nach, die das jede Woche machen. Bei uns spielt wie gesagt auch der Food-Themenbereich eine sehr wichtige Rolle, und das sind schlussendlich ja altersunabhängige Tipps.

Mit Vergnügen in Berlin: Vom Podcast bis zum Listicle bespielt das digitale Städtemagazin alle Formate. (Screenshot: t3n.de)

Wie setzen sich eure Einnahmen heute zusammen? 

Unsere Einnahmen setzen sich vor allem aus 50 Prozent Werbeeinnahmen und 30 Prozent Agenturgeschäft zusammen. Der Rest verteilt sich auf Events und Lizenzierungen. Unsere Werbung war von Anfang an nativ, wir hatten beispielsweise nie Banner auf unserer Seite. Dadurch haben wir auch eine große Expertise im Sponsored-Content-Bereich aufgebaut und arbeiten, von Adidas bis Zalando, mit ziemlich allen großen Marken seit Jahren zusammen.

Was genau macht euer Agenturgeschäft aus?

Mit Mit Vergnügen haben wir eine Marke von Null an aufgebaut und bespielen jeden Tag alle für uns relevanten Kanäle. Dadurch sammeln wir natürlich super viele Erfahrungen, und diese Expertise bieten wir unseren Kunden. So breit, wie wir für Mit Vergnügen arbeiten, arbeiten wir in der Agentur von Welt. So der Name. Wir unterstützen zum Beispiel die Telekom in der Online-Kommunikation für deren Kulturformat Electronic Beats. Für Ebay Kleinanzeigen haben wir ein digitales Magazin konzipiert, kümmern uns jetzt um den Content und die Newsletter. Für Festivals wie das Lollapalooza haben wir die Social-Media-Kanäle aufgebaut.

Wie viele Mitarbeiter hat Mit Vergnügen und wie groß ist das Team der Agentur von Welt?

Wir sind insgesamt, mit Pierre und mir, 18 Leute. In der Agentur arbeiten vier feste Mitarbeiter. Allerdings übernehmen auch Kollegen von Mit Vergnügen viele Aufgaben. Einige Autoren schreiben auch für unsere Kunden. Das ist nicht so strikt getrennt. Durch die geübten Sponsored Posts gibt es auf Mit Vergnügen auch keine Berührungsängste.

Wenn es eine weitere Umsatzsäule geben könnte, was würdet ihr als nächstes ins Visier nehmen?

Wir würden gern mehr lizenzieren. Im August kommt das erste Buch, was aus dem „Beste Freundinnen“-Podcast heraus entstanden ist und bei Bastei Lübbe erscheinen wird. Ich kann mir vorstellen, dass wir aus dem Content der einzelnen Städte auch Stadtführer und Ähnliches machen können. Und vielleicht schenkt uns jemand den Berliner Spreepark. Einen Namen hätten wir ja schon: Vergnügungspark.

Wir würden es euch jedenfalls wünschen. Danke für das Gespräch!

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US-Behörde will Regeln für Flugdrohnen weiterentwickeln, darf aber nicht

Heise Top-News
Orange-Weiße Flugdrohne mit einem aufgesetztem Hut steht auf einem Ständer

Die US-Luftfahrtbehörde FAA bereitet ID-Transponder für Drohnen, Sicherheitszertifikate für Flüge über Menschen sowie Systeme zum Erspähen von Drohnen vor. Allerdings sind ihr per Gesetz die Hände gebunden.

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Ab wann gibt es im Büro eigentlich Hitzefrei?

t3n

Ganz schön heiß heute, oder? Ab wann gibt es im Büro eigentlich Hitzefrei? Wir haben die Antwort für euch.

Die Temperaturen steigen endlich wieder, die Tage werden wärmer. Der Sommer bäumt sich noch ein letztes Mal auf. Der Deutsche Wetterdienst erwartet heute sogar Temperaturen von über 30 Grad. Nicht wenige denken deshalb unweigerlich an Hitzefrei. Viele kennen das zwar nur aus der Schule, doch auch im Büro kann es unter Umständen zu freien Tagen kommen.

Hitzefrei ist nicht klar geregelt – ab 35 Grad im Büro muss der Chef aber handeln

Ab 35 Grad hat ein Mitarbeiter das Recht von seinem Arbeitgeber einen kühleren Raum zu verlangen – oder freizubekommen. (Foto: Shutterstock-Milles Studio) Hitzefrei? Ab 35 Grad hat ein Mitarbeiter das Recht von seinem Arbeitgeber einen kühleren Raum zu verlangen – oder freizubekommen. (Foto: Shutterstock-Milles Studio)

„Bis zu 35 Grad sind im Büro in Ausnahmefällen zumutbar!“

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber frei entscheiden. Laut Arbeitsstättenrichtlinie soll die Lufttemperatur in Arbeitsräumen zwar nicht über 26 Grad sein. Der Gesetzgeber sagt allerdings auch, dass Büro-Temperaturen von bis zu 35 Grad in Ausnahmefällen zumutbar sind – etwa bei besonders heißen Sommertagen.

Darüber hinaus haben Angestellte aber das Recht vom Arbeitgeber einen kühleren Raum zu verlangen – oder eben im Zweifel freizubekommen. Klarer sieht der Gesetzgeber das Thema nur dann, wenn bei Arbeitnehmern die Gesundheit besonders geschützt werden muss – beispielsweise bei Schwangerschaft oder bei Herz-Kreislauf-Problemen. Wer in die Kategorie fällt, hat sehr gute Chancen ein paar Tage oder Stunden Hitzefrei zu bekommen.

Arbeiten trotz 30 Grad – 8 Tipps für mehr Sommerlaune im Büro

Für euch gibt es kein Hitzefrei? Ihr hängt im Büro fest, obwohl draußen die Sonne vom Himmel brennt und der gefühlte Rest der Welt im Urlaub ist? Nicht verzweifeln! Mit unseren Tipps holt ihr euch die Sommerlaune einfach ins Office.

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Wissenschafts-Facebook kooperiert mit Wissenschaftsverlag

FAZ Beruf & Chance
In wissenschaftlichen Arbeiten steckt viel Zeit und Mühe. Welch ein Ärger, wenn jemand am selben Thema dran ist!

Schreibt noch jemand über das gleiche Thema eine wissenschaftliche Arbeit? Für Studenten und Wissenschaftler ist das eine zentrale Frage. Im Versuch, sie zu beantworten kooperiert nun ein Start-up mit einem renommierten Wissenschaftsverlag.

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Building Xamarin.Forms Apps with .NET Standard

Xamarin

.NET Standard libraries bring our code to more platforms and give us even more APIs from the Base Class Libraries with which to build amazing apps. Developers have been able to use .NET Standard libraries with Xamarin to share code across platforms, and use Xamarin.Forms to create a shared user interface across iOS, Android, UWP, macOS, for a long time. When combined, .NET Standard and Xamarin.Forms are a match made in heaven for maximizing the amount of code we can share across platforms, both in our underlying business logic as well as our user interface layer.

In this blog post, you’ll learn how to combine .NET Standard libraries and Xamarin.Forms to maximize code sharing and productivity.

What is this .NET Standard thing?

.NET Standard is a formal specification of .NET APIs that are intended to be available on all .NET runtimes (such as .NET Framework, Mono, and .NET Core). In real terms, you can think of this as a simplified, yet expanded, Portable Class Library. Any code added to a .NET Standard library can be used on any runtime that supports the .NET Standard Platform. In addition, we get expanded access to APIs within the .NET base class libraries, support more platforms, and we don’t ever have to deal with the madness that is PCL profiles.

.NET Standard Diagram

Bringing Xamarin.Forms to .NET Standard

The Xamarin.Forms 2.3.5-pre release added compatibility with .NET Standard. In addition to shared projects and Portable Class Libraries, you can now add .NET Standard libraries to your code sharing tool belt.

File -> New

Let’s get started by creating a new Xamarin.Forms app. If you already have an existing Xamarin.Forms app you’re looking to migrate to a .NET Standard, you can skip directly to the next step.

In Visual Studio, click File -> New Project -> Cross-Platform -> Cross-Platform App. Select Master Detail, and click OK. This is going to create a scaffolded mobile app for iOS, Android, and UWP with Xamarin.Forms that displays some data in a list—a common mobile development recipe.

image New Project for a mobile app in Visual Studio." width="716" height="393">

In Visual Studio for Mac, you can create a similar template by going to File -> New -> Multiplatform -> Forms App.

Adding a .NET Standard Library

Adding a .NET Standard library to your app is super easy; it works just like adding any other library to your project!

If you’re using Visual Studio 2017, right-click the solution and click Add -> New Project. Navigate to the .NET Standard section and add a .NET Standard project.

Add a .NET Standard library to your project.

Developers using Visual Studio for Mac can create a .NET Standard library by navigating to Multiplatform -> Library -> .NET Standard Library. If you’re using Visual Studio 2015, be sure to follow our getting started guide to create and convert a Portable Class Library to a .NET Standard library.

Adding Xamarin.Forms to a .NET Standard Library

Just like Portable Class Libraries, we can add NuGets to .NET Standard libraries. Open the NuGet Package Manager by right-clicking the project and selecting Manage NuGet Packages. Switch to the Browse tab, select Include prerelease, and search for Xamarin.Forms. At the time of this blog post, only the prerelease version of Xamarin.Forms has compatibility with .NET Standard, although it is likely that .NET Standard compatibility will be included in the next stable release.

Add Xamarin.Forms NuGet to a .NET Standard library.

In each of the other projects (such as iOS, Android, UWP, etc.), upgrade to the latest prerelease Xamarin.Forms NuGet, add a reference to the .NET Standard library we created, and remove the reference to the shared project or PCL that contains your Xamarin.Forms UI logic.

Finally, if you’re migrating, copy over files from your shared project or PCL to our .NET Standard library. That’s it! You’re now using a .NET Standard library with Xamarin.Forms to share code:

Using .NET Standard to share code across all the platforms with Xamarin.Forms.

Wrapping Up

In this blog post, we created a brand new cross-platform mobile app and used a .NET Standard library as our code sharing strategy to reach all the platforms. To learn more about .NET Standard for Xamarin (without Xamarin.Forms), check out our blog on .NET Standard support. If you’re still curious as to what .NET Standard is all about, I suggest you check out Immo Landwerth’s introductory video, read up on the documentation on docs.microsoft.com, or follow along on GitHub.

The post Building Xamarin.Forms Apps with .NET Standard appeared first on Xamarin Blog.

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Solved: Surface Pro 3 USB Driver Issues with the Surface Diagnostic Toolkit

Scott Hanselmann

I've got a personal Surface Pro 3 that I like very much. It's worked great for years and I haven't had any issues with it. However, yesterday while installing a 3rd party USB device something got goofed around with the drivers and I ended up in this state.

Universal Serial Bus (USB) Controller banged out in Device Manager

That "banged out" device in my Device Manager is the root Universal Serial Bus (USB) Controller for the Surface. That means everything  USB didn't work since everything USB hangs off that root device node. I know it's an Intel USB 3.0 xHCI Host Controller but I didn't want to go installing random Intel Drivers. I just wanted the Surface back the way it was, working, with the standard drivers.

I tried the usual stuff like Uninstalling the Device and rebooting, hoping Windows would heal it but it didn't work. Because the main USB device was dead that meant my Surface Type Keyboard didn't work, my mouse didn't work, nothing. I had to do everything with the touchscreen.

After a little poking around on Microsoft Support websites, a friend turned me onto the "Surface Tools for IT." These are the tools that IT Departments use when they are rolling out a bunch of Surfaces to an organization and they are regularly updated. In fact, these were updated just yesterday!

Surface Diagnostic Toolkit

There are a number of utilities you can check out but the most useful is the Surface Diagnostic Toolkit. It checks hardware and software versions and found a number of little drivers things wrong...and fixed them. It reset my USB Controller and put in the right driver and I'm back in business.

This util was useful enough to me that I wish it had been installed by default on the Surface and plugged into the built-in Windows Troubleshooting feature.

Sponsor: Seq is simple centralized logging, on your infrastructure, with great support for ASP.NET Core and Serilog. Version 4 adds integrated dashboards and alerts - check it out!


© 2017 Scott Hanselman. All rights reserved.
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Abmahnungen: Ein Apotheker will Amazon ausbremsen

t3n

Apotheken, die über Amazon Medikamente verkaufen, droht jetzt rechtlicher Ärger. Ein Berufskollege macht Datenschutzverletzungen geltend und lässt Abmahnungen verschicken.

Seit einigen Wochen verkauft Amazon über Prime Now Medikamente, die dem Kunden im Rahmen eines Modellversuchs im Raum München binnen einer Stunde ins Haus geliefert werden. Ein anderer Apotheker ärgert sich schon länger darüber, dass einige seiner Berufskollegen über Amazon Medikamente verkaufen. Jetzt versendet eine Anwaltskanzlei Abmahnungen an die bei Amazon tätigen Apotheker. Begründet werden die Abmahnungen mit der Verletzung des Datenschutzes.

Die Kanzlei fordert die abgemahnten Apotheker dazu auf, innerhalb weniger Tage alle apothekenpflichtigen Produkte von der Plattform zu entfernen und eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Abgemahnt wurden nach Informationen von Apotheke Adhoc bereits 20 Apotheken, ebenso viele sollen in den nächsten Tagen noch einmal hinzukommen.

Apotheker: Gesundheitsdaten müssen besonders geschützt werden

In der Begründung der Abmahnung heißt es, Gesundheitsdaten seien eine besonders schützenswerte Information, und der in Luxemburg ansässige Vertreiber Amazon führe in seiner Datenschutzerklärung ja sogar aus, dass er Daten erhebe und gegebenenfalls auch weitergebe. Dies sei mit den deutschen Gesetzen zum Arzneimittelvertrieb nicht zu vereinbaren, da sich „aus den Namen der Medikamente unschwer Rückschlüsse auf Erkrankungen des Bestellers ziehen ließen“.

Es komme somit zu einer Datenerfassung durch ein Unternehmen, das keinen beruflichen Geheimhaltungspflichten unterliege. Es fehle zudem an der notwendigen vorherigen Zustimmung der Patienten zur Datenweitergabe. Das sei ein klar rechtswidriges Handeln des Apothekers, da „Informationen über Arzneimittelkäufe und damit über Krankheiten von Patienten wohl völlig unstrittig besonders geschützte personenbezogenen Daten“ seien.

Erst ein Musterprozess kann Rechtssicherheit schaffen

Noch ist unklar, wie die abgemahnten Apotheken reagieren – wahrscheinlich ist aber, dass nicht alle Beteiligten die Unterlassungserklärung in der geforderten Form unterzeichnen. Dann könnte es zu einem Musterprozess kommen, der sicherlich länger andauern wird und daher auch nicht in absehbarer Zeit Rechtssicherheit für alle Beteiligten schafft.

Interessant wäre dann auch die Frage, inwieweit Amazon selbst den beteiligten Händlern anwaltlich unter die Arme greift. Schließlich dürfte der Onlinehändler daran interessiert sein, dass das gerade mit den Synergieeffekten seines Lebensmittel-Lieferdienstes entstehende Geschäftsfeld nicht einem Verbot zum Opfer fällt.

Auch für Amazon und die beteiligten Apotheker ist der Arzneimittelvertrieb mit einigen Hürden versehen: Die Bestellungen, die bislang nur in München erprobt werden, kommen über eine App in der Apotheke an. Die Lieferungen werden dort gepackt und, sofern verschreibungspflichtige Medikamente enthalten sind, von einem hierzu berechtigten Apotheker begutachtet. Den Versand und die Zustellung erledigt ein Kurierdienst von Amazon. Für die Zustellung innerhalb einer Stunde zahlt der Kunde sieben Euro extra (zusätzlich zu seiner Prime-Mitgliedschaft), eine Zustellung in einem frei wählbaren Zwei-Stunden-Fenster zu einem späteren Zeitpunkt ist aufpreisfrei.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Lieferoption in Deutschland überhaupt erfolgreich wird. Schließlich bieten hierzulande bereits viele Apotheken eine aufpreisfreie Zustellung beim Kunden ohnehin an – je nach Verhandlung meist einmal am Tag, wenn auch nicht wie die hier beteiligte Modellapotheke in München jederzeit zwischen 8 und 22 Uhr.

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Netflix wird jetzt interaktiv – und lässt euch entscheiden, wie eine Story weitergeht

t3n

Netflix lässt Nutzer erstmals aktiv in das Filmgeschehen eingreifen, um den Fortgang einer Geschichte zu bestimmen. Vorerst bleibt das interaktive Angebot jedoch auf wenige Endgeräte beschränkt.

Netflix startet mit interaktiven Inhalten

Abgesehen von der Auswahl des gewünschten Films oder der Serie war die Netflix-Nutzung bislang eine einigermaßen passive Beschäftigung. Das will der Streaming-Konzern jetzt ändern und hat dazu erstmals auch interaktive Filminhalte vorgestellt. Die richten sich vorläufig vor allem an Kinder und erlauben den Zuschauern, an bestimmten Stellen in das Geschehen einzugreifen und so den Fortgang der Geschichte mitzubestimmen.

Der erste interaktive Film auf Netflix heißt „Der gestiefelte Kater und das magische Buch“ und ist ab sofort weltweit verfügbar. Am 14. Juli 2017 kommt mit „Thunderstruck: Die einzig wahre Idee“ dann der zweite Film dieser Art. Ein dritter interaktiver Kinderfilm mit dem Titel „Stretch Armstrong: The Breakout“ ist bereits in Arbeit, soll jedoch erst 2018 verfügbar sein.

Netflix: Interaktive Inhalte derzeit nur auf Smart-TVs, Spielkonsolen und unter iOS verfügbar

Wer Netflix über die Website des Anbieters, einen Apple TV, Chromecast oder per Android-App schaut, muss leider derzeit noch auf die neuen interaktiven Inhalte verzichten. Laut dem Streaming-Anbieter werden derzeit nur neuere Smart-TVs, Spielekonsolen und die iOS-App unterstützt. Sollte euer Gerät keine interaktiven Inhalte unterstützen, bekommt ihr stattdessen eine lineare Version des Films angezeigt.

Netflix: Ein Blick in die Firmenzentrale im kalifornischen Los Gatos

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Dass Netflix ausgerechnet eine jüngere Zielgruppe für das neue Angebot anpeilt, ist kein Zufall. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben ausgiebige Umfragen durchgeführt, um herauszufinden, wie Eltern und Kinder auf die interaktiven Inhalte reagieren würden. „Bei diesem neuen Ansatz waren Inhalte für Kinder ein naheliegender Ausgangspunkt, da Kinder gerne mit ihren Lieblingscharakteren spielen und von Natur aus den Drang verspüren, den Bildschirm zu berühren. Auch sprechen sie oft mit dem Bildschirm, als ob die Charaktere sie hören könnten“, heißt es in einer Pressemitteilung.

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Bitcoin, Kopftuch und Yoga: Unicode bekommt neue Emojis und Symbole

t3n

Das Unicode-Konsortium hat sich auf Version 10 des Zeichenstandards geeinigt. Mit dabei sind einige neue Emojis – und das Bitcoin-Symbol.

Unicode 10 enthält 56 neue Emojis

Unicode 10 enthält insgesamt 56 neue Emojis. Damit fällt das Update des Zeichenstandards zumindest in diesem Bereich kleiner aus als bei Version 9. Trotzdem gibt es ein paar interessante Neuerungen. So enthält der Standard jetzt erstmals die Darstellung einer Frau, die ein Kopftuch trägt. Damit findet sich jetzt auch eine Symboldarstellung von gläubigen Muslimas.

Ansonsten gibt es aus der Reihe der klassischen gelben Emojis ein paar nette Neuerungen wie einen Kotz-Emoji oder einen, der offenbar ein Schimpfwort sagt. Letzteres wird durch eine Art Zensurbalken über seinem Mund symbolisiert. Darüber hinaus gibt es jetzt auch Yoga- und Kletterer-Emojis, Vampire, Elfen und Zauberer sowie ein paar neue Tiere, zwei Dinosaurier und verschiedene Lebensmittel.

Unicode 10: Alle neuen Emojis auf einen Blick. (Screenshot: unicode.org)

Keine Minute zu früh: Unicode 10 enthält auch das Bitcoin-Logo

Passend zu dem erstarkten Hype um Kryptowährungen unterstützt Unicode in Version 10 jetzt auch das Bitcoin-Logo. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein Emoji, sondern um ein reguläres Sonderzeichen nach dem Unicode-Standard.

Wann ihr die neuen Emojis nutzen könnt, hängt von eurem Endgerät ab. Apple liefert neue Emojis in aller Regel gleichzeitig mit der Veröffentlichung einer neuen iOS-Version aus. Google hat die neuen Emojis bereits in die Beta-Version von Android O integriert, und auch Twitter unterstützt die neuen Bildchen schon jetzt.

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Entsendungen ins Ausland: Luanda ist für Expats am teuersten

FAZ Beruf & Chance
Teures Pflaster für Expats: Angolas Hauptstadt Luanda

Als Arbeitnehmer ins Ausland entsandt zu werden, ist spannend und oft ein Karriereschritt. Aber wo sind die Lebenshaltungskosten hoch? Das interessiert auch die Arbeitgeber sehr. Eine Rangliste.

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Gleichstellungsbericht: Gender-Gejammer

FAZ Beruf & Chance
Wird gerne übersehen: Zeit mit dem Kind zu verbringen, kann auch Spaß machen.

Im Klagelied über Gender-Gaps und Verwirklichungschancen gehen ein paar banale Wahrheiten unter. Doch mancher Gleichstellungspolitiker findet die Welt erst gerecht, wenn wirklich jeder einzelne Müllbeutel gemeinsam zur Tonne getragen wird. Ein Kommentar.

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Ganz anders als Amazon: Rewe baut Marktplatz mit Exklusiv-Partnern

t3n

Rewe hat sich mit Kaffee-Dallmayr, Feinkost-Käfer und Weinfreunde zusammengetan, um sein Food-Sortiment zu erweitern. Aber auch Tierfutter und Geschirr soll es auf dem Rewe-Marktplatz geben.

Rewe ist bei Online-Aktivitäten vorn dabei. Jüngster Coup: Der Lebensmittelanbieter will ab Juli 2017 mit einem Online-Marktplatz durchstarten und dort ausgewählte Partner-Produkte anbieten. So sollen Produkte von Dallmayr, Käfer, Lieferello, nu3, Mytoys, ZooRoyal, Weinfreunde, Springlane, Butlers, Alternate, Geschenke.de und Idee Creativmarkt  ab Juli im Rewe-Onlineshop erhältlich sein.

Marktplatz mit Themenschwerpunkten

Doch anders als Amazon baut Rewe an keiner offenen Plattform, auf der beliebige Produkte verkauft werden, sondern will eine Art Marktplatz mit Themenschwerpunkten etablieren, wie ein Sprecher von Rewe Digital gegenüber t3n.de erklärt. „Wir bleiben auch online die Rewe und konzentrieren uns auf Food oder Food-bezogene Sortimente. Wir suchen Themen, die einen Bezug zu Lebensmitteln und Supermärkten oder einen thematischen Bezug zu Food-Themen haben. Beispiel: In der ,Rewe Weihnachtswelt‘ kann das neue Angebot dann auch Delikatessen, Deko und Geschenke ergänzen. Die Asia-Woche ergänzen wir um einen Wok, chinesisches Geschirr, Deko und Spezialitäten. Die Fit-&-Gesund-Themenwelt im Frühling können wir mit Nahrungsergänzungsmittel und Fitness-Zubehör erweitern. Und so lässt sich die Reihe fortführen. Wir schauen uns an, was der Kunde benötigt, um ein bestimmtes Bedürfnis komplett abzudecken, und ergänzen entsprechend.“ Gegen einen Marktplatz à la Amazon sprach sich Geschäftsführer Dr. Johannes Steegmann übrigens auch kürzlich gegenüber t3n.de in einem Interview aus.

Lieferung über verschiedene Kanäle

Obst und Gemüse, Fleisch, Käse und Tiefkühlprodukte kommen also weiterhin von Rewe.de und werden über den Rewe-Lieferservice geliefert. Gleichzeitig können Kunden beim gleichen Einkauf auch Spielwaren, Tierbedarf, Parfüm und Kosmetik oder Geschenkartikel bestellen und per Paketservice liefern lassen. Hier schickt der Anbieter die Ware direkt an den Kunden.

Testphase mit 1.000 Kunden

Die Testphase soll im Juli mit 1.000 Kunden beginnen. Die Kunden werden individuell eingeladen, an diesem Test teilzunehmen. Die Tests sollen ein möglichst repräsentatives Bild der Rewe-Kundengruppen abbilden. Es spiele dabei keine übergeordnete Rolle, ob die Kunden besonders aktiv sind, besonders intensiv Services wie den Rewe-Lieferservice oder den Abholservice nutzen oder ob sie zum Beispiel langjährige Abonnenten des Newsletters sind.

Ziel des Tests ist es, die Prozesse und Funktionen aus Sicht der Kunden zu testen und auch die nachgelagerten Prozesse unter realen Bedingungen zu testen. „Es macht eben einen Unterschied, ob man intern mit Mitarbeitern testet oder die Erfahrungen aus Sicht von 1.000 Kunden und mehr einbeziehen kann. Daher steht jetzt im Fokus, zu prüfen, ob sich unsere Erwartungen an das Kundenerlebnis erfüllen“ sagt Rewe-Sprecher Andreas Wegner.

 

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Heißer Tag im Büro: Firma schickt Mann in Shorts heim - und er kehrt im Kleid zurück

Spiegel Karriere
Shorts durfte er nicht tragen, also zog er ein Kleid an: Ein junger Brite feiert sich im Netz dafür, dass er sich an einem heißen Tag nicht dem Dresscode im Büro beugen mochte - offenbar mit Erfolg.
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Arbeiten im Ausland: Die teuerste Stadt liegt in Afrika

Spiegel Karriere
imageEine Entsendung ins Ausland kann sich lohnen - weil sie oft mit mehr Gehalt und satten Zulagen einhergeht. Doch nicht überall reicht das Geld gleich lang. Das Ranking der teuersten Städte für Expats.
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Apple baute das iPhone, weil Steve Jobs einen Typ von Microsoft hasste

t3n

Ex-Apple-Manager Scott Forstall gab während seines ersten öffentlichen Auftritts in fünf Jahren kuriose Einblicke in die Entstehungsgeschichte des ersten iPhones.

Scott Forstall zum ersten iPhone: Steve Jobs hasste diesen Microsoft-Typen

„Es begann, weil Steve diesen Typen bei Microsoft hasste,“ stieg Scott Forstall, der Apples iOS-Abteilung unter Steve Jobs leitete, im Laufe eines Interviews über die Entstehungsgeschichte des ersten Prototypen eines Tablets mit Touchscreen ein. Die Entwicklung des Tablets führte schließlich zum ersten iPhone. Forstall erklärte im Zuge des Gesprächs mit dem Journalisten John Markoff während einer Veranstaltung im Computer History Museum in Mountain View weiter: „Jedes Mal, wenn er sich mit diesem Bekannten traf, war Jobs anschließend mächtig angegessen.“

Der erste öffentliche Auftritt seit fünf Jahren: Scott Forstall (rechts) im Gespräch mit John Markoff. (Screenshot: Computer History Museum)

Der nicht näher benannte Microsoft-Manager, der offenbar der Ehemann einer Freundin von Jobs' Frau war, gab Forstalls Ausführungen zufolge so sehr mit den innovativen Entwicklungen des Redmonder Unternehmens an, dass Jobs es nicht länger aushielt. „Er hatte es Jobs unter die Nase gerieben, wie Microsoft einmal mit seinen Tablets und Stiften die Welt erobern wird. Eines Montags kam er mit einer Reihe Kraftausdrücken ins Büro und sagte ,Lasst uns denen zeigen, wie es wirklich gemacht wird.‘“

Aus dem ersten Tablet-Prototypen wurde schließlich das iPhone

„You don't use a stylus ... we're born with ten styluses.“

Forstall zufolge führte Jobs einige Kritikpunkte an Microsofts Technologie an, zu denen beispielsweise die Wahl eines resistiven Displays, das auf Druck reagierte, gehörte. Diese Technologie war vor dem kapazitiven Multi-Touch-Display des iPhones weit verbreitet. Nicht vergessen werden darf auch Jobs landläufig bekannter Hass auf Eingabestifte. Ein„iPhone“-Prototyp aus dem Jahr 2005 diente ersten Hardwaretests. Das Display hat annähernd das Format des iPad mini.

Folglich entwickelte das Team um Steve Jobs den Prototyp eines funktionierenden Multitouch-Displays. Schon damals war Forstall sich sicher, dass es eine revolutionäre Technologie sein werde. „In dem Moment, in dem du das [Multitouch-Display] gesehen hast, wusstest du, dass das die Zukunft ist.“

Der Rest ist Geschichte: Jobs entschloss sich, dass basierend auf der Technologie vorerst anstelle eines Tablets eine Version in Smartphone-Größe gebaut werden sollte. 2007 hat Steve Jobs dann das erste iPhone vorgestellt, das bis heute Apples erfolgreichste Produkt-Reihe darstellt.

Fotos zeigen frühen iPhone-Prototypen im iPad-Format mit serieller Schnittstelle

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Studie zum Werbemarkt: Onlinemarketing als Motor für die Werbewirtschaft

t3n

Gute Nachrichten für Onlinewerber: Das Online-Marketing hat die Anzeigenwerbung in Print-Medien als volumenstärkstes Medium verdrängt. Dahinter rangieren Werbung im TV und Mailings.Das geht aus der aktuellen Ausgabe des jährlichen Dialog-Marketing-Monitors hervor, den heute die Deutsche Post veröffentlicht hat. Demnach flossen 2016 22,7 Milliarden Euro in klassische Werbemaßnahmen, 18,1 Milliarden Euro gaben die Unternehmen für Dialogmarketing aus aus. Insgesamt wies der Werbemarkt im vergangenen Jahr ein Gesamtvolumen von 40,8 Milliarden Euro auf.

Anders als bei den Nielsen-Erhebungen wurden für die vorliegende Studie Daten nicht von der Medienseite aus erfasst, sondern von der Unternehmensseite. Hierfür interviewten die  Marktforscher 2.850 Marketing-Entscheider telefonisch zu ihren Werbeaktivitäten und Budgets. Dabei berücksichtigen sie erstmals nur die externen Marketingaufwendungen der Unternehmen.

Werbung wächst vor allem im Online-Segment

Für die Werbung war demnach 2016 ein gutes Jahr: Nach zwei Jahren mit rückläufigem Marktvolumen steigen die externen Werbeausgaben erstmals wieder an, und zwar um 1,1 Prozent. Mit neun Milliarden Euro hat das Onlinemarketing erstmals die Spitze der Werbebudgets erklommen, die Anzeigenwerbung (8,5 Milliarden Euro) und die TV-Werbung (7,2 Milliarden Euro) im Ranking der volumenstärksten Medien auf die Plätze zwei und drei verdrängt.

(Foto: Deutsche Post)

Auch beim Dialogmarketing hat sich der Fokus in Richtung Internet verschoben: Mittlerweile setzen 51 Prozent der Großunternehmen, die Dialogmedien einsetzen, auf crossmediale Kampagnen. Besonders häufig crossmedial eingesetzt werden Anzeigen und die kostengünstigen digitalen Werbeformen E-Mail- und Social-Media-Marketing.

Der Dialog-Marketing-Monitor 2017 kann kostenlos unter Angabe von Kontaktdaten und einer validen E-Mail-Adresse heruntergeladen werden.

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Gratis-„Titanic“ gegen Gratis-„Bild“ reloaded

BildBlog

Morgen könnte, wir berichteten bereits gestern darüber, in Ihrem Briefkasten eine Gratis-„Bild“ stecken. Bisher hatten sie dann vier Möglichkeiten bei Ihrem weiteren Vorgehen:

  • alles völlig egal finden
  • den Briefkasten nie wieder leeren
  • genüsslich die „Bild“-Zeitung lesen

Dank der Partei „Die PARTEI“ gibt es seit heute aber noch eine fünfte Möglichkeit: Sie können Ihre Gratis-„Bild“ gegen eine Gratis-„Titanic“ tauschen. Zumindest, wenn Sie morgen in Hannover sind (sollten im Laufe des Tages noch weitere Orte dazukommen, aktualisieren wir die Liste hier).

In einer Pressemitteilung von heute unterbreitet „Die PARTEI Hannover“ folgenden Vorschlag, was Sie morgen mit Ihrem Gratis-„Bild“-Exemplar anfangen könnten:

Eine wünschenswerte Heizstoffspende nach Syrien oder Irak kommen aus logistischen Gründen nicht in Frage, so dass sich Die PARTEI Hannover mit Hilfe ihres exklusiven Sponsors, dem Titanic-Magazin, eine praktikable Lösung des Papierproblems erdacht hat und der Bevölkerung folgendes großzügige Angebot unterbreitet:

Die PARTEI Hannover wird am morgigen Donnerstag, den 22.06.2017 (direkt am Kröpcke, zwischen 13.00 – 18.00h) jede* (in Versalien: JEDE*) „Gratisbild“ gegen eine Ausgabe des Faktenmagazins der Marke „TITANIC“ umtauschen. Ohne Wenn und Aber!*

* Solange der Vorrat reicht! Danach werden bereits eingenommene Gratis-BILD-Zeitungen gegen Gratis-BILD-Zeitungen getauscht. Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen, max. 3 pro Person!

Und ja: Das ist ernst gemeint, wie uns auf Nachfrage bestätigt wurde. Vor knapp drei Jahren gab es schon einmal eine große, erfolgreiche „Bild“-gegen-„Titanic“-Tauschaktion.

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HDR-Video: Dolby Vision startet auf Ultra HD Blu-ray leise

Heise Top-News
HDR-Video: Dolby Vision startet auf Ultra HD Blu-ray leise

Morgen kommen die ersten Ultra HD Blu-rays auf den deutschen Markt, die ein 4K-Videobild mit erhöhtem Kontrast nach dem dynamische Dolby-Vision-Verfahren enthalten. heise online hat schon einmal einen Blick auf Scheiben und Wiedergabegeräte geworfen.

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Apple-Leak zeigt, wie Apple Leaks verhindern will

t3n

In einem internen Briefing erklärt Apples Sicherheitsteam, wie Leaks zukünftig vermieden werden sollen. Ironischerweise wurde eine Aufnahme davon an die Presse weitergeleitet.

Apple: Anti-Leak-Briefing wird geleakt

One more thing“: Die Zeiten, in denen Apple Presse und informierte Beobachter mit Produktneuheiten wirklich überraschen konnte, sind schon eine ganze Weile vorbei. In den meisten Fällen sind die wichtigsten Fakten schon vorab bekannt, wodurch die offizielle Vorstellung naturgemäß an Reiz verliert. Dass der iPhone-Konzern damit ein Problem hat, das Mitarbeiter und Zulieferer der Presse vorab Informationen zukommen lassen, liegt daher auf der Hand. Doch ausgerechnet einem solchen Leak verdanken wir es, dass wir jetzt auch wissen, wie Apple das Problem angehen will.

Nach Angaben von the Outline gab es zu Beginn dieses Monats bei Apple ein Briefing mit dem Titel „Stopping Leakers – Keeping Confidential at Apple“. Ironischerweise wurde dem Online-Nachrichten-Startup ein Mitschnitt von genau dieser Besprechung zugespielt. Darin erklären Apples führende Sicherheitschefs, wie eine Reihe von Ermittlern weltweit daran arbeitet, dass keine Informationen an Mitbewerber, Nachahmer und die Presse gelangen.

Apple: Ein Team ehemaliger Geheimdienstler und Polizisten geht allen Leaks nach. (Foto: Apple)

Sollte es doch zu einem Leak kommen, sind es auch diese Ermittler, die herausfinden sollen, von wo die Informationen nach außen gedrungen sind. Wie viele Mitarbeiter sich damit beschäftigen, bleibt unklar. Einige von ihnen sollen aber zuvor beim NSA, dem FBI, dem Secret Service und dem US-Militär gearbeitet haben.

Internes Apple-Briefing: Fabriken sind nicht mehr länger Ursprung der größten Leaks

Noch vor wenigen Jahren stammten die meisten Leaks aus den Fabriken, in denen Apples Fertigungspartner die Produkte für den Konzern herstellen. Viele dieser gestohlenen Einzelteile sollen dann in China zum Verkauf angeboten werden. Teilweise kauft Apple die gestohlenen Teile dann wieder zurück. 2013 soll der Konzern beispielsweise 19.000 iPhone-5c-Gehäuse vor der Produktvorstellung zurückgekauft haben.

Mittlerweile hat Apple in den Fabriken jedoch deutlich gründlichere Zugangskontrollen eingeführt, wodurch das Problem stark verringert worden sei. 2016 sollen von 65 Millionen produzierten Gehäuse nur vier gestohlen worden sein. Damit wurde das Problem der Leaks aber anscheinend nur verschoben.

Der neue Apple-Campus. (Bild: cupertino.org)
Der neue Apple-Campus. (Bild: cupertino.org)

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„Letztes Jahr war das erste Jahr, in dem Apple mehr geleakt hat als die Lieferkette“, soll Apples Sicherheitschef David Rice, der auf eine Karriere bei der NSA und der US-Marine zurückblicken kann, im Rahmen des Briefings gesagt haben. Diese Leaker seien jedoch im Gegensatz zu den schlechtbezahlten Fabrikarbeitern nicht durch Geld motiviert. Tatsächlich würde es sich in aller Regel sogar um Fans des Konzerns und seiner Produkte handeln, die letztlich sogar gerne bei Apple arbeiten.

Genau diese Mitarbeiter wollte Apple anscheinend durch das Briefing erreichen und ihnen so klarmachen, warum Leaks dem Unternehmen schaden. In Anbetracht der Tatsache, dass das Briefing selbst an die Medien gelangt ist, scheint das jedoch nicht erfolgreich gewesen zu sein.

Ebenfalls interessant: Sonny Dickson – Ein junger Australier verrät Apples intimste Geheimnisse.

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